Mondaufgang
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Es gibt einen Raum unter einem Berg im hohen Norden, wo ein Mann gegen eine Ecke gedrückt steht. Irgendetwas dreht sich in der Mitte dieses Raums, etwas Dunkles. Er schreit den Namen seiner Tochter heraus, bevor sein Körper von der Wand in die Dunkelheit gezogen wird. Es gibt eine Explosion und der Raum stürzt ein.


Jahre zuvor liegt der Mann gebrochen in einer Gasse, die Feuerleiter, von der gefallen war, schallte immer noch von dem Aufprall. Zentimeter von seiner Reichweite entfernt sieht ihn ein kleines Mädchen mit Entsetzen in ihren Augen an, als sich ihr etwas nähert, das sich langsam auf sie zu bewegt, mit ausgestreckter Hand und Flüssigkeit, die aus seinen leeren Augen austritt nähert. Der Mann greift nach dem Mädchen, doch sein Körper versagt. Er muss dasitzen und zusehen, wie der verrottete Körper eines Dings, das mal ein Mann gewesen sein könnte, das kleine Mädchen in Stücke reißt. Sie schreit, bis das Ding ihr Gesicht entfernt und dann verschwinden sie.


Es ist 1979. Ein Eindämmungsbruch ereignet sich, in dem ein niedrigrangiger Realitätsbeuger verwickelt ist, der zuvor drei Menschen in einem Auto getötet hat, indem er ihre Lungen mit flüssigem Quecksilber füllte, weil sie ihn während eines Staus nicht passieren ließen. Der Realitätsbeuger wird von Dr. Calvin desmond angeschossen und getötet, der, wie eine spätere Untersuchung ergeben wird, sich selbst verteidigte, als ihn die Entität angriff. Es wurden jedoch keine Überwachungsaufnahmen über den Vorfall gefunden, und obwohl sich der Vorfall mehrere Stockwerke höher ereignete, schien die Eindämmunszelle der Entität von außen aufgebrochen worden zu sein.

Die Untersuchung entlastet Dr. Desmet, der zur Arbeit zurückkehrt.


Ein Mann verweilt für einen Moment am Rande der Dunkelheit. Sein Körper ist gebrochen und seine Augen brennen. Er sieht das Gesicht eines kleinen Mädchens, ihre Augen Bluten und ihre Harre werden in das schwarze Maul eine Leiche mit toten Augen gezogen. Er schreit ihren Namen, macht aber kein Geräusch. Die Vision verblasst und plötzlich sieht er unendlich viele kleine Mädchen – manche von ihnen sterben aber viele leben noch, werden alt und müssen nie dabei zusehen, wie sie von einem Monster verzehrt wird, während ihr Vater zuschaut und nichts anderes als weinen kann.

Er sieht das Monster, das Ding mit den toten Augen, und verfolgt eine Linie zwischen der Welt, die er verlassen hat und einer anderen Welt: einer Welt aus Schmutz, Zersetzung und Tod. Wenn auch nur für einen Augenblick sieht er den Faden zwischen den beiden; eine glühende Faser, die sie zusammenzieht. Er schaut an diesem Faden vorbei und sieht andere, Hunderttausende, Millionen, Billionen, eine Zahl, die sich ins Unendliche ausdehnt und die er auf einmal erfasst, und dann folgt er ihnen nach unten, zurück hinunter zu seiner Welt.

Vor seinem geistigen Auge zerschneidet er die Fäden.


Jahre später sieht der Mann die Fäden wieder, wenn auch nicht jetzt aus den Augen eines Mendschen, dier in die Dunkelheit stürzt; stattdessen sieht er sie aus den Augen eines gezackten Messers.

In dem Moment bevor er zurück in den Käfig gezerrt wird greift er nicht nur nach den Fäden, sondern nach den Spulen, aus denen sie entstanden sind. Mit einer geschickten Bewegung zieht er über sie herüber, zerteilt sie und leert ihren Inhalt in das Nichts unter ihm. Die Fäden verschwinden. Er lächelt.


