SCP-061-DE
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Ein Exemplar von SCP-061-DE in seinem Nest.

Objekt-Nr.: SCP-061-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: In einem Drei-Meter-Umkreis von SCP-061-DE sind jegliche Angstreaktionen zu vermeiden. Im Falle eines Bisses hält die Krankenstation von Standort-DE19 ein Gegengift bereit, welches so schnell wie möglich verabreicht werden muss.

Personal das SCP-061-DE zugeteilt wird hat sich vorher einer gründlichen psychologischen Untersuchung zu unterziehen. Sollten dabei Angststörungen wie etwa Arachnophobie oder Toxiphobie festgestellt werden, ist das Individuum als für die Zuteilung untauglich anzusehen. Selbiges gilt wenn beim Probanden Schreckhaftigkeit, Abneigung gegen jedwede wirbellose Tiere oder ein Hang zur Panik festgestellt wird.

Alle Instanzen von SCP-061-DE sind separat in mindestens 50 cm x 40 cm x 30 cm abmessenden Terrarien aus verstärktem Sicherheitsglas aufzubewahren. Diese Terrarien sind bis zu einem Fünftel ihrer Höhe mit Kies oder Schotter zu füllen und müssen einen mindestens 20 cm durchmessenden Stein aus Marmor beinhalten um der eingesperrten Instanz den Bau eines Nestes zu ermöglichen. Sämtliche Instanzen sind einmal pro Woche mit einer lebenden Heuschrecke (Orthoptera) zu versorgen. Die Terrarien sind aller fünf Monate zu reinigen. Sollten Exemplare von SCP-061-DE ohne Terrarium transportiert werden, sind sie mit einem feinmaschigen Netz in ihrem Neststein einzusperren um ein Entkommen zu verhindern.

Im September sind jeweils ein Weibchen und ein Männchen von SCP-061-DE in demselben Terrarium unterzubringen und die entstehende Brut bis auf mindestens 2 Exemplare mit unterschiedlichem Geschlecht auszulöschen, die von Oktober bis März auf -5°C abgekühlt werden. Danach sind die Jungtiere bis sie ausgewachsen sind mit entsprechend großen Beutetieren zu versorgen. Es sollten sich immer ca. 100 Exemplare von SCP-061-DE in der Obhut der Foundation befinden um eine ausreichende Biodiversität zu gewährleisten. Überzählige Exemplare können nach dem Ermessen der Projektaufsicht terminiert und eingeäschert werden.

Berichte über wildlebende Exemplare von SCP-061-DE sind zu überprüfen und die vorgefundenen Bestände auszulöschen.

Beschreibung: SCP-061-DE bezeichnet eine erst seit kurzem bekannte Art von Raubspinnen (Pisauridae), die von Forschern der Foundation den Namen Aranea horribilis verliehen bekommen hat. In der Natur kommt SCP-061-DE in entlegenen Gegenden der Alpen und der Pyrenäen vor. (Siehe Nachtrag 061-1)

Exemplare von SCP-061-DE erreichen in ihrer Normalform eine Körpergröße von 1 cm, unabhängig von ihrem Geschlecht. Sie besitzen einen weiß, schwarz und grau gemusterten Körper und jeweils 3 cm lange, dünne, rote Beine, mit denen sie sich erstaunlich schnell bewegen können. Die Fäden von SCP-061-DE besitzen eine auffallende, dunkelrote Farbe.

SCP-061-DE bevorzugt als Lebensraum felsige Bergregionen und ist mit einem speziellen Körpersekret in der Lage, Höhlen in Steine zu ätzen um darin Nester zu errichten. Diese werden dann als Ausgangspunkt für Jagdausflüge benutzt. SCP-061-DE zeigt hierbei eine Vorliebe für Marmor, vermutlich weil er sich von ihrem Sekret leicht angreifen lässt. Sobald eine Höhle geschaffen wurde, nutzt SCP-061-DE rote Fäden um den hinteren Teil rot einzufärben.

SCP-061-DE's anomale Eigenschaft zeigt sich, sobald ein Lebewesen in einem Umkreis von 3 Metern Angst vor ihm empfindet. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, nimmt SCP-061-DE's Kraft, Geschwindigkeit, Größe und Giftigkeit innerhalb von Sekundenbruchteilen proportional zur Intensität des Angstzustandes, der Größe des eingeschüchterten Organismus und der Anzahl der in Angst versetzten Organismen zu. Diese Veränderungen sind jedoch nur temporär und werden rückgängig gemacht sobald sich innerhalb von SCP-061-DE's Drei-Meter-Umkreis kein Organismus mehr befindet der Angst vor ihm hat. Es ist weiterhin scheinbar fähig zu erkennen, ob es ein Lebewesen eingeschüchtert hat. Diese Fähigkeiten scheinen sich im Laufe der Evolution herausgebildet zu haben, da sich SCP-061-DE's Jagd- und Verteidigungsstrategie im hohem Maße darauf stützen.

