Historisches Dokument H1158AUE-9

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Archiv für historische Dokumentationen über Anomalien

Dokumentgruppe: Tagebücher des Kreuzritters Neidhardt von der Aue
Dokument Nr.: H1158AUE-9
Kommentar: Dies ist ein Ausschnitt aus den Tagebüchern des Kreuzritters Neidhardt von der Aue, welcher 1158, im Auftrag des Bistums Freising, Gerüchten über einen Teufel nachging, der mehrere Dörfer heimsuchen würde. Hier dargestellt wird ein Transkript aus dem Althochdeutschen.

Schriftart: Fraktur | Antiqua | Serif



Der Herrgott hielt gewiss seine Hand zum Schutze über mich, denn heut habe ich gleich mehrere dieser Teufel erschlagen und kam nur knapp mit dem Leben davon. In der Früh, noch vor dem ersten Hahnenschrei, schrie die Tochter des Schusters, die meist sehr früh erwacht, so laut, dass das ganze Dorf auf die Beine kam, und ich lief schleunigst zu ihr. Die Schlafstätte ihres Vaters war leer und kalt, die Laken lagen auf dem Boden, etwas Blut klebte am Bett und an der Türe, und im Schnee führten Spuren zum Wald. Sie selbst hatte bei den Ziegen geschlafen, doch ihr Vater bestand darauf, stets im Haus in der Kammer zu bleiben. Die Mutter war schon vor Jahren im Kindbett gestorben.

Die Spuren waren von etwas Schnee bedeckt und schlecht zu erkennen. Da es aufgehört hatte zu schneien, musste die Spur einige Stunden alt sein. Zweie führten zum Haus, das etwas abseits vom Dorf stand, es war einst von einem Schinder erbaut worden, dreie zurück zum Wald. Eine war deutlich die eines Menschen, aber die anderen waren rund und glichen Hufen, wie die von Ziegen oder Schafen. Ich musste erst an einen Satyr denken, da die Leute doch von Teufeln mit langen Hörnern sprachen, die nachts das Vieh raubten. Doch Satyrn schlichen sich nicht an die Betten der Menschen, um diese fortzuführen, erst recht nicht zu zweit, sondern allenfalls, um Unzucht zu treiben, und sie rauben kein Vieh. Die Leute sagen, dass die hier ganz mit langem Fell bedeckt sind. Doch sei‘s drum, gleich ob Teufel, Satyr oder anderes, ich beschloss dem sogleich nachzustellen.

Ich aß schnell eine kleine Mahlzeit, rüstete mich zur Jagd, bat den Pfarrer um Segen, betete zur heiligen Jungfrau und ging in den Wald. In dem Laub, das den harten Boden bedeckte, waren Fußspuren zu erkennen, die wohl von dem Mann herrührten, denn sie wirkten teils wie Schleifspuren, oder wie von einem Handgemenge. Von den Hufen war im Laub kaum eine Spur zu sehen, doch ich fand immer wieder lichte Stellen, an denen deutliche Abdrücke wie von einem großen Ziegenfuß zu erkennen waren. Ich musste eine ganze Weile suchen, denn ich verlor die Fährte immer wieder, doch fand ich stets abgeknickte Zweige, Fuß- oder Hufspuren, oder Fell in den Bäumen und Gestrüppen. Es war, als habe die Jungfrau mir den Weg gewiesen.

