SCP-036-DE
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Die Nordseite von SCP-036-DE während eines Gießereignisses.

Objekt-Nr.: SCP-036-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Um SCP-036-DE herum wurde Standort-23DE errichtet um seine Überwachung und Erforschung zu ermöglichen. Mit Ausnahme der Gießhalle darf während eines Gießereignisses kein Teil von SCP-036-DE betreten werden. Alle Personen die sich beim Start eines Gießereignisses in SCP-036-DE befinden werden als verstorben betrachtet bis das Gießereignis abgeschlossen wurde. Erst danach darf ein Expeditionsteam versuchen die vermissten Personen zu extrahieren oder ihre Überreste zu bergen.

Jedes während eines Gießereignisses produzierte Material muss in den dafür vorgesehenen Gussformen aufgefangen und mit Videokameras, Dosisleistungsmessgeräten und Temperaturmesssensoren überwacht werden. Diese Überwachung ist fortzuführen bis sechs (6) h nach dem Abkühlen vergangen sind. Danach kann das Material mit der dafür vorgesehenen Transporteinrichtung in eine geeignete Lagereinrichtung zur weiteren Untersuchung transportiert werden. Standort-23DE verfügt zu diesem Zweck über eine Standardlagerhalle, eine Lagereinrichtung für radioaktive Materialien, ein Munitionslager, mehrere Paraffinölbäder und eine Foundation-Hochsicherheitslagereinheit.

Sollte sich das Material nach dem Erkalten spontan entzünden, sind die Feuer mit Metallbrandlöschpulver zu löschen. Sollten vor dem Abtransport andere gefährliche Eigenschaften festgestellt werden, muss das Material in der Gießhalle verbleiben bis eine geeignete Eindämmung ausgeführt werden kann.

Jeder Schaden der SCP-036-DE zugefügt wird muss wenn möglich repariert werden.

Beschreibung: SCP-036-DE ist ein Eisenwerk in der Nähe von █████████, ████████. SCP-036-DE wurde stark modifiziert um nicht nur die Verhüttung von Eisen, sondern auch anderen Metallen zu ermöglichen. Weiterhin ist SCP-036-DE durch diese Modifikationen in der Lage verschiedene Metallsorten zu produzieren.

Das Innere von SCP-036-DE fasst ein wesentlich größeres Volumen als ihm aufgrund seiner Größe möglich sein sollte. Es war bis jetzt unmöglich SCP-036-DE in seiner Gesamtheit sinnvoll zu kartographieren, zum einen weil die Struktur noch nicht vollständig erkundet wurde und zum anderen weil ihr innerer Aufbau nicht mit der euklidischen Geometrie vereinbar ist. Beispielsweise führen Verbindungswege zwischen einzelnen Hallen nicht in direkt nebeneinander liegende Räumlichkeiten und es ist teilweise möglich auf den Wänden und an der Decke von Hallen zu laufen ohne den Einfluss der Erdgravitation zu spüren. Insgesamt wurden bisher ███ Hallen entdeckt.

SCP-036-DE verfügt über eine Vielzahl verschiedener Öfen. Einige davon konnten als Hochöfen identifiziert werden, doch der überwiegende Anteil von ihnen wurde noch nicht vollständig ihrem jeweiligen Zweck zugeordnet. Diese Öfen sind miteinander durch Rohrsysteme verbunden und funktionieren vollautomatisch. Eine Steuerung für diese Öfen konnte bisher nicht entdeckt werden. Für weitere Informationen ziehen sie bitte Technologiereport 036-DE-TR zurate.

SCP-036-DE verfügt über eine Gießhalle mit den Abmessungen 50 m x 200 m x 45 m. Diese Gießhalle besteht aus denselben Baumaterialien wie der Rest der Einrichtung, allerdings verschwindet jede Form der Kontamination in einer ungewöhnlich kurzen Zeit, egal ob sie durch radioaktive Materialien, Giftstoffe, Krankheitserreger o.a. erzeugt wurde. Besagte Kontamination wird von den Wänden der Gießhalle außerdem vollständig abgeschirmt. Dieser Effekt bleibt bestehen solange die Gießhalle intakt bleibt und kann im Falle einer Beschädigung durch Reparieren der Schäden wiederhergestellt werden.