Am Nächsten morgen kam eine Notiz aus SCP-1322. Die Übersetzte Nachricht war simpel: „WAS HABT IHR GETAN?“

Die Kosten dessen, was sie getan hatten, wurden sofort offensichtlich. Hunderte Standorte, groß und klein, berichteten alle von Entführungen wertvoller Artefakte und Entitäten. Tatsächlich berichteten so viele, dass der Zentralcomputer der Foundation feststellte, dass sie einen Überlegenheitswechsel erfuhren und begann damit Vorkehrungen zu treffen, die Aufzeichnungen in einen Tiefspeicher zu verschieben. Der Befehl wurde schnell vom Überwachungskommando zurückgenommen, der später eine einzige Textzeile als Bestätigung des Geschehens herausgab.

Die Foundation erfährt derzeit unerwartete Realitätsveränderungen. Keine Panik.

Das half jedoch wenig, um die Ängste derer zu nehmen, die beobachtet hatten, wie lebende anomale Entitäten unter dem Gewicht von etwas Unvorstellbarem in winzig kleine Punkte zerdrückt wurden, bevor sie alle verschwanden. Vielleicht noch schlimmer waren jene dran, die zusahen, wie ihre Kollegen das selbe erlebten. Hunderte meldeten sich bei den Krankenstationen auf der ganzen Welt. Dutzende waren tot – verschwanden, als ob sie an einer Schnur an einen anderen Ort gezogen wurden.

Die Nachrichten an diesem Morgen waren ungestört, bis auf ein paar Storys, die jemanden mit Kenntnissen interessieren könnten. Es gab eine Explosion in einer Chemiefabrik in der Nähe von Istanbul, obwohl Ermittler vor Ort nichts außer ein verbranntes Fundament, ein paar umgestürzte Sattelschlepper und ein Banner auf dem „Dr. Wondertainment Inc: 1.000.000 sichere Arbeitsstunden!“ stand. Milliardär Skitter Marshall hatte mit einem großen Ausverkauf seiner Bestände begonnen und damit eine Panik auf den ostasiatischen Geldmärkten ausgelöst. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hatte den plötzlichen und tragischen Tod eines langjährigen Generalsekretärs D.C. Al Fine verkündet, der ums Leben kam, als ihr Privatflugzeug über dem Nordatlantik heruntergekommen war.

Lokale und nationale Nachrichten auf der ganzen Welt wurden von diesen und anderen Storys übersät, aber neben ein paar seltsamen Vorfällen und dem ungewöhnlichen Verschwinden von Personen schien niemand etwas davon zu bemerken.


Es ist Stunden früher. Um einen Tisch sitzen dreizehn Personen. Eine von ihnen legt den Kopf in ihre Hand.

„Das bedeutet immer noch das Ende so vieler Leben. Es- es sind zu viele, um sie übrehaupt zu begreifen. Eine Zahl ohne Grenzwert.“

Eine andere Stimme antwortet: „Eine Zahl ohne uns.“

Stille

Und dann eine andere: „Wir haben uns verpflichtet, die Normalität zu erhalten und unsere Welt zu schützen. Diese Welt. Die Angelegenheiten anderer Welten sind ihre eigenen. Wir würden erwarten, dass jeder andere Aufsichtsrat genau so handeln würde – im Interesse seines Universums. Das, all das, die Wissenschaft, der Militarismus, alles. All das, um ein einziges, unerreichbares Ziel zu erreichen. Haltet die Monster versteckt. Jetzt stellen wir fest, dass auch das nicht ausreichen könnte. Dass das Ende aller Tage für uns sowieso kommt. Aber uns wurde eine Option gegeben: Wenn wir nichts tun, wird jedes Universum schreiend sterben. Wenn wir diese Maßnahme ergreifen, wird jedes Universum schreiend sterben außer unserem. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Alles, wofür wir gekämpft haben, jeder, der starb, um unsere Welt zu schützen, wird anerkannt. Ist es das Ende unserer Reise nicht wert? Ist es das, uns vor dem Weltuntergang zu schützen, nicht wert?“

O5-9 schüttelt ihren Kopf. „Ihr seid verrückt. Ihr seid alle verrückt. Ihr habt den Verstand verloren. Ihr wisst nichts über diese Entität, nichts über das, wozu es fähig ist oder was es will. Und ihr seid bereit, die einzige Kiste zu öffnen, die wir gefunden haben, um es hineinzutun? Was ist mit euch passiert?“