Die Spur führte mich gegen Mittag zu einem Felsvorsprung, unter dem ich ein großes Tier mit schwarzem Fell und langen Hörnern liegen sah, das dort schlief. Ich blieb mucksmäuschenstill und hörte doch nichts als sein leises Schnarchen. Ich stand bereits gut, hinter einem Gestrüpp, legte meinen Spieß bereit und zückte den Bogen und Pfeile, sendete ein kurzes Gebet an die heilige Jungfrau und bat den heiligen Hubertus um einen sicheren Schuss. Ich schoss dem Untier einen Pfeil genau zwischen die Rippen, und es jaulte, sprang auf und war so erschrocken und verwirrt, dass ich einen zweiten Pfeil in seinen Oberschenkel setzen konnte, ehe es mich gewahrte. Bei ihm war ein kleineres Tier, wohl sein Spross, der sich wie ein Zicklein meckernd hinter ihm hielt und sich verbarg. Die Bestie war gar schrecklich anzusehen, ärger noch als der Nachzehrer, den ich einst erschlug. Größer als ein Mann, über und über mit schwarzem, langem Fell bedeckt, mit einer grässlichen Menschenfratze und gewaltigen Bockshörnern, Reißzähnen und spitzen, langen Ohren. Ich riss meinen Spieß hoch, stürmte los und vermochte es, diesen dem Ungetüm in die Rippen zu stoßen. Zwar griff es danach, und wollte ihn mir entreißen, doch ich konnte erneut zustoßen. Doch wehrte es meinen Stoß ab, schleuderte den Spieß davon und vermochte mich zu packen und mir mit seinen langen, dünnen Klauen arge Kratzer zuzufügen, ich konnte mich aber aus seinem Griff winden und zurückspringen. Es blutete stark und schien bereits geschwächt. Also erhob ich mein Schwert und blieb auf Abstand, um es noch etwas bluten zu lassen, bevor ich ihm für den tödlichen Hieb näherkommen würde. Es schob immer wieder sein blökendes Junges hinter sich und schien mich mit Drohgebärden vertreiben zu wollen, doch abermals sprang ich vor und hieb ihm mein Schwert in den Hals, sodass es sterbend zusammenbrach. Das Junge blökte vor Angst, und auch ihm hieb ich sogleich mein Schwert in den Bauch und stieß es ihm ins Herz.

Ich untersuchte die Lagerstätte. Dort fand ich den Schuster noch lebend unter Zweigen liegen, doch mit weit aufgerissenen Augen und brabbelnd. Den rechten Arm hatten sie ganz abgerissen und die Wunde mit Feuer verödet. Welch Grauen er bei diesen Bestien erlebt haben mag. Ich fand nahe einer Feuerstelle abgenagte Menschenknochen. Diese Ungeheuer müssen von ihm gegessen und ihn aufbewahrt haben, um sich länger von ihm nähren zu können. Ich fand auch Knochen von Tieren. Und einiges Arbeitsgerät, das sie geraubt haben müssen, fand ich auch dort. Mehrere Hacken und Schaufeln zum Beispiel, an denen Blut klebte. Als hätten sie diese zur Jagd benutzt. Oder um den armen Schuster zu verstümmeln. Ich untersuchte schnell die Ungetüme. Es waren gewiss keine Satyrn, Gebiss, Hörner, und Fell waren gänzlich anders. Dies hier war ein Weibchen, und ihre Weiblichkeit hatte mehr mit der einer Ziege gemein als mit einem Menschen, wie es doch bei Satyrn üblich ist. Es war auch keine Habergeiß, denn die haben immer Pferdefüße und Ziegenköpfe. In ihrem Leib jedoch fand ich ein weiteres Junges, das ich mit dem Dolch durchbohrte, obschon es ohnehin sterben würde. Ich wollte den Kopf einer der Bestien mitnehmen, um ihn dem Bischof vorzuführen, damit er sagen konnte, ob es ein Teufel, eine Tier Gottes, oder ein Ungeheuer der Vorzeit war. Doch der Schuster tat sich schwer im Laufen und war kaum bei Sinnen, und im Schnee und Unterholz würde ich keinen zusätzlichen Ballast brauchen können.

Ich brauchte, trotz dass ich den von sinnenen Schuster führen musste, deutlich weniger Zeit, um in das Dorf zurückzukehren, als ich annahm. Zwar waren alle erschrocken darüber, wie der Schuster zugerichtet war, doch waren auch alle heilfroh, dass er noch lebt, und die Schusterstochter bot mir an, mich für meine Hilfe in ihrem Haus unterkommen zu lassen, meine Wunden zu versorgen und mich zu beköstigen, bis ich abreisen würde. Was ich trotz dessen, dass mich von einem unverheirateten Mädel pflegen zu lassen nicht gerade anständig war, gerne annahm, denn in dem Gasthaus des Dorfes schnarchte jemand äußerst laut, und der Eintopf war fade und wässrig.