Befindet sich SCP-061-DE auf der Jagd, sondert es ein Pheromon ab das verschiedene wirbellose Tiere in einen Zustand der Beunruhigung versetzt. Die Liste der Tiere an denen die Wirkung bestätigt wurde beinhaltet Heuschrecken, Ameisen, Asseln, Milben, Schaben und Raupen. Zu den Tieren die gegen das Pheromon immun zu sein scheinen zählen Bienen, Wespen, Hornissen, Fliegen, Spinnen und Gottesanbeterinnen. Sobald SCP-061-DE ein Beutetier geortet hat, wird es beginnen dieses zu verfolgen bis sein Pheromon seine volle Wirkung entfaltet hat. Anschließend stürzt es sich auf sein Opfer und versetzt es dabei vollends in Panik. Dadurch aktiviert sich seine anomale Eigenschaft und ermöglicht es SCP-061-DE so, seine Beute schnell und effektiv zu erlegen. Da SCP-061-DE dabei meistens eine Größe annimmt die die seiner Beute übertrifft, kann es auch Insekten erjagen die um ein Vielfaches größer als seine Normalform sind. Bei einem Versuch mit einer Madagaskar-Fauchschabe (Gromphadorhina portentosa) wuchs das für den Test benutzte SCP-061-DE-Exemplar auf das Zehnfache seiner Größe heran. Sobald es durch seine anomale Eigenschaft im Vorteil ist, beginnt SCP-061-DE damit seine Beute mit Fäden am Boden zu fixieren bevor es sein Gift injiziert. Seine langen Beine verhindern dabei, dass das Opfer bei Gegenattacken seinen Körper trifft. Sobald die Beute gelähmt oder getötet wurde, fängt SCP-061-DE an Verdauungsenzyme zu injizieren und verzehrt sein Opfer noch vor Ort.

Sollte sich SCP-061-DE bedroht fühlen, flüchtet es zurück in sein Nest und streckt vier seiner Beine aus dem Eingang. Durch das Rot im hinteren Teil seiner Höhle wirkt es für Jäger größer und kann sie so meistens einschüchtern. Sobald es ihm dadurch gelungen ist seine anomale Fähigkeit zu aktivieren, verlässt es sein Nest wieder, vermutlich um sich Raum für weiteres Wachstum zu verschaffen. Sollte dies nicht ausreichen um seinen Gegner zu vertreiben, springt es ihn aus dem Stand an. Da dieses unerwartete Manöver die meisten Lebewesen kurzzeitig erschreckt, kann SCP-061-DE seine Gefährlichkeit noch weiter steigern und versucht so bald wie möglich sein Gift zu injizieren. Dieses wirkt in dieser Situation innerhalb von Minuten tödlich. Sollte der getötete Organismus klein genug sein um in SCP-061-DE's Beuteschema zu fallen, wird es beginnen ihn zu verzehren. Größere Organismen wie etwa Vögel oder Säugetiere werden nach dem Verenden normalerweise ignoriert, da SCP-061-DE dann wieder seine normale Größe annimmt und dadurch offenbar zu klein ist um ausreichend Verdauungsenzyme zu injizieren. Sollte es allerdings durch die Anwesenheit eines weiteren Organismus eine ausreichende Größe beibehalten, beginnt es [DATEN GELÖSCHT].

SCP-061-DE ist wie die meisten Spinnenarten territorial und kann daher nur einzeln gehalten werden. Treffen zwei Exemplare aufeinander, nutzen sie für Spinnen typische Einschüchterungstaktiken um ihre anomale Eigenschaft zu aktivieren. Die Instanz der es als erste gelingt die andere in Angst zu versetzen attackiert und tötet ihren Gegner anschließend und verzehrt ihn wie gewöhnliche Beute.

Ein ähnliches Verhalten zeigen weibliche Exemplare von SCP-061-DE während der Paarungszeit im Herbst. Sie beginnen damit Jagd auf Männchen zu machen und überwältigen sie bei der ersten sich bietenden Gelegenheit um eine Paarung zu erzwingen. Anschließend wird das Männchen getötet und verzehrt. Dann zieht sich das Weibchen in sein Nest zurück und legt zwischen 50 und 100 0,5 mm durchmessende, rote Eier in das rote Geflecht im hinteren Teil ihrer Höhle. Die Jungtiere schlüpfen nach einem Monat alle gleichzeitig und attackieren zusammen die Mutter um sie zu fressen und anschließend unter Steinen zu überwintern. Es dauert danach ungefähr einen Monat bis die Brut vollständig ausgewachsen ist.

SCP-061-DE stellt keine Gefahr für Menschen dar, solange es sich nicht bedroht fühlt. In seiner Normalform erzeugt es durch seinen Biss nur einen leichten Juckreiz, aber wenn es ihm gelingt einen Menschen zu erschrecken, endet sein Biss tödlich. Es ist weiterhin beobachtet worden, dass SCP-061-DE bei Begegnungen mit einzelnen Arachnophoben eine Körpergröße von bis zu 4 m annehmen kann und sich sehr aggressiv verhält.

Entdeckung: Die Foundation wurde auf SCP-061-DE aufmerksam, als eine Reisegruppe in der Nähe von Trenkwald, Österreich auf eine Instanz traf. In der Gruppe von 15 Personen befand sich ein Individuum das an Arachnophobie litt und dadurch SCP-061-DE's Effekt auslöste. Berichten der Überlebenden zufolge erreichte die Spinne erst eine Körpergröße von etwa 3,5 Meter, bevor auch der Rest der Reisegruppe in Panik geriet und das Exemplar dadurch [DATEN GELÖSCHT]. MTF-DE2-𝕰 "Großwildjäger" wurde losgeschickt und konnte das Exemplar terminieren bevor es Trenkwald erreichte. Anschließend wurde die Umgebung abgesucht und jedes gefundene Exemplar eingedämmt.

Nachtrag 061-1: Es wurde eine Population von SCP-061-DE in Wien entdeckt, wo sie sich in verschiedenen Marmorstatuen und Marmorsäulen eingenistet hatte. Es wird angenommen, dass alle Exemplare gefunden und ausgelöscht werden konnten. Theorien nach denen SCP-061-DE angefangen hat sich in nördlicheren Regionen auszubreiten werden momentan untersucht.

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