Ereignisprotokoll #128
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Ereignisprotokoll #128

Vorwort: In diesem Protokoll ist der Verlauf der versuchten Invasion durch SKP-128-1, auch bekannt als die Antihuman Fraktion, dokumentiert. Der Vorfall ereignete sich am ██.██.20██ um 18:09 in Sondereinrichtung-34. Diese wurde zu diesem Zeitpunkt zur sicheren Verwahrung strategisch wertvoller Paranormalien eingesetzt, von denen während des Angriffs glücklicherweise keine zerstört oder verloren wurde.

Es folgt die Wiedergabe aller als relevant angesehenen Ereignisse.

Ort: Lagerhalle 12

Vorwort: Lagerhalle 12 liegt im zweiten Untergeschoss von Sondereinrichtung-34 und stand zum damaligen Zeitpunkt leer. Die Halle hat die Abmaße 100 m x 70 m x 10 m und kann nur über ein großes Tor betreten und verschlossen werden, welches wie alle Durchgänge in Sondereinrichtung-34 im Falle von gasbasierten Angriffen hermetisch verschlossen werden kann.

Die Überwachungskameras im Raum registrieren eine Lichtquelle in der Mitte der Halle, rund 2 m über dem Boden. Diese gibt ein violettes Licht ab und beginnt sich innerhalb von 20 Sekunden zu vergrößern, bis sie die Form einer Scheibe abgenommen hat, die fast den Boden berührt, einen Durchmesser von 4 m besitzt und quer zur Längsachse von Lagerhalle 12 ausgerichtet ist. Dieses Ereignis wird von den zuständigen Wachleuten bemerkt, welche sofort Alarm schlagen.

Die Reaktionskräfte der Sondereinrichtung positionieren sich vor Lagerhalle 12, während die Scheibe im Inneren allmählich an Leuchtkraft verliert und auf seiner Oberfläche einen Raum zu zeigen beginnt, der Lagerhalle 12 gleicht, allerdings weißgestrichene Wände enthält. Nachdem das Phänomen in den darauffolgenden 5 Minuten inaktiv bleibt, wird den Reaktionskräften der Befehl erteilt Lagerhalle 12 zu betreten und die Anomalie zu untersuchen. Gefreiter Hügel nähert sich ihr als Erster und streckt vorsichtig die Hand nach dessen Oberfläche aus, durch die sie einfach hindurchgleitet. Nachdem er versuchsweise in die Anomalie eintritt und unversehrt wieder aus ihr herauskommt gilt es als bestätigt, dass sich hier ein Portal geöffnet hat. Der Sicherheitschef von Sondereinrichtung-34, Hauptmann Ziegler, sowie Dr. Waldmann, der Leiter der Sondereinrichtung, betreten wenig später Lagerhalle 12.

Dr. Waldmann: Wissen wir schon wie dieses Portal hier aufgetaucht ist? Eigentlich bräuchte man doch einen interrealen Sender und einen Realitätsmanipulator für sowas, und wie SKP-035 sieht mir das nicht gerade aus.

Hauptmann Ziegler: Laut dem was unsere Jungs herausgefunden haben, scheint sich auf der anderen Seite ein Generator zu befinden der dieses Portal erzeugt. Ich habe den Forschern gesagt, dass sie die Konstruktion mit der Datenbank abgleichen sollen, aber bis jetzt gab es noch keine Übereinstimmung.

Dr. Waldmann: Hm, meinen Sie das könnte eine Paranormalie der Foundation aus R-3378 sein? Wieso ist noch nichts passiert?

Hauptmann Ziegler: Soweit wir wissen ist der Raum auf der anderen Seite bis auf die Maschine komplett leer und verschlossen. Vielleicht handelt es sich hier um etwas, das von der Foundation eingedämmt wurde und sich nun ohne Zutun aktiviert hat. Allerdings können wir das erst mit Sicherheit bestätigen wenn wir das Gebiet auf der anderen Seite erkundet haben. Gut möglich, dass das hier gar keine Einrichtung der Foundation und vielleicht sogar ein völlig anderes Universum ist. Würde erklären wieso wir noch keinen Besuch bekommen haben.

Dr. Waldmann: Was auch immer es ist, es stellt ein Sicherheitsrisiko dar und ist doch gleichzeitig vielleicht ein Weg des Großdeutsche Reich noch größer zu machen. Kontaktieren sie K5, die werden darüber Bescheid wissen wollen.