Sie steht auf. „Ihr seid gute Menschen. Intelligente Menschen. Einige der besten Männer und Frauen, die ich je gekannt habe. Aber das ist Wahnsinn. Ich kann nicht zulassen, dass das passiert. Auch wenn wir irgendwie überleben, dass wir ein unberechenbares … Monster … freigelassen haben, erinnern wir uns daran, dass heute der Tag ist, an dem wir unsere Mission aufgegeben haben. Wir sichern und wir dämmen ein. Beides kommt zuerst. Wir haben nun alles für den schwachen Hoffnungsschimmer riskiert, dass wir irgendwie das Letzte schafften, und ich fürchte, dass es uns verdammt haben wird.“

Sie pausiert. “Warum vertrauen Sie ihm, Bramimond? Nach allem, was wir erreicht haben, warum riskieren Sie dafür alles?“

Es kommt ein raschelndes Geräusch aus einer dunklen Ecke des Raums. O5-1 spricht, doch etwas ist seltsam an seiner Stimme.

„Ich kannte Calvin Desmet vor vielen Jahren. In einem anderen Leben. Er wurde nicht von der Foundation rekrutiert – er kam freiwillig. Er war Teil eines Teams, das von der Insurgency beauftragt wurde, um Versuche mit neuer Technologie zu machen, die sie zu dieser Zeit entwickelten. Doch er hatte eine junge Tochter, die von [SCP-106| SCP-106] getötet wurde, als es seine Eindämmung während einer Verlegung im Jahr 1975 brach, lange bevor wir zweckmäßige Sicherheitsmaßnahmen für es entwickelt hatten und … danach hat er uns aufgesucht. Er hat nie viel davon gesprochen, aber man merkte es. Wenn er da drin ist und er einen Weg gefunden hat, jede Spur des Anomalen aus unserem Universum zu entfernen, egal was es kostet, würde er es tun. Ich kann es in seiner Stimme hören.“

O5-9 spuckt. „In einem anderen Leben wart ihr vielleicht vernünftig. Das ist inakzeptabel.“

Das Rascheln hört auf. Aus der dunklen Ecke sackt ein Mann nach vorne auf den Boden. Seine Kehle wurde aufgeschlitzt. Er ist O5-1. Alle anderen reagieren mit einem Ruck. O5-3 dreht sich um und zieht eine Waffe.

„Wer-„ sagt er, wird aber unterbrochen als eine andere Gestalt aus dem Schatten auftaucht. Es ist O5-1. Er zittert und sein Gesicht ist voller Tränen. Ein Arm scheint zerquetscht zu sein.

„Es tut mir leid“, sagt der Mann mit zitternder Stimme. „Es tut mir leid. Es sagte, dass wenn ich hierherkäme, wie ich euch gesagt habe, es mein Leben verschonen würde. Es würde-„

Ein Schuss ertönt quer durch die Kammer. Rauch schwebt aus dem Lauf einer Waffe in der Hand von O5-3. Zentimeter von O5-1’s Gesicht entfernt hängt eine Kugel in der Luft. Der Raum darum scheint seltsam verzerrt zu sein. In Sekunden kollabiert es in einen Punkt und verschwindet. O5-1 dreht sich zu O5-3, sein Gesicht durch Angst verzerrt.

„Seht ihr es nicht?“ Seine Worte sind voller Panik. „Kapiert ihr es nicht? Ihr habt ihn nicht eingedämmt – ihr habt nur das unausweichliche aufgeschoben. Er sagte mir, das meine Welt- meine Welt verschont werden würde, dass sie verschont wird, wenn ich nur alle überzeugen-„

„Lügner!“ O5-9 schreit durch den Raum und zieht eine Waffe. Ein weiterer Schuss ertönt und sie sinkt über ihren Schreibtisch und umklammert ihren Hals. O5-3 richtet seine Waffe auf sie, aber er starrt O5-1 an. Seine Augen sind weit aufgerissen.

