Erkundungsprotokoll 455
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Erste Erkundung
Team 3

Erkundungsprotokoll von SCP-455

Erste Erkundung

Berichte über das Verschwinden einer Bergungsoperation die sich mit SCP-445 beschäftigte, führte zu dessen Einstufung in unserer Datenbank. Ein fünfköpfiges Forschungsteam wurde geschickt, um den Status von zivilen Forschern zu bestätigen. Dieses Team bestand aus zwei Feldanalytikern und drei Mann Sicherheitspersonal. Aufgrund der zunächst als gering angesehene Gefahrenstufe, die einem aufgelaufenen Frachter beigemessen wurde, wurde kein ständiger Kontakt mit diesem Team aufrecht erhalten. Das Team hatte den Befehl, alle 24 Stunden Kontakt mit dem zugeteilten HQ aufzunehmen. Nach drei Tagen ereignisloser Aktivität versäumte es das Team, Bericht zu erstatten, und nach zwei Tagen ohne Kontaktaufnahme wurde ein weiteres Team geschickt, um die fehlende Kontaktaufnahme zu untersuchen. Dieses sekundäre Team bestand aus zehn Agenten, ausgestattet mit Standardausrüstung für die Konfrontation humanoider Aggressoren.

Durch eine Untersuchung der näheren Umgebung von SCP-455 wurde das Feldlager des ersten Forschungsteams gefunden; in einem Zustand, der auf eine geplante, baldige Rückkehr hinzudeuten schien. Ein Reiskocher, der mehrere Tage eingeschaltet war, enthielt verbrannte Nahrungsmittel. Forschungslaptops waren noch immer eingeschaltet, angetrieben vom mobilen Generator des Feldlagers. Eine Analyse der Berichte auf einem der Laptops deutete auf ein minimales Ausmaß bemerkenswerter Aktivität in der Umgebung oder direkt ausgehend von SCP-455 hin, bis zu dem Datum, an dem die Kontaktaufnahme versäumt wurde. Der letzte Eintrag erwähnt menschliche Stimmen, die aus SCP-455 kamen, und dass das Team aufbrach, um nach möglichen Überlebenden der Bergungsoperation zu suchen.

Nachdem es vom Status des Camps berichtete, wurde Team 2 angewiesen, ständigen Funkkontakt mit dem HQ zu halten. Es folgt ein gekürztes Protokoll dessen, was während Team 2's Suche nach Team 1 innerhalb von SCP-455 über Funk aufgezeichnet wurde.

HQ hier T2L, bitte bestätigen..

T2L hier HQ, wir hören Sie laut und deutlich, over.

Verstanden HQ, wir sind jetzt an Deck des Schiffs. Die Sonne scheint noch, wir können in den Frachtraum sehen, aber nicht sehr weit. Taschenlampen helfen auch nicht viel. Wir werden uns nicht direkt in den Frachtraum abseilen, sondern die Treppen zum Mannschaftsdeck benutzen und von dort eindringen, um nicht voneinander getrennt zu werden. Ist das akzeptabel, HQ, over?

Roger T2L, gehen sie von hier an nach eigenem Ermessen vor. Wir haben schon seit Tagen keinen Kontakt mehr mit Team 1 gehabt, ein paar Minuten mehr werden auch keinen umbringen. Gehen sie schnell, aber vorsichtig vor.

<Irrelevante Aufzeichnungen gelöscht>

HQ, hier T2L, wir haben hier eine Anomalie, over.

T2L, hier HQ, wie ist die Situation?

Wir sind momentan auf dem dritten Deck des Schiffs, sir, aber wir haben etwa eine halbe Stunde gebraucht, um so weit runter zu kommen. Irgendetwas stimmt nicht mit den Abständen zwischen den Decks, wenn wir zehn Minuten brauchen um ein Deck zu passieren.

Verstanden T2L, wir empfehlen, dass ein Teammitglied an Deck geht, und dann wieder zurückkehrt; informieren Sie uns dann über die benötigte Zeit, over.

<Irrelevante Aufzeichnungen gelöscht>

T2L hier, wir haben wie empfohlen einen Scout raufgeschickt, und er ist nach vier Minuten zurückgekehrt. Habe ihn zweimal raufsprinten lassen, zwei Minuten. Wir alle haben 30 Minuten zum runterkommen gestoppt, und wir haben die Zeit des Scouts ebenfalls gestoppt. Hier gibt es eindeutig Widersprüche.