Hauptmann Ziegler: Jawohl.

Als der K5-Rat in Kenntnis gesetzt worden war, wird unter der Annahme, dass es sich hierbei um einen Zugang zu Realität R-3378 handelt, innerhalb der nächsten zwei Stunden Dr. Steinbrech, Spezialist für interuniverselle Phänomene, und MEK 6-𝔇 "Das Aufgebot" zur Sondereinrichtung-34 beordert während sich weitere MEKs marschbereit machen um später hinzuzustoßen. Das Portal bleibt derweil inaktiv und auf der anderen Seite ist keine Bewegung feststellbar. Trotzdem werden mobile Barrikaden in Lagerhalle 12 transportiert und halbkreisförmig um die Anomalie herum aufgebaut. Mikrodrohnen werden entsandt um die andere Realität zu erkunden, können allerdings den Raum auf der anderen Seite des Portals nicht verlassen, da dieser hermetisch versiegelt ist. Allerdings wird festgestellt, dass er dieselben Dimensionen wie Lagerhalle 12 besitzt. Nach der Ankunft von MEK 6-𝔇 und Dr. Steinbrech wird der Raum von 30 Soldaten gesichert während Dr. Steinbrech eine erste Untersuchung der Maschine vornimmt die später als SKP-128 klassifiziert werden sollte. Untersuchungen mit Sonar und anderen durchdringenden, bildgebenden Verfahren werden durchgeführt um die Situation außerhalb des Raumes zu erfassen. Es werden bipedale Entitäten registriert, die sich außerhalb der Halle bewegen, allerdings lässt ihr Verhalten darauf schließen, dass die Ankunft des Trupps unbemerkt geblieben ist. An den Wänden des Raumes werden zur selben Zeit Ventile bemerkt, die offenbar nachträglich installiert wurden und scheinbar darauf ausgelegt sind Gas in den Raum zu pumpen. Um einem eventuellen Angriff mit Kampfgasen vorzubeugen werden die Ventile mit schnell härtendem Bauschaum versiegelt.

Nachdem der Raum gesichert wurde, werden weitere 20 Soldaten in den Raum beordert um mit dem restlichen 30 und dem ebenfalls eintretenden Leutnant Seifert einen ersten Stoßtrupp zu bilden. Weitere zehn Soldaten werden zum Schutz von Dr. Steinbrech abgestellt. Eine Sendeeinheit wird an SKP-128 abgestellt um eine Kommunikation mit dem Heimatuniversum sicherzustellen.

Ton- und Videoaufnahmen der Körperkameras des Stoßtrupps

Dr. Steinbrech: Es ist ein wirklich erstaunliches Gerät. In meiner ganzen Laufbahn habe ich noch nie etwas so ausgeklügeltes gesehen. Dabei ist es so einfach! Durch den sechseckigen Aufbau kann der Hume-Flux-

Leutnant Seifert: Ist ja gut, Dr. Steinbrech, heben Sie sich Ihr Technikkauderwelsch für die Jungs im Labor auf.

Dr. Steinbrech: Ja, Sie haben ja Recht… aber es ist ein so faszinierendes Gerät. Wer hat es gebaut, und warum wurde es aktiviert?

Leutnant Seifert: Was das "Wer" angeht, habe ich eine Vermutung… Irgendwelche Fortschritte am Tor, Feldwebel Beck?

Feldwebel Beck: Leutnant Seifert, das Tor ist verstärkt, vermutlich um ordentlich hermetisch zu schließen. Wenn wir da durch wollen, werden wir es aufsprengen müssen.

Leutnant Seifert: Dann ist das so. Veranlassen Sie alles Nötige. Stellen Sie außerdem fünfzehn Mann ab, die nach der Sprengung wenn nötig Deckungsfeuer geben, falls uns hinter der Tür irgendwas erwartet das wir nicht haben kommen sehe-

Leutnant Seifert wird an diesem Punkt von einer computergeneriert klingenden Stimme unterbrochen, die von der Decke der Halle zu kommen scheint. Am wahrgenommenen Austrittspunkt ist allerdings keine Geräuschquelle zu erkennen.

Unbekannte Entität: Wirklich? Ist das für Menschen normales Verhalten? In anderer Leute Häuser eindringen und ihre Türen in die Luft jagen?