„Vertraust du ihm“

O5-1 lächelt, aber hinter dem Lächeln ist Schrecken. „Nein. Er vor nichts Halt machen, bis er erreicht, was er will. Er hat Macht, wie ich es noch nie erlebt habe, aber er- er ist immer noch eine Person. Da ist etwas in ihm, dass immer noch denkt. Er sagte- er versprach, versprach, dass er uns verschonen würde.“ Er schluckt schwer. „Ich will nicht sterben.“

O5-1 dreht sich zu den anderen um. „Ich schlage eine Abstimmung vor. Die Nutzung der SCP-001-Entität, um das Ende der Welt abzuwehren. Sind alle dafür?“

Für einen Moment herrscht Stille. Dann sprechen acht Stimmen zusammen: „Ja.“

O5-1 nickt. „Wer dagegen?“

Vier Stimmen, darunter eine, die von Blut erstickt ist, antworten zusammen. „Nein.“

O5-3 steht auf. Er geht um die Kammer herum und bleibt an drei Schreibtischen stehen. Jedes Mal, wenn er anhält, gibt es einen Schuss. Drei Körper schlagen auf den Boden auf. Er bleibt bei einem vierten stehen, an dem O5-3 gegen ihren Stuhl gelehnt sitzt, eine Waffe in ihrer Hand. Für einen Moment schließen sich ihre Augen.

"Whatever comes next," he says, his voice catching, "it's no longer your battle to fight."
„Was auch immer als nächstes kommt“, sagt er mit erstickter Stimme, „es ist nicht mehr dein Kampf.“

"Verschone mich."

Mit einer geschickten Bewegung zieht sie ihre Waffe unter ihrem Kinn hervor und drückt auf den Abzug. Der Stuhl hinter ihr wird mit Blut bespritzt, als ihr Bewusstsein ausgelöscht wird. O5-3 bleibt unbeweglich über ihr stehen.

O5-1 spricht: " O5-13 enthält sich. Die Maßnahme wird genehmigt."

Der Rest steht auf und verlässt den Raum. O5-1 ist Vorletzter und O5-3 verweilt einen Moment länger. Fünf Leichen sind der stille Beleg ihres Widerstands. Der Raum wird dunkel. Waffenrauch hängt in der Luft.


Danach. O5-3 steht vor dem zerbrochenen Glas der Beobachtungsplattform. Unter ihm ist eine Maschine, die wütend brummt, währen sie sich um eine neblige Wolke aus Dunkelheit dreht. Hinter ihm ist ein Blutfleck, wo O5-1 gewesen war, Augenblicke bevor es ihn nicht mehr gab. Die Struktur um ihn herrum knarrt und stöhnt und kleine Bäche von Wasser aus dem Fluss über ihnen sickert aus den Wänden.

Er spricht, ohne wegzuschauen: „Netzach. Cannst du mich hören?“

Eine tiefe, elektronische Stimme antwortet: „Ja.“

„Du bist nicht mit einer Art Persönlichkeitsmodul ausgestattet, oder?“

„Das bin ich nicht.“

Er seufzt. Der Rest des Personals wurde evakuiert. Er war als einziger übrig. Der Rest der Aufseher war geflohen, sich im Untergrund vergraben oder sind durch extradimensionale Portale gefolohen und, zumindest in einem Fall, sich selbst getötet. Gesellschaft wäre schön gewesen.

„Wie lang können wir die Eindämmung von SCP-001 unter den derzeitigen Bedingungen aufrechterhalten?“

Netzach antwortet sofort: „Unter den derzeitigen Bedingungen werde ich in der Lage sein, die Stabilität des Pietrykau-Fontainearrays für einhundert und neunzehn Tage, sechs Stunden und siebenundvierzich Minuten aufrecht zu erhalten. Danach wird das Array nicht länger die strukturelle Unversehrtheit haben, um SCP-001 einzudämmen.“

O5-3 reibt seine Stirn. „Wie hoch ist mit den Informationen, die du über SCP-001 gesammelt hast, deiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Sicherheits-Eindämmunsprotokolle SCP-001 neutralisieren können?“

Netzach hält inne. „Mit den Informationen, die während der Eindämmung von SCP-001 gesammelt wurden, ist sicher, dass SCP-001 von derzeitigen Fehlerquellen nicht abgeschreckt wird.“