Vorgehen wie geplant T2L, Zeitstörungen wurden festgestellt, aber wir sehen keinen Grund, deshalb die Mission abzubrechen. Bitte seien Sie vorsichtig wenn diese Störungen auftreten und nehmen Sie sofort Kontakt auf wenn Sie den Verdacht haben, dass einer stattfindet, damit wir die Zeit seit letztem Kontakt bestätigen können. Sollten Sie keine Antwort empfangen, dann seien sie äußerst vorsichtig.

… … … .

T2L bestätigen?

… … … .

T2L?

… … … .

Scheiße.

<Irrelevante Aufzeichnungen gelöscht>

HQ, hier T2L, bitte bestätigen?

Verdammte Scheiße, wo waren Sie, T2L?

Ähm…wir… wir haben eben erst gesprochen, sir.

Wann? Wie lange ist das her?!

S…Sir! Drei…Dreißig Sekunden? Vielleicht fünfzig? Leute? Ja, weniger als eine Minute.

T2L, ich verständige sie hiermit, dass wir seit sechzehn Stunden keinen Kontakt mehr mit Ihnen hatten, plus minus, over.

S…Sir? Das kann nicht stimmen, Sie haben gerade noch…

Hören Sie, ich weiß nicht was für eine Scheiße da drin vorgeht, aber ich sage Ihnen jetzt, was ich will, dass Sie machen. Sie gehen zum Ende dieser verdammten Treppen, Sie suchen den Frachtraum, Sie erstatten Bericht sobald Sie dort ankommen, und dann verschwinden Sie von dort. Habe ich mich deutlich ausgedrückt?

Sir, ja Sir! Out!

<Irrelevante Aufzeichnungen gelöscht>

Sir, wir scheinen nun am Boden des Schiffs zu sein, fünf Decks tief, nach unserer Zählung, Standard für ein Frachtschiff dieser Größe. Wir nähern uns dem Frachtraum und…

…T2L, hier HQ… und?

Etwas ist … seltsam … an der Tür, Sir.

Details, T2L. Definieren Sie seltsam.

Nun, sie ist unberührt, Sir. Der Rest des Schiffs ist ein Drecksloch, aber diese Tür sieht aus, als ob sie gerade erst aus der Metalpresse gekommen wäre.

Verstanden T2L, gehen sie mit absoluter Vorsicht vor, Waffen bereithalten.

Sir ja Sir! Öffnen jetzt die Tür. *im Hintergrund kann man das Geräusch eines öffnenden Schließmechanismus hören* Wir sehen jetzt in den Frachtraum, Sir, und rücken vor.

Für den Moment Stille wahren, T2L, konzentrieren Sie sich auf die Durchsuchung des Raums, damit Sie schnell wieder da raus können.

*im Hintergrund hört man die Geräusche einer zuknallenden Metalltür und eines Schließmechanismus, der abgeschlossen wird*

Zur Hölle, hast du da zugemacht? (Leiser) Nein, Sir! Es ist von selbst zugegangen. (T2L) Was zur Hölle… Wir scheinen für den Moment eingesperrt zu sein, HQ, aber wir können Tageslicht über uns sehen, also können wir uns dort wahrscheinlich… Was ist das? HQ, es scheinen Leute hier unten bei uns zu sein, schätzungsweise fünfzehn oder so, in der Ecke zusammengedrängt. Sie sehen verletzt aus, wir nähern uns Ihnen.

… …

Hey, da ist Don. Don! Mann! Wach auf! Wach… oh… oh scheiße. HQ, kommen, HQ, kommen, kommen.

T2L, hier HQ, was ist los?

Wir haben den Bergugstrupp und das erste Team gefunden, sie sind hier und … Ich weiß nicht ob sie noch leben oder nicht aber sie sind—

T2L? Sie sind was, T2L? Kommen!

…Moment, wo ist Ramses hin? Er war genau… Daniel! Vincent?! Was zur verf… HQ kommen, wir haben gerade drei … nein vier, vier Männer verloren.

T2L, was meinen Sie mit verloren? Ich habe kein Waffenfeuer gehört.

Sie sind einfach weg, Sir, sie waren hinter uns und haben unsere Flanke gedeckt und sind jetzt einfach WEG. … Spencer? Was … jemand soll Spencer anleuchten… Wo ist er hin? Verdammte Scheiße…

T2L, was geht da drin vor sich?

HQ, wir scheinen vier Männer verloren zu haben, sie waren direkt hinter uns und jetzt sind sie weg.