Alle Anwesenden außer Leutnant Seifert zucken kurz zusammen. Seifert richtet sein Gesicht zur Decke und lächelt.

Leutnant Seifert: Oh, das tut uns Leid, wir wussten nicht ob wir hier willkommen sind oder nicht, immerhin ist dieses Portal da mitten in einer unserer Lagerhallen aufgetaucht, das mussten wir untersuchen. Mein Name ist Leutnant Michael Seifert. Mit wem spreche ich denn?

Unbekannte Entität: Wenn Sie mich bei meinem Baunamen nennen wollen, ich bin RU-84655865. Wenn Ihnen das zu kompliziert ist, nennen sie mich Newton, das tun hier alle.

Leutnant Seifert: Also gut… Newton… Gehe ich recht in der Annahme, dass es sich bei Ihnen um eine Maschine handelt?

Newton: Oh ja, das tun Sie.

Leutnant Seifert: Könnte ich bitte mit Ihrem Anführer sprechen? Ich habe eine Nachricht für ihn die ihn und sicherlich noch ein paar andere Menschen in diesem Gebäude brennend interessieren wird.

Newton: Mechanisches Raunen, was wohl ein Lachen darstellen soll. Menschen? Die werden Sie hier vergebens suchen. Ich rede hier für den Androiden Chronos, unseren Anführer. Der hat es nicht so mit Konversationen…

Leutnant Seifert: Wie bedauerlich. Aber währen Sie uns so nett uns das Tor zu öffnen? Sie brauchen sonst ein Neues.

Newton: Das kann ich tun, aber es wird Ihnen nicht gefallen…

Leutnant Seifert: Schließt kurz immer noch lächelnd die Augen. Schauen Sie, Newton, ich weiß dass Sie hier versuchen Zeit zu schinden, wahrscheinlich um Ihre Truppen in Stellung zu bringen, allerdings zieht sich auch auf der anderen Seite dieses Portals eine Streitkraft zusammen, eine die Ihnen definitiv den Atem verschlägt, so Sie welchen haben.

Newton: Ach, Sie wollen uns erobern?

Leutnant Seifert: Ich hätte es nicht so direkt ausgedrückt, aber ja, das haben wir vor.

Newton: Ouh, das wird etwas knifflig für Sie…

Leutnant Seifert: Wieso? Denken Sie Sie haben uns etwas entgegen zu setzen?

Newton: Anstatt es zu erklären…

Nachdem die Entität "Newton" aufgehört hat zu sprechen, kommt es hinter den Soldaten zu mehreren Explosionen. Beim Umdrehen einiger Soldaten ist zu sehen, dass mehrere der versiegelten Ventile aus der Wand gesprengt wurden und die Leitungen ein geruch- und farbloses Gas in den Raum abzugeben scheinen. Dr. Steinbrech ist durch die Explosion umgefallen, scheint aber unverletzt als ihm einer der Soldaten beim Aufstehen hilft. Sämtliche Soldaten setzen ihre mitgeführten Gasmasken auf, während Lagerhalle 12 auf der anderen Seite des Portals aufgrund der Vermutung eines bevorstehenden Gasangriffs geräumt wird. Dr. Steinbrech wird von zwei Soldaten zum Portal geleitet.

Leutnant Seifert: Gas? Denken Sie nur weil wir Menschen sind fürchten wir uns vor Gas?

Newton: Nein.

Leutnant Seifert: Nein? Was-

Unter den Soldaten sind plötzlich Rufe zu vernehmen, die lauter und lauter werden. Leutnant Seifert schaut auf seine Finger, auf denen sich grauer Staub zu bilden beginnt, während sich das Fleisch und die Knochen der Hand auflösen. Alle Anwesenden beginnen laut rufend auf das Portal zu zu rennen, durch das Dr. Steinbrech gerade hindurchzufallen scheint, brechen aber mitten im Lauf zusammen und fallen zu Boden. Die Videoaufnahmen der Körperkameras zeigen, wie sich auf allen entblößten Körperstellen der Soldaten grauer Staub bildet, während sich ihre Körper offenbar zersetzen, ein Prozess der sich auch unter ihren Kleidern fortsetzt bis scheinbar nichts mehr von ihnen übrig ist.