In der Gießhalle befindet sich ein letzter Ofen, der als SCP-036-DE-1 bezeichnet wird. SCP-036-1 besitzt eine braune Färbung und eine zylindrische Form mit einer Höhe von 40 m und einem Durchmesser von 20 m. Es scheint unzerstörbar zu sein und hat bis jetzt jeder Temperatur widerstanden die es selbst produziert hat. An seinem unteren Ende befindet sich eine Öffnung, die durch eine Metallklappe verschlossen wird. Von dieser Öffnung führt eine Gießrinne zu einem 180 m langen Laufband auf dem sich 190 Barrenformen befinden. Diese Barrenformen besitzen die Abmaße 50 cm x 80 cm x 40 cm und bestehen offenbar aus demselben Material aus dem auch SCP-036-DE aufgebaut ist, da kein Versuch der Probennahme bis jetzt erfolgreich war.

In Intervallen von 2 Wochen bis zu 3 Monaten durchläuft SCP-036-DE ein Gießereignis. Der Start des Ereignisses wird immer durch eine Alarmsirene angekündigt. Verschiedene Öfen beginnen damit sich aufzuheizen oder abzukühlen während in ihnen Metall oder Erze erscheinen. Es ist bisher nicht bekannt woher diese Materialien und Hilfsstoffe wie etwa Kohle oder Kalk stammen. Die Temperatur der meisten Öfen steigt meist auf einen Wert zwischen 1000 K und [Daten gelöscht], während die kälteste je gemessene Temperatur bei 20 K liegt. Ein Überleben innerhalb von SCP-036-DE während eines Gießereignisses ist dadurch so gut wie ausgeschlossen.

Nach einer Dauer von 16 h bis zu 5 Tagen öffnet sich die Metallklappe von SCP-036-DE-1 periodisch um ein scheinbar exakt ausgemessenes Volumen an flüssigem Metall in die Barrenform unter der Gießrinne laufen zu lassen. Das Laufband transportiert danach die nächste Gussform zum Füllen unter die Rinne. Dieser Prozess setzt sich fort bis entweder alle 190 Barrenformen gefüllt sind oder SCP-036-DE-1 geleert wurde. Im Moment wird untersucht woher SCP-036-DE die Elektrizität für seine Gießereignisse bezieht, allerdings deutet alles darauf hin, dass sich die Stromquelle im Inneren der Einrichtung befindet.

Bis jetzt konnte kein Muster erkannt werden um vorauszusagen welches Metall SCP-036-DE als nächstes produziert. Es ist anscheinend in der Lage jede Legierung und jedes Metall in Reinform herzustellen und seinen Erzeugnissen mitunter anomale Eigenschaften zu verleihen. Es wurde sogar festgestellt, dass SCP-036-DE Metalle produzieren kann die man normalerweise durch bloßes Gießen nicht erhält, wie etwa Walz- oder randgehärtete Stähle. Weiterhin kann es mit Legierungen auch nichtmetallische Elemente produzieren, solange es sich dabei um nutzbringende Legierungselemente für Metalle handelt, wie etwa Kohlenstoff und Stickstoff. Unabhängig von Bestandteilen, Bearbeitungszustand, anomalen Eigenschaften oder Schmelztemperatur wird sich jedoch jedes Metall wie geschmolzenes Eisen verhalten wenn es SCP-036-DE-1 verlässt. Sobald diese Flüssigkeit aber vollständig abgekühlt ist manifestieren sich die normalen Eigenschaften des Materials und es verhält sich auch in flüssiger Form so wie man es vom jeweiligen Material erwarten würde.