„Ganz viele tolle Neuigkeiten heute, Netzach.“ O5-3 setzt sich gegen ein Geländer. „Du musst mir irgendwas geben.“

„Ich kann keine ausreichend psychologisch nützliche Antwort geben.“

O5-3 winkt träge mit der Hand. „Ja, das weiß ich. Aber du kannst Probleme lösen, richtig? Du bist ein Problemlösungsroboter. Was würdest du an meiner Stelle tun?“

Netzach hält wieder inne und andwortet nicht sofort. O5-3 bemerkt, dass die Lichter über ihm schwächer werden und irgendwo weit weg kann er ein tiefes, dröhnendes Geräüsch hören, das lauter wird. Nach einem Augenblick hört es auf. Netzach spricht.

„Alle Versuche, SCP-001 durch brachiale Gewalt oder Standard-Eindämmungsmaßnahmen einzudämmen, ohne das Pietrykau-Fontaine-Array aufrecht zu erhalten, werden fehlschlagen. SCP-001 hat durch Methoden, die diesem System derzeit unbekannt sind, sich selbst mit einem fundalen Kern des Realitätsaufbaus verschmolzen. Es kann physisch nicht geschädigt oder beeinträchtigt werden, da jede solche Kraft, die sich ihm entgegenstellt, die gleichen Kräfte erfordert, mit denen SCP-001 jetzt verbunden ist. SCP-001 wird die Eindämmung brechen, obald das Pietrykau-Fontaine-Array versagt.“

Netzach hält ein zweites Mal inne.

„Jedoch“, fährt es fort, „scheint SCP-001 ein empfindungsfähiges, intelligentes Wesen zu sein, das wahrscheinlich durch den Tod von Dr. Calvin Desmet während eines Unfalls in dieser Einrichtung im Jahr 1982 entstand. Während empfindungsfähige, intelligente Wesen oft unvorhersehbar und im Allgemeinen nicht kompromissbereit sind, war Diplomatie in der Vergangenheit ein wirksames Mittel, um Lücken zwischen Wesen mit unterschiedlichen Zielen und Motivationen zu schließen.“

O5-3 lacht auf. „Du willst, dass ich mit ihm rede? Das ist meine beste Option?“

„Ja.“

O5-3 steht auf, immer noch lachend. „Du warst die Forschungsgelder wert, Netzach. Ehrlich, allein dieser Kommentar war jeden Cent wert.“ Er greift sich seinen Mantel. „Wie wär’s damit: Du beobachtest Dr. Desmet und ich werde mir einen Drink besorgen. Und wenn ich zurückkomme, werde ich runtergehen und mit dem Dunkelkörper reden. Es wird mit ziemlicher Sicherheit unseren Tod bedeuten, aber es war sowieso nur eine Frage der Zeit, nicht wahr?“

Er bewegt sich auf die Tür zu, zögert aber. „Weißt du, ich habe über diese Nacht in der Ratskammer nachgedacht. Über die, in die ich eine Kugel abgefeuert habe. Eine Art Glücksfall für sie, oder?“ Er lacht wieder, aber diesmal leiser. „Als ich der Foundation beitrat, sagte mir jemand, ich solle so lang ich kann ein Atheist bleiben, weil ich so viele Götter sehen werde und sie alle etwas verkaufen wollen, doch keiner von ihnen wird das große Geschäft sein. Sie sagten, dass ich den einzig wahren Gott erkennen werde, sobald ich ihn sehe und ich diesem Gott alles geben soll, was er möchte, denn das ist alles, was zählt.“

Er geht weiter. „In dieser Nacht sah ich Gott. In dieser Nacht wollte Gott, dass ich O5-9 erschieße, und wie es scheint, möchte Gott heute Abend mit mir sprechen. Also halte die Stellung, und ich bin gleich zurück, um mit ihm zu sprechen. Ist das für dich in Ordnung?“

Netzach leiert eine Antwort herunter: „Ich kann keine ausreichend psychologisch nützliche Antwort geben.“

O5-3 lächelt, als er zur Tür hinausgeht. „Das habe ich mir gedacht.“

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