Newton: So sehen die Nanomaschinen also bei der Arbeit aus… interessant…

Lagerhalle 12 wird aufgrund der bis dato unbekannten Waffe, die später als SKP-128-DE-2 klassifiziert werden sollte, hermetisch versiegelt und durch die Kameras im Raum weiter beobachtet. Kurz darauf treten mehrere Androiden, im Folgenden als SKP-128-1 bezeichnet, aus dem Portal und beginnen die mobilen Barrikaden des Waffen-SKP um den Eingang von Lagerhalle 12 herum aufzubauen. Die Exemplare haben ein kantiges und roboterhaftes Aussehen, sind mit Tarnfarben lackiert und tragen anscheinend taktische Kampfausrüstung. Einige von ihnen führen die mitgeführten Waffen des Stoßtrupps, während andere originale Waffen aus SKP-128-A an ihrer Person haben. Zusätzlich ist ein kleiner schwarzer Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 15 cm zu beobachten, der um die Verteidigungsstellung fliegt und sich anschließend hinter eine SKP-128-1-Einheit begibt. Wie der Würfel in der Lage ist sich zu bewegen ist bisher unbekannt und ein Thema mit geringer Priorität, da das Objekt während des Vorfalls nicht erneut gesichtet wird. Dr. Steinbrech, der von SKP-128-2 schwer verletzt wurde und nur noch kriechen kann, wird von einem weiteren, grauen Exemplar ermordet, welches weit mehr Ähnlichkeit mit einem Menschen aufweist als die anderen Maschinen und einen weißen Kittel und Alltagskleidung trägt. Es wird beobachtet wie einige der Androiden an Modulstellen die in ihren Körper eingebaut sind schwere Waffen anbringen. Die Barrikaden werden bemannt, während immer mehr SKP-128-1 in Lagerhalle 12 eindringen.

Ort: Sicherheitszentrale von Sondereinrichtung-34

Dr. Waldmann: Das war nicht gerade eine Glanzleistung… Gut dass wir den Raum hermetisch versiegeln können.

Hauptmann Ziegler: Aber nicht für lange wenn sich da immer mehr von diesen Robotern sammeln.

Dr. Waldmann: Können wir nicht unsere Einheiten reinschicken und dann das nächste Schott schließen?

Hauptmann Ziegler: Wie stellen Sie sich das vor? Wir wissen zu wenig über diese Dinger, da könnten unendlich viele von denen sein und was machen wir wenn wir Verstärkung reinschicken wollen? Den nächsten Bereich diesem Staub überlassen? Noch dazu bräuchten wir luftdichte Anzüge, und da reicht schon ein kleines Loch um-

Dr. Waldmann: Warten Sie mal kurz. Wurde der Stoßtrupp nicht sofort zersetzt?

Hauptmann Ziegler: Bitte erinnern Sie mich nicht daran, mir ist immer noch schlecht davon…

Dr. Waldmann: Nein nein, schauen Sie auf Steinbrech!

Hauptmann Ziegler: Was soll mit dem sein? Dieser Kittelträger hat ihm das Genick zertreten und jetzt liegt er da.

Dr. Waldmann: Eben, er ist noch da!

Hauptmann Ziegler: Sie haben Recht! Entweder dieser Staub lässt ihn in Ruhe weil er schon tot ist, oder wesentlich wahrscheinlicher…

Dr. Waldmann: Er kann nicht durch das Portal! Stellen sie mich zum Rest vom Aufgebot durch!

Von einem der Telefone aus wird Oberleutnant Klüge des MEK 6-𝔇 angerufen. Nach drei Sekunden wird abgenommen.

Oberleutnant Klüge: Hier spricht Oberleutnant Klüge, was kann ich für Sie tun? Haben wir ein Mittel gegen dieses graue Zeug gefunden?

Dr. Waldmann: Noch besser, es sollte für uns im Moment kein Problem sein. Das Zeug kommt nicht durch das Portal.

Oberleutnant Klüge: Können wir ausschließen, dass diese Maschinen den Staub nicht in irgendwelchen Behältern mit sich führen?

Dr. Waldmann: Ich denke wenn Sie das getan hätten, wäre er bereits im Raum verteilt worden, und dafür gibt es keine Anzeichen. Außerdem gäbe es dann keinen Grund einen so großen Trupp zu versammeln, wenn der Staub die ganze Arbeit erledigt.

Oberleutnant Klüge: Von was für einer Mannstärke reden wir?

Dr. Waldmann: Ich schätze so, fünfzig, sechzig, Tendenz steigend. Es kommen immer mehr.