Der Schuster erkannte seine Tochter, und nachdem er gegessen, getrunken und sich aufgewärmt hatte, schien er weniger benommen, und er schien Gesagtes zu verstehen, aber klare Antworten geben konnte er noch nicht. Ich hätte gern erfahren, warum er nicht um Hilfe gerufen hatte, als sie ihn verschleppten, doch seine Tochter vermutet, dass er sich opfern und niemanden gefährden wollte, das habe zu ihm gepasst. Der Pfarrer kam, besprengte den Schuster und die Türe mit Weihwasser, sprach mit uns ein Dankgebet und segnete den Schuster, mich und das Haus.

Gegen Abend begann er zu reden, wenn auch es kaum Sinn ergab was er sagte, und er erwähnte immerzu die Drei. Uns war erst nicht klar, was er damit meinte, und auch als er begann von drei Teufeln zu reden, waren wir ratlos, hatte ich doch nur Zweie dort vorgefunden. Erst in der Nacht offenbarte sich der Fehler, den ich begangen hatte, der leicht das meine und die Leben der anderen hätte kosten können. Es schneite stark, und der Schnee dämpfte die Geräusche draußen, sodass das Haus wie einsam dastand, obwohl es nur ein Stück vor dem Dorf lag. Ich las, auf Bitten der Tochter, Psalme aus meiner Bibel vor. Der Klang des Lateinischen und die Worte unseres Herrn Jesus Christus würden bei der Genesung ihres Vaters gewiss helfen, sagte sie. Es beruhigte ihn auch etwas, doch dann begann der Hund des Nachbarn zu bellen, und von draußen ertönte ein tiefes Blöken. Schreck fuhr in unsere Glieder, und ich sah vorsichtig aus dem Fenster, aber dort war nichts zu sehen, außer schwarzer, mond- und sternenloser Nacht, und frisch gefallenem Schnee. Und auch als ich mit dem Spieß in der Hand vor die Tür trat und das Haus umrundete, sah und hörte ich nichts Verdächtiges. Das Dorf war weiß von frischem Schnee, und in einigen Stuben brannte noch Licht, einige hatten bereits die Lichter gelöscht oder die Fenster dicht verschlossen. Oberhalb des Dorfes thronte drohend und finster der Wald, und ich meinte für einen Moment, eine Bewegung am Waldrand auszumachen, doch ich sah nichts weiter und ging wieder hinein. Ich hatte sie ja alle getötet, ihre Köpfe weit vom Körper fortgeworfen und ihnen Eisenstücke auf die Brust gelegt, sodass sie nicht aufstehen und Rache suchen könnten, sollten es Wiedergänger sein. Ich hoffte, dass bloß eine der Ziegen seltsam geblökt hatte, beruhigte Schuster und Tochter und setzte meine Lesung fort.