(unbekanntes Geräusch, ähnlich wie schleifendes Metall)

T2L?! T2L antworten Sie! Antworten Sie?! Wo zur Hölle sind sie jetzt—

HQ?! KOMMEN, HQ?!
T2L wir sind hier, bitte bestätigen.

Oh scheiße oh scheiße oh scheiße die antworten, Leute HQ antwortet! HQ hier ist Baker und ich bin hier mit Jensen und Thomas von Team 2, losgeschickt um…

Baker, wir wissen, mit wem Sie da drin sind, wir haben vor zehn Sekunden mit T2L geredet, wo ist—

H..HQ, wir haben seit zwei Wochen nichts von Ihnen gehört. Wir haben keine Rationen mehr, allerdings haben wir in einem der Mannschaftsquartiere was zu essen gefunden. T2L ist tot, seit wir im Frachtraum waren. Er … er wollte die Leute im Frachtraum untersuchen, und als er sich ihnen näherte, öffnete sich eine Klappe an der Rückseite des Raumes, machte ordentlich Krach. Wir alle haben dorthin gesehen, dann wieder zu T2L und … er war weg, er und diese Leute in der Ecke, einfach weg. Wir haben das Schiff durchsucht, von oben bis unten, oben bis unten, aber wir haben ihn nie gefunden…

Sind Sie zur Oberfläche zurückgekehrt, um Vorräte zu holen, Baker? Das Schiff sollte fünf Decks haben, höch—

Wir… wir haben nie daran gedacht. Dieses Schiff hat mindestens 30 Decks, HQ, mindestens! Aber wir haben ein Mannschaftsquartier mit Essen gefunden und wir…

Baker, unser erstes Team hat berichtet, dass das Schiff seit mindestens dreißig Jahren auf Grund liegt, wenn nicht länger. Welche Nahrung haben Sie da gefunden, die noch essbar ist?

…..

Baker?

…Dreißig Jahre?

Baker, hören Sie genau zu. Ich will dass Sie, und wer auch immer noch übrig ist, sofort rauf an Deck gehen. Wir schicken ein Rettungsteam los um—

(waffenfeuer)
(waffenfeuer)
BAKER?!
(waffenfeuer)

..BAKER?! Kommen! Was geht da drin verdammt noch mal vor?

Ein drittes Team, bestehend aus schwer bewaffneten Kundschaftern, wurde zum Standort von SCP-455 geschickt, und untersuchte den Frachtraum mithilfe von Leuchtfackeln und Hochleistungstaschenlampen vom Deck aus. Im Frachtraum konnten weder Spuren von Leben, noch davon, dass dort je etwas Lebendiges gewesen wäre, entdeckt werden. Berichte sprechen von einer schätzungsweise drei Zentimeter dicken Schicht aus Staub und Rost, basierend auf den Staubwolken, die auftraten, als Leuchtfackeln in den Frachtraum geworfen wurden. Team Drei wurde zurückgerufen und ein Hochprioritäts-Forschungsteam zu SCP-455 geschickt, um genaue Untersuchungen über das Schicksal der drei vermissten Gruppen anzustellen.

Team 3
Nach dem Ausfall der ersten beiden Teams, die zu SCP-455 geschickt wurden, wurde ein drittes Team zusammengestellt und losgeschickt. Dieses Team bestand aus erfahrenem Personal mit wesentlich größerer Erfahrung beim Erkunden oder Untersuchen von ungewöhnlichen oder gefährlichen Standorten. Dieses Team bestand aus fünf Personen und enthielt zusätzlich noch einen Techniker, der ständig außerhalb von SCP-455 bleiben und die Kommunikation mit dem Team aufrechterhalten sollte. Team 3 wurde nicht darüber informiert, dass ein viertes Team, Codename 'Ripcord', welches ebenfalls aus fünf Mitgliedern bestand, etwa sechzehn Kilometer entfernt bereit gehalten wurde. Zweck dieses Teams war es, eine Notfallevakuierung von Team 3 durchzuführen, falls nötig. Sie sollten sich augenblicklich zum Standort von SCP-455 begeben, sobald Team 3 SCP-455 betreten hatte, um die Reaktionszeit zu vermindern.

Die Team 3 zugeteilte Ausrüstung enthielt zwei Videoaufzeichnungsgeräte, eines wurde dem Teamleiter, T3L, zugeteilt; das Andere einem Videospezialisten, T3V. Dies wurde wegen der Zeitsprünge, die während der von Team 2 durchgeführten Untersuchung festgestellt wurden, als notwendig erachtet. T3V wurde instruiert, SCP-455 direkt durch den Frachtladebereich zu betreten und wurde durch einen an Deck befindlichen Flaschenzug gesichert.