Oberleutnant Klüge: Mal sehen was EMP gegen diese Dinger bewirkt. Ich werde erst mal nur einen kleinen Trupp schicken, für den Fall dass die doch noch was von diesem Zeug in peto haben. Können Sie mir einen Gefallen tun?

Dr. Waldmann: Kommt drauf an was für einen.

Oberleutnant Klüge: Schinden Sie Zeit, damit wir unsere Leute in Stellung bringen können.

Dr. Waldmann: In Ordnung, mal sehen was sich machen lässt.

Oberleutnant Klüge: In Ordnung, Wiederhören.

Dr. Waldmann: Wiederhören.

Hauptmann Ziegler: Zeit schinden… was machen wir?

Dr. Waldmann: Ganz einfach, wir führen eine gepflegte Unterhaltung.

Dr. Waldmann schaltet die Sprechanlage in Lagerhalle 12 ein.

Dr. Waldmann: Hier spricht Dr. Ephraim Waldmann, wer ist der Anführer dieses Trupps da unten?

Das SKP-Exemplar mit dem Kittel blickt nach oben zur Sprechanlage.

Unbekanntes SKP-128-1-Exemplar: Das bin ich. Mein Name ist Chronos. Was wollen Sie?

Dr. Waldmann: Ich möchte Sie bitten dieses Universum sofort zu verlassen. Andernfalls werden wir Ihnen mit Waffengewalt begegnen

Chronos: Mir ist bewusst, dass Sie uns nicht willkommen heißen, aber wir werden nicht gehen. Im Gegenteil möchte ich Sie bitten dieses Tor zu öffnen, Sie brauchen sonst ein Neues.

Dr. Waldmann: Zu Hauptmann Ziegler in einem sarkastischen Tonfall. Oh, die Ironie… Wieder an der Sprechanlage. Das kann ich tun, aber es wird Ihnen nicht gefallen…

Chronos: Ihre Schlagfertigkeit ist bemerkenswert.

Dr. Waldmann: Danke. Aber mal angenommen ich lasse Sie raus, was würden Sie tun?

Chronos: Dasselbe was ihr vorhattet.

Dr. Waldmann: Sie wollen uns erobern? Wissen Sie überhaupt mit wem Sie es zu tun haben?

Chronos: Mit einem Gegner der sich in der Nutzung von großer Macht versteht und sich dadurch offenbar für unantastbar hält. Typisch menschliches Verhalten, wenn meine Aufzeichnungen nicht lügen.

In diesem Moment beginnt sich das Tor von Lagerhalle 12 zu öffnen. Noch während es hochfährt werden mehrere EMP-Granaten in den Raum geschleudert. Die Maschinen gehen hinter den Barrikaden in Deckung. Nur Sekunden später emittieren die Granaten EMPs, was aber offenbar keinen Effekt auf SKP-128-1 hat.

Chronos: EMP. Ein logischer Schluss, zu dem wir natürlich auch gekommen sind.

Einige SKP-Exemplare feuern auf die Überwachungskameras und die Lautsprechersysteme. Die Sichtkontakt mit dem Inneren von Lagerhalle 12 bricht ab. Dr. Waldmann ordnet daraufhin die Evakuierung aller SKPs und des Personals der Sondereinrichtung an.

Ton- und Videoaufnahmen der Körperkameras von Trupp-A1

Vorwort: Trupp-A1 war von Oberleutnant Klüge zusammengestellt worden um die Kampfkraft SKP-128-1 sowie seine Empfindlichkeit gegenüber EMP-Waffen zu testen. Trupp-A1 bestand aus 15 slawischstämmigen Soldaten, die mit Standardbewaffnung, Rauch und EMP-Granaten versehen worden waren. Ihr Einsatz wurde von Oberleutnant Klüge verfolgt, der noch während der Kampfhandlungen weitere Truppen aussandte als klar wurde, dass SKP-128-1 in diesem Universum keinen Zugriff auf SKP-128-2 hatte.