Kurz darauf jedoch blökte es erneut, diesmal vor der Haustür, und die die Ziegen begannen zu meckern. Als ich die Türe aufriss, den Spieß zum Stoß bereit, fand ich nur Spuren großer Ziegenhufe vor, die zum Haus hin, um es herum und wieder fortführten. Ich wurde sofort meines Fehlers gewahr, den ich gemacht hatte. Ich hatte mich gewundert, wie das Junge so große Spuren hatte hinterlassen können, doch nun war klar, dass es wohl dreie dieser Ungetüme waren und das Junge im Bau geblieben war, als sie den Schuster holten und das Dritte nun auf Rache aus war. Ich zog schnell meine Brünne über und ließ mir von der Schusterstochter in meine Rüstung helfen, als knirschende Schritte im Schnee zu hören waren, die das Haus umkreisten. Es rüttelte an der Tür, sodass mir das Herz in die Hose rutschte, der Schuster sich vor Angst stumm bebend hinter dem Ofen verkroch und die Tochter vor Schreck kreischte, doch dann war es wieder still. Ich riss einen Fensterladen auf, den Spieß zum Stoß erhoben, und sah vor dem weißen Schnee etwas entfernt vom Haus, eine finstere, große Gestalt, mit langen Hörnern. Sie hielt im Gang inne, dann drehte sie sich mir zu und stürmte auf das Fenster los. Der Schreck ließ mich zurückweichen und es rammte mit einem lauten Krachen seine Hörner gegen den Fensterrahmen und lugte mit seiner entsetzlichen, im Kerzenlicht verzerrt erkennbaren Fratze hinein. Es baute sich vor dem Fenster auf, und man konnte sehen, dass es sich scheinbar mit Knochen und Ästen eine Rüstung in das graubraune Fell geflochten hatte, außerdem hatte es sein Fell, seine Hände und sein scheußliches, aschfahles Gesicht mit Blut beschmiert. Ich sprang vor und stieß nach ihm, doch war ich wohl nicht ganz bei der Sache, denn es packte den Spieß, riss ihn mir aus der Hand und lief mit ihm wieder auf Abstand. Dort, ein Stück die Wiese hinauf, baute es sich mit dem Spieß auf, wie ein Krieger der Hölle, reckte den Hals und stieß ein schauerliches, blökendes Brüllen aus, das einem durch Mark und Bein ging.

Ich rüstete mich schnell fertig, hängte ein eisernes Kreuz um meinen Hals, ein Trollkreuz an meinen Gürtel, zusammen mit einem Beutelchen mit Salz. Da ich nun meines Spießes beraubt war, griff ich zum langen Schwert und Schild. Als ich meinen Helm aufsetzen und hinausgehen wollte, flehte des Schusters Tochter mich an, im Haus zu bleiben, meine Wunden zu schonen, und bis zum Tage zu warten, um den Unhold mit den Anderen zu stellen, denn jeder im Dorf konnte sich mit Spieß, Forke, Axt oder Hacke bewaffnen. Aber es war nun mein Schicksal, mich diesem Teufel zu stellen. Es war zu schlau, um mich davonkommen zu lassen, und würde sich gewiss an den braven Leuten des Dorfes vergehen, würde ich den Kampf scheuen. Ich durfte nicht weichen, und ich durfte nicht fallen. Nicht ohne dieses Scheusal dabei niederzustrecken. Ich schwor, die Bestie zu bezwingen oder bei dem Versuch zu sterben und das alles Flehen mich nicht zurückhalten würde. Ich sprach zu Gott, Jesus Christus und der Jungfrau Maria, bat um Schutz und darum, meine Hand zu führen und trat hinaus.

Es meckerte spottend, als ich mich näherte. Es konnte keine Kampferfahrung haben, seine Größe, Kraft, und sein furchterregendes Aussehen waren gewiss seine einzigen Stärken gegenüber mir, so dachte ich. Doch es führte den Spieß recht geschickt und versuchte, als ich auf Reichweite kam, nach meinen Beinen zu stechen, doch glitt der Stoß an meinem Beinpanzer ab und ich konnte vorspringen, geriet jedoch zu nah für einen Schwerthieb und stieß ihm meinen Schild in die abscheuliche Fratze. Es taumelte zurück, und ich holte mit dem Schwert aus und hieb ihm in den Bauch. Ich zerhieb dabei seine Rüstung aus Ästen und Knochen und schlug eine tiefe Wunde. Doch tat es ein starkes Ziehen in meiner Seite, wo ich selbst bereits verwundet war von dem Kampf am Mittag, und ich konnte nicht zum tödlichen Stoß ansetzen. Es fing sich, zwar eine deutliche Blutspur im Schnee hinterlassend, doch richtete es sich stolz auf und griff den Spieß an der Spitze und schlug mit dem Stiel nach mir, wie mit einem langen Knüppel. Ich war völlig überrascht und konnte den Hieb nur knapp mit dem Schild abwehren, sodass er dennoch meinen Helm traf und ich etwas zur Seite taumelte. Es nutzte dies, um umzugreifen, und es stieß erneut nach mir, und ich konnte zwar auch diesen Angriff ablenken, aber es streifte meine Seite, riss mit der Spitze meine Brünne ein Stück auf und traf meine alte Wunde, die nun erneut aufbrach. Trotz des Schmerzes vermochte ich es, mich am Riemen zu reißen, sprang vor und stieß mein Schwert in seine Leiste. Es jaulte auf, ich riss mein Schwert heraus und hieb nach seinem Hals, doch es machte eine Bewegung, und ich traf seinen Oberarm, aber mein Hieb war so stark, und die Wunde so tief, dass es den Arm sinken und den Spieß fallen ließ. Ich wollte erneut zuschlagen, doch es beugte sich vor, holte Schwung und rammte mich mit seinen Hörnern, sodass es mich zurückstieß und zu Boden schleuderte. Seine Hörner waren nach hinten gedreht und oben stumpf, sonst hätte es mich gewiss aufgespießt.

