Personaldatenblatt O4-12
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O4-12

Name: O4-12

Geboren am: [ZENSIERT]

Sicherheitsstufe: Stufe 4

Aufgabenbereich: Leiter von Standort-DE9, Mitglied des O4-Rates

Beschreibung: Älterer Mann mit grauem, gepflegtem Haar, breiter, schlanker Statur, trägt fast immer einen Geschäftsanzug oder in Gefahrensituationen eine Kampfmontur, beidhändrig.

Karriere: Angehöriger und später stellvertretender Leiter von Mobile Task Force DE1-𝔏 "Die Inquisition". Seit 2004 stellvertretender Leiter von Standort-DE9. Stieg 2009 zum Standortleiter auf und wurde zu O4-12 ernannt.

Biografie: Aufgewachsen in Leipzig als Sohn eines NVA-Soldaten und einer Krankenschwester, wurde mit sechs zu den Jungpionieren geschickt und wurde mit zehn Jahren Thälmann-Pionier. Ging mit vierzehn Jahren zur Freien Deutschen Jugend und wurde Teil ihrer Ordnungsgruppen. Schloss mit achtzehn Jahren sein Abitur an der Georgi-Dimitroff-Schule1, absolvierte anschließend einen dreijährigen Wehrdienst beim Wachregiment "Feliks Dzierzynski". Begann nach dem Wehrdienst mit dem Studium an der Offiziershochschule der Grenztruppen der DDR (genannt "Rosa Luxemburg") und machte dort mit sechsundzwanzig seinen Abschluss, anschließend folgte der Aufstieg bis zum Oberstleutnant bei der Militärischen Aufklärung der Nationalen Volksarmee. In dieser Zeit lernte er seine spätere Frau [ZENSIERT] kennen, zog mit ihr zusammen und zeugte ein Kind mit ihr. Das Haus, in dem die beiden lebten, stürzte jedoch anderthalb Jahre nach der Eheschließung ein und zerquetschte dabei [ZENSIERT]. Sie war zu diesem Zeitpunkt schwanger gewesen und hatte dadurch das Haus nicht rechtzeitig verlassen können. Der Grund für den Einsturz war laut öffentlichen Untersuchungen der Kollaps eines unterirdischen Hohlraums gewesen, der eine Absenkung des Bodens nach sich gezogen hatte. O4-12 heiratete nicht wieder und wurde 1991 im Zuge der Demobilisierung der NVA aus dem Dienst entlassen, aber aufgrund seiner demonstrierten Fähigkeiten von der Foundation gescoutet und nach einer ordnungsgemäßen Durchleuchtung Mobile Task Force DE1-𝔏 "Die Inquisition" zugeteilt. Stieg bis zum stellvertretenden Leiter auf und wurde aufgrund seiner herausragenden Management- und Gefahrenbewältigungsfähigkeiten 2004 als stellvertretender Leiter des im Aufbau befindlichen Standorts-DE9 von der MTF abgezogen. Stieg 2009 zum Standortleiter auf, nachdem sein Vorgesetzter während eines Eindämmungsbruchs unwiederbringlich in eine Salami-Wurst verwandelt wurde. Nahm zeitgleich nach einer 8-4-Entscheidung des O4-Rates auch dessen Posten als O4-12 im O4-Rat ein.

Persönlichkeit: O4-12 wird als kalt und unnahbar beschrieben, auch wenn er über ein extremes Schauspieltalent verfügt, um diese Charakterzüge zu überdecken. Bei Entscheidungsfindungen spielen führ ihn weder Ethik, noch Moral noch Ideologie eine Rolle, sondern lediglich Pragmatismus und das Kosten-Nutzen-Verhältnis, weswegen er in den meisten Fällen einer der Tie-Breaker im O4-Rat ist. Er wird ohne zu zögern Opfer bringen, wenn er dadurch mehr retten kann als er verlieren würde.

Stasi-Unterlagen lassen darauf schließen, dass er stark indoktriniert war und anfangs einen Groll gegenüber den westlichen Staaten hegte, was sich vor allem in seiner Vehemenz niederschlug, mit der er während seiner Zeit in MTF DE1-𝔏 verdächtige Elemente verfolgte und überführte, die aus Westdeutschland und anderen NATO-Staaten stammten. Aus diesem Grund wurde er vom damaligen O4-Rat auch als stellvertretender Leiter für Standort-DE9 ausgewählt, da sein Vorgesetzter als damaliges O4-Mitglied zwar über weit mehr als ausreichende Kompetenzen verfügte, allerdings aufgrund seiner Ideologie anfällig dafür wahr, Anträgen auf Lockerung der Eindämmung einer Anomalie nachzugeben, besonders im Falle ethisch fragwürdiger Methoden.

Im Jahre 2007 änderte sich jedoch O4-12s Fixierung und Ideologie grundlegend und resultierte in seinem heutigen Modus Operandii, nachdem ihn ein Bekannter nach Rücksprache mit dem Ethikkomitee einige Abteilung-XXV-Abschriften zukommen ließ, die über das tatsächliche Schicksal seiner Familie berichteten. Diese berichteten von einem fehlgeschlagenen Waffentest, bei dem das Ziel um mehrere Kilometer verfehlt worden war. Stattdessen wurde O4-12s Haus getroffen. Sein Augenmerk galt von da an nicht mehr nur Menschen aus NATO-Staaten sondern sämtlichen Mitarbeitern und Anomalien in Standort-DE9 und später allen größeren Unternehmungen innerhalb der deutschen Foundation.

Besonderes:

  • O4-12 hält noch immer Kontakt zu MTF DE1-𝔏, in Kombination mit seiner Tendenz, sich über so viele dokumentierte Foundationaktivitäten wie möglich in Kenntnis zu setzen, weiß er meist mehr über die Vorgänge innerhalb der Foundation als die anderen O4s
  • Er verlässt Standort-DE9 nur in Notfällen oder zu Noteinberufungen des O4-Rates
  • Gerüchten zufolge lässt er Personen mit Verbindungen zum Anomalen in der Foundation arbeiten, angeblich, um zu verhindern, dass sie "woanders arbeiten".

Dokumente:

Ein Gutes Mädchen, Teil 2
Ein Gutes Mädchen, Teil 3
Einrichtungsdossier Standort-DE9
SCP-150-DE
SCP-171-DE
SCP-193-DE
SCP-201-DE

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