nichts

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Sie stand einfach nur da.




Eingeschlossen in perfekter Dunkelheit.




In perfekter Stille.




Nichts, das sie berührte. Nichts, das sie sah.



……………



Wie konnte ein so perfektes Nichts überhaupt existieren?


Sie wollte sprechen.

Rufen.

Schreien.


Doch nichts geschah.



…………………………



Konnte sie es nicht hören? Oder konnte sie nicht sprechen?




Es machte keinen Unterschied.




Stand sie?

Oder saß sie?

Liegend?


Egal.




Keine Schmerzen.


Kein Licht.


Kein Körper.


Keine Zeit.



……………………………………



Wie misst man Zeit in perfekter, allumfassender Dunkelheit?

In einschnürender Stille?

Ohne Umgebung, ohne Selbst?



Sie bestand nur aus Gedanken.


Doch sie entstanden und verschwanden alle gleichzeitig.



Sie hatte keine Panik.


Ruhe in sich.

Ruhe in allem.

Außer Ruhe existiert nichts.


Pure Akzeptanz.

Hilflos. Aber friedlich.



Nichts ist wichtig.

Was kommt - was geht - es passiert ohne sie.


Sie ist eine Hülle.
Eine Hülle, geschaffen aus dem Nichts, gefüllt mit weniger als Leere.


Wo ist sie?

Existierte sie schon vor dieser Dunkelheit?

Ist sie tot?



Warum hat sie Schmerzen?

Hatte sie die schon immer? Werden sie schlimmer?



………………………………………………



Nichts, was sie dagegen tun könnte.




Vielleicht ist sie schon zusammengebrochen.


Auf die Knie.


War sie da nicht schon immer?




Kauernd.
Für immer.

Seit Anbeginn der Zeit.



Schlimme Schmerzen. Kaum erträglich.



Fühlt sich so der Tod an?
Ist sie nicht schon längst tot?








Sekunden danach gleitet ihr das Foto aus der Hand und nur einen Augenblick später stürzt ihr lebloser Körper zu Boden.

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