Log der bisher produzierten Metalle

Produziertes Metall Bestandteile anomale Eigenschaften Bemerkungen
Roses Metall 52% Bismut; 27% Blei; 21% Zinn Keine Wurde eingelagert.
Hartblei 91% Blei, 8,9% Antimon, 0,1% Kupfer Keine Wurde eingelagert.
Vergütungsstahl C 22 99,7% Eisen; 0,2% Kohlenstoff; 0,1% Chrom Keine Dieser Stahl war randgehärtet und damit die erste von SCP-036-DE produzierte Legierung, die sich normalerweise nicht durch bloßes Gießen herstellen lässt. Wurde eingelagert.
Silber 100% Silber Keine Wurde eingelagert.
Konstantan 56% Kupfer; 43% Nickel; 0,7% Mangan; 0,3% Eisen Beginnt bei Erreichen von Temperaturen von über 231 °C elektrische Energie zu erzeugen. Wurde eingelagert. Das Phänomen der Stromerzeugung wird momentan erforscht.
Plutonium 100% Plutonium Keine Das Material erwies sich als waffenfähig und wurde zur sicheren Verwahrung nach [zensiert] transportiert. Dies war das erste Mal, dass SCP-036-DE ein radioaktives Material produziert hat.
Rottombak 91% Kupfer; 9% Zink Keine Material besaß eine Struktur die man normalerweise nur durch Pressen erhält. Wurde eingelagert.
Unbekannt Unbekannt Unbekannt SCP-036-DE-1 gab bei diesem Gießereignis nur ca. 50 ml flüssiges Metall aus bevor sich die Anlage wieder deaktivierte. Nachdem das Metall erkaltet war brach das Laufband unter seiner Gussform zusammen und besagte Gussform drehte sich beim Herunterfallen um. Das Metall konnte nicht geborgen werden, allerdings fand man unter der Barrenform ein etwa 2 cm durchmessendes Loch im Boden. Seine genaue Tiefe konnte nicht ermittelt werden, da es nach 15 m durch nachgerutschtes Erdreich wieder zugeschüttet worden war. Es wird vermutet dass das hergestellte Metall eine extrem hohe Dichte besaß. Das Laufband wurde repariert und das Loch im Boden wurde versiegelt.
Cäsiumamalgam 65% Quecksilber; 35% Cäsium Keine Das Metall entzündete sich nach dem Abkühlen sofort mit einer hellblauen Flamme. Standortleiter Dr. Holzmann hatte mit einem solchen Fall gerechnet und daher Metallbrandlöscher und Paraffinwachs vor Ort gelagert. Zwei Mitarbeiter wurden mit Schutzausrüstung und Löschutensilien in die Gießhalle geschickt und löschten den Brand. Beide wurden danach wegen leichter Quecksilbervergiftung behandelt. Nach diesem Vorfall wurde eine automatische Löscheinrichtung installiert. Das Metall wurde eingelagert.
unbekannte Gusseisenlegierung 86,7% Eisen; 4,3% Kohlenstoff; 9% eines unbekannten Elements Das Material war weich und ließ sich stark elastisch verformen. Das Metall behielt allerdings alle anderen Eigenschaften einer Eisengusslegierung bei. Im Moment wird versucht, das unbekannte Element zu isolieren, allerdings bildet es bei jedem Versuch es vom Rest der Bestandteile zu trennen mit Eisen eine chemische Verbindung die sich bisher nicht aufspalten ließ.
Kaltarbeitswerkzeugstahl 75Cr1 98,3% Eisen; 0,71% Kohlenstoff; 0,62% Mangan; 0,37% Chrom keine Der Stahl befand sich im gewalzten Zustand. Wurde eingelagert
Gold 100% Gold Keine Transmutiert sich beim Versuch es gegen etwas anderes einzutauschen sofort zu Aluminium. Zwei Barren wurden unbemerkt von Dr. Bard entwendet. Als er versuchte diese bei ██████████ gegen Bargeld einzutauschen aktivierte sich der anomale Effekt des Materials. Die dabei freiwerdende Strahlung tötete alle Personen im Raum. Das Metall wurde eingelagert.
Invar 65% Eisen; 35% Nickel Keine Wurde eingelagert.