HQ: T3L, hier HQ, wir sind online und empfangen die Videoübertragung.

T3L: Roger HQ, hier T3L. Wir bereiten uns darauf vor, das Schiff über die Treppen zu betreten. Evans befindet sich beim Frachtladebereich in Position.

HQ: Verstanden. Durch beide Eingänge vorrücken und sich im Frachtraum mit Evans treffen. T3V nimmt seinen Abstieg auf, sowohl die Flutlichter im Frachtraum als auch an Deck funktonieren.

Die Hauptgruppe von Team 3 drang über die Treppen in SCP-455 ein, während die Sekundäreinheit in den Frachtraum, in dem Team 2 verschwunden war, hinuntergelassen wurde. Die Videoübetragung der Hauptgruppe endete nach drei Minuten innerhalb von SCP-455. Die Sekundäreinheit hatte keinerleit Schwierigkeiten und wartete im Frachtraum, unter der Beobachtung von T3V, der aufzeichnete, wie Evans fünf Minuten lang im Kreis ging, einen kurzen Tanz aufführte, und zur Kamera hochwinkte. HQ zog es in Betracht, T3V zu schicken, um die Treppen zu untersuchen, aber es wurde beschlossen, dass die volle Aufmerksamkeit Evans gelten sollte, der sich im Inneren von SCP-455 befand und keinerlei ungewöhnliche Aktivität bemerkte. Als Bedenken laut wurden, ob die Mission fortgesetzt werden sollte; wurde die Videoübertragung von T3L wieder empfangen.

HQ: T3L, sofort antworten, over. Wir hatten die Übertragung verloren, was ist passiert?

T3L: HQ?! HQ MELDEN! VERDAMMT… Sie sind da… oh Gott… T… T3L hier… Wir haben zwei Männer verloen… Irgendwie ist der Rest von uns noch am Leben… Dieser Ort ist… ist…

HQ: T3L, wie viel Zeit ist für ihre Einheit vergangen?

T3L: Z…Zeit? Zehn Stunden, Sir. Wir sind vor zehn Stunden hier runtergkommen und…

HQ: Beruhigen Sie sich, T3L. Befinden Sie sich im Moment an einem sicheren Ort?

T3L: Ja, wir… wir sind in diesem Raum sicher… scheint eine Art Lebensmittellager zu sein…

HQ: Fassen Sie NICHTS in diesem Raum an, T3L, und hören Sie mir genau zu. Die Mission hat vor fünf Minuten begonnen. Evans ist im Frachtraum… scheinbar tanzt er gerade den Makarena… hören Sie, ich will, dass Sie diesen Raum nicht verlassen und mir genau erklären, was passiert ist. Essen Sie nichts aus diesem Raum. Atmen Sie durch, sichern Sie den Eingang, und reden Sie mit mir.

T3L erklärte, dass seine Einheit zwanzig Decks passiert hatte, obwohl Taucher festgestellt hatten, dass das Schiff von der Hülle ausgehend unmöglich mehr als sechs Decks haben kann. Während dieser Zeit bekam T3V die Anordnung, Evans aus dem Frachtraum hochzuziehen.

T3L: Okay… okay… beruhigen… beruhigen… okay… HQ. Okay… Wir sind die Treppen hinuntergegangen, ganz normal. Nichts schien ungewöhnlich zu sein, bis wir bemerkten, dass wir an wesentlich mehr Decks vorbeigekommen waren, als nötig sein sollten, um den Boden des Schiffes zu erreichen. Wir haben Erik nach oben geschickt, um unsere Schritte zurückzuverfolgen, aber er konnte nur zwei Decks weit gehen. Meiner Zählung nach waren wir mindestens fünzehn Decks tief gegangen. Es war keine Luke zum Deck mehr da, die Treppen gingen bis an die Decke. Wir konnten jedes Wort von Erik ohne Funk hören. Er sagte dann, dass die Luke zu diesem Deck offen war und er jemanden sah, der sich gegen eine Wand lehnte. Die Person war garantiert in Hörweite, hatte aber nicht auf uns reagiert…

HQ: Nur weiter, T3L.