Mir brannte die Brust von dem Aufprall und das Atmen schmerzte. Dadurch und durch die Wunde an meiner Seite, vermochte ich nicht aufzustehen, und da war die Bestie auch schon über mir, ließ sich auf die Knie über mich sinken. Es griff nach meinem Helm und versuchte, ihn von meinem Kopf zu ziehen. Es kam mit seinem grässlichen Gesicht nahe an meinen Helm und bleckte die Reißzähne. Sein Odem stank nach fauligem Fleisch, dass es mir fast den Atem raubte. Ich wusste zuerst weder aus noch ein, und schlug mit Fäusten in seine Seiten. Es schnaubte vor Schmerz und fuhr zusammen, als ich meine Faust in seine Wunde stieß. Wie von göttlicher Hand geleitet, zog ich unwillkürlich meinen Dolch und stieß ihn in den Hals der Bestie, während ich meine andere Hand in seine Seite bohrte. Es riss die Augen auf und brüllte, hieb mit seinem verbliebenen Arm nach meinem Helm, doch erschlaffte zusehends und kippte dann sterbend zur Seite.

Als ich versuchte aufzustehen, zog es wieder in meiner Brust, sodass es mir schwindelte, und ich musste liegen bleiben. Ich sah in den Himmel hinauf, in den fallenden Schnee und beobachtete meinen zu Nebel gefrierenden Atem, und bevor ich daran denken konnte wie lange ich wohl in der Kälte liegen bleiben würde, stürmte die Schusterstochter auch schon herbei, nahm mir den Helm ab und bettete mein Haupt in ihrem Schoß, ehe sie um Hilfe rief, bis Leute aus dem Dorf, noch im Nachtgewand, herbeieilten, um mich auf eine Trage zu hieven und ins Haus zu bringen. Ich verbrachte noch einige Zeit im Dorf, im Haus des Schusters, der nun, da diese Unholde tot waren, wieder zu Sinnen kam und zum Dank meine Stiefel neu besohlte und mir eine neue Tasche machte, was mit Hilfe seiner Tochter auch mit nur einem Arm recht gut gelang. Ich ließ einige Männer des Dorfes in der Kirche auf die Bibel schwören, dass sie zu dem, was sie sehen würden, zu niemandem ein Sterbenswörtchen sagen würden und hieß sie, den Unterschlupf niederzureißen, die Leichen der Bestien zu zerteilen und dort zu verbrennen, nicht ohne das Haupt des Männchens abzutrennen, und im Schnee zu gefrieren, damit ich es mitnehmen könne. Das gestohlene Werkzeug ließ ich sie dem Vogt geben, der es den Besitzern zurückgab, oder verkaufte, wenn sich niemand fand, dem es gehörte. Die Schusterstochter flocht mir ein kleines farbiges Band als Andenken, und ich konnte nach zwei Wochen zurück zum Bischoff reiten, um Bericht zu erstatten, und das Haupt der Bestie zur Untersuchung abzugeben.

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