Unbekannt Wasserstoff; Natrium; Arsen (Anteile unbekannt) unbekannt Das Metall explodierte sofort nach dem Abkühlen und zerstörte dabei einen Teil der Gießhalle. Dabei gelangten große Mengen Arsen in die Luft. Alle Kräfte der Foundation zogen sich in die Gebäude des Standorts zurück bis die Arsenkonzentration wieder auf ein akzeptables Minimum gesunken war. Für umgebende Siedlungen und █████████ wurde eine Störfall-Warnung herausgegeben. Die Reparatur der Gießhalle und sämtlicher Technik darin wurde begonnen.
Kupfer 100% Kupfer Keine Das Gießereignis begann noch während der Reparaturarbeiten an SCP-036-DE. SCP-036-DE-1 begann nach einer Weile ohne aufzuhören flüssiges Metall auszugeben. Agent Potemkin kam schließlich auf die Idee die Barrenformen unter die Gießrinne zu transportieren und diese volllaufen zu lassen, da das Laufband noch nicht funktionsfähig war. Nachdem alle Barrenformen gefüllt worden waren stellte SCP-036-DE-1 die Ausgabe ein. Dies war das erste Mal, dass SCP-036-DE-1 deutlich mehr Material ausgegeben hat als die Barrenformen fassen können. Durch die vom Metall ausgehende Wärme erlitten 15 Mitarbeiter Hitzeschläge und/oder Verbrennungen und mussten ärztlich behandelt werden. Das erstarrte Kupfer wurde anschließend entfernt und zusammen mit dem Rest des Metalls eingelagert. Die Reparaturarbeiten an der Gießhalle und sämtlicher Technik darin wurde rechtzeitig zum nächsten Gießereignis fertiggestellt.
Vitallium 60% Kobalt; 27% Molybdän, 13% Chrom Sämtliches Personal in der Nähe des Metalls gab an, sich plötzlich gesünder zu fühlen. Keine Veränderung des Gesundheitszustands einzelner Personen wurden festgestellt. Das Metall wurde eingelagert.
Unbekannt Unbekannt, das Metall bestand aus Radium und Radon Unbekannt Sofort nach dem Abkühlen wurden extreme Mengen an radioaktiver Strahlung freigesetzt und das Metall in den Gießformen begann erneut zu glühen. Der Messbereich aller Strahlungsmessgeräte in der Gießhalle wurde überschritten, woraus folgt, dass die freigewordene Strahlung die Energiedosis von zehn (10) kGy überschritten hat. Die Strahlenkontamination breitete sich außerhalb der Gießhalle nicht aus und verschwand nach drei (3) Tagen wieder.
[Daten gelöscht] [Daten gelöscht] [Daten gelöscht] [Daten gelöscht] durch den Einsatz einer MTF schließlich neutralisiert werden. Bis auf SCP-036-DE-1 musste die Gießhalle und sämtliche Technik darin von Grund auf neu aufgebaut werden.
Zirkonium 100% Zirkonium Gibt beim Darüberstreichen verschiedene Stücke klassischer Musik von sich. Das Gießereignis fand noch während des Wiederaufbaus der Gießhalle statt. Allerdings war das Laufband als Erstes instandgesetzt worden, daher gab es keinen Zwischenfall während des Ereignisses.

"Während der letzten Monate ist mir aufgefallen, dass SCP-036-DE zunehmend gefährliche Materialien produziert. Wir sollten die Erkundung seines inneren Aufbaus vorantreiben um herauszufinden ob es so etwas wie einen Ausschalter gibt. So wie die Dinge stehen ist es nur eine Frage der Zeit bis SCP-036-DE etwas ausgibt das es vollständig von der Bildfläche fegt. Gegeben der Tatsache, dass seine inneren Dimensionen größer als seine äußeren sind mag ich mir nicht ausmalen, was danach mit der lokalen Raumzeit passiert wenn diese Eisenhüte es schafft sich selbst zu vernichten." - Dr. Holzmann, Leiter von Standort-23DE

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