T3L: Also… Erik… er ging durch die Luke, um herauszufinden, wer diese Person ist… sie hatte sich nicht bewegt, keine Feindesligkeit gezeigt, und laut Erik sah sie nicht mal in unsere Richtung, als würden wir für sie nicht existieren. Plötzlich hörten wir Waffenfeuer, also lief das ganze Team die zwei Decks hoch und, wie er gesagt hatte, endeten die Treppen an der Decke, und die Deckluke war offen. Niemand war in dieser Halle, nicht eine Seele. Kein Erik, keine zweite Person. Keine Patronenhülsen. Nichts… als die Wände…

HQ: Die Wände?

T3L: Die Wände waren… falsch, verschwommen, als ob man sie durch ein Gasleck hindurch sehen würde. Sie waren wallend und fließend, einfach falsch. Ich schloss die Luke. Ich, ich weiß nicht, warum ich nicht rein bin, um Erik zu suchen aber ich… es fühlte sich an, als könnte ich einfach nicht. Ich habe ihn sofort als verloren abgeschrieben. Ich würde da weder da reingehen, noch einen meiner Männer reinschicken.

HQ: Verstanden, T3L. Fahren Sie fort.

T3L: Der Rest meiner Einheit ging wieder die Treppen hinunter. Wir konnten nicht raufgehen, und in diese Halle auch nicht. Alle anderen Decks waren versperrt. Wir gingen vielleicht… zehn Decks tiefer… dann begannen die Treppen, sich zu verändern. Sie waren davor aus solidem Metall, wie Aluminium, aber jetzt waren Löcher in den Stufen, und das Metall sah teilweise verrostet aus, alt. Wie der Rest des Schiffs. Bis dahin hatte alles ziemlich sauber ausgesehen, mir kam nicht einmal der Gedanke, dass die sauberen Teile seltsamer waren als die alten Teile…

T3L: Wir fanden hier unten ein Lebensmittellager, scheint alles noch essbar zu sein, aber wir haben nichts davon angefasst… ich habe die Protokolle von Team 2 gelesen. Ich habe einen Mann raus in den Korridor geschickt, um dieses Deck zu erkunden. Am anderen Ende scheinen sich einige Leitern zu befinden, aber dieses ganze Deck besteht aus Lebensmittellagern… es macht eigentlich keinen Sinn, dass es hier so viele dieser Räume gibt. Ich spreche von mehr als zwanzig davon alleine auf diesem Deck, und die sind alle so groß, dass zehn Leute mehr als genug Platz in jedem davon haben. Ein paar sind abgeschlossen… ist vermutlich besser so.

HQ: Und die Leitern?

T3L: Wir sind noch nicht runter. Wollten zuerst sehen, ob wir Kontakt mit jemanden von draußen bekommen.

HQ: RUNTER? Die Leitern führen RUNTER? Was zur Hölle geht… okay… heilige Scheiße. Hören Sie, ich will keinen von Ihnen in Gefahr bringen, aber wir müssen einen Weg für Sie finden, um da raus zu kommen. Wenn Sie nicht nach oben, sondern nur nach unten können, dann schicken Sie nur einen Mann. T3V und Evans sind oben und völlig okay. Wir schicken Taucher zur Außenhülle des Schiffs, um zu sehen, ob wir ihre Position mithilfe von Wärmebild bestimmen können.

T3L: Verstanden, Sir.

Kontakt mit T3L brach nach dieser Transmission ab und blieb für zwölf Stunden unterbrochen. Taucher außerhalb von SCP-455 konnten das Schiffswrack nicht effektiv mit Wärmebildkameras durchsuchen, da das Schiff eine wesentlich größere Temperatur abgibt als das umgebende Wasser. Bei Sonnenaufgang wurde T3V und Evans befohlen, zu SCP-455 zurückzukehren und das Schiff vom Frachtraum ausgehend zu durchsuchen. Nachdem die Flutlichter im Frachtraum eingeschaltet wurden, wurden alle vermissten Mitglieder von Team 3 im Inneren entdeckt, in augenscheinlich katatonischem Zustand; abgesehen von Teammitglied Erik, dieser blieb unauffindbar. Alle anderen Mitglieder blieben in katatonischem Zustand, bis sie vom Schiff weggebracht und etwa eine Stunde lang nicht berührt wurden. Alle erinnern sich daran, die Leitern hinabgestiegen zu sein, die in der letzten Transmission erwähnt wurden, aber an nichts mehr nach diesem Punkt, was erklären würde, warum sie sich im Frachtraum befanden. Die Erforschung durch Team 3 wurde beendet, und die Erkundung durch Roboter wird nun als brauchbare Option angesehen.

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