Nachdem festgestellt wurde, dass SKP-128-1 gegen EMP-Waffen immun ist, werfen die Soldaten ihre Rauchgranaten in den Raum und begeben sich im Schutze des Rauches in den Raum. Allerdings wird fast sofort klar, dass die roboterhafteren SKP-128-1-Exemplare durch den Nebel nicht behindert werden und sofort gezielt mit Maschinenkarabinern das Feuer eröffnen. Zehn Soldaten fallen dem Beschuss zum Opfer, während sich der Rest wieder zurückziehen kann und im Schutz des Torrahmens seinerseits das Feuer auf SKP-128-1 eröffnet, sobald die Sichtverhältnisse es zulassen. SKP-128-1 seinerseits geht hinter den Barrikaden in Deckung. Ein Schuss jedoch trifft eines der Exemplare am Kopf und dellte die Außenhülle ein wenig ein, was jedoch zu keinem Funktionsverlust zu führen scheint. Einer der Soldaten wirft anschließend eine Splittergranate zwischen die Barrikaden. Die Wirkung der Explosion kann nicht beobachtet werden, da sich der Werfer wegen Beschuss sofort wieder in Deckung begeben muss. Das Feuer verebbt kurz darauf wieder, was eines der MEK-Mitglieder dazu bringt erneut aus der Deckung zu kommen. Als er das Gewehr anlegen will, werden seine Arme jedoch von dem SKP-128-1-Exemplar "Chronos" gepackt, das plötzlich scheinbar aus dem Nichts auftaucht. Die anderen Soldaten eröffnen sofort das Feuer auf den Angreifer, welcher sein Opfer als Schild vor sich zerrt. Bevor sie das Ziel allerdings treffen können werden sämtliche Projektile plötzlich von einem kinetischen Reflexionsschild abgewehrt und auf die Schützen zurückgeleitet, welche tödlich getroffen werden. "Chronos" ermordet anschließend den letzten Soldaten. Aus dem Verhalten des Exemplars wurde geschlossen, dass SKP-128-1 nicht über Energieschildtechnologie verfügt, sondern "Chronos" den Schildgenerator von Leutnant Seifert an sich genommen hat.

Nach diesem Kampf beginnt SKP-128-1 aus Lagerhalle 12 in das ganze Stockwerk auszuschwärmen. Ein weiteres Exemplar, das "Chronos" sehr ähnlich sieht, allerdings acht mechanische "Tentakel" von ca. 150 cm Länge auf dem Rücken trägt, wird in der Begleitung acht weiterer SKP-128-1-Exemplare gesichtet. Drei der Tentakel reißen das Panel zur Torsteuerung von Lagerraum 12 aus der Wand und fahren mehrere wurmartige Fortsätze aus ihren Spitzen aus, die sich um die losen Kabel schlingen. Die Sicherheitszentrale, die in diesem Moment versucht das Tor zu Lagerhalle 12 zu schließen, verliert die Kontrolle über den Schließmechanismus. Daraufhin wird das zweite Untergeschoss mit den Schotten komplett abgeriegelt um die Mobilität von SKP-128-1 einzuschränken. Die Maschinen durchbrechen einige der Schotten jedoch relativ schnell durch den Einsatz der unbekannten Einheit und zerstören dabei sämtliche Überwachungsausrüstung. Zur selben Zeit gibt Oberleutnant Klüge Anweisungen an die auf dem Weg befindlichen MEKs weiter und bittet unter anderem für den Fall dass die Situation außer Kontrolle gerät und SKP-128-1 den Standort verlässt um Unterstützung durch SKP-017-Einheiten.

Ort: Korridor G15

Vorwort: Korridor G5 war von einem Truppenteil des MEK 6-𝔇 unter der Führung von Leutnant Müller mit mobilen Barrikaden versehen worden, nachdem es Stoßtrupps nicht geschafft hatten SKP-128-1 zurückzudrängen. Zwei Raketenwerferschützen waren vor Ort, eine mobile elektromagnetische Schienenkanone befand sich im Aufbau. Der Verteidigungsstellung hätten eigentlich noch zehn-Servokampfanzug-Einheiten zugeteilt werden sollen, allerdings erlitten sämtliche Servokampfrüstungen des MEK 6-𝔇 zu diesem Zeitpunkt eine bisher unentdeckte Fehlfunktion, welche schnelle Bewegungen verhinderte und sie so für den Kampfeinsatz untauglich machte. Es wird vermutet, dass mangelnde Wartung für dieses Problem verantwortlich ist, allerdings wird Sabotage durch eine dritte Partei nicht ausgeschlossen. Der Einsatz von Fahrzeugen wurde aufgrund der mangelnden Manövrierfähigkeit auf den Korridoren nicht in Betracht gezogen.

Oberleutnant Müller: Wie kommt die Schienenkanone voran?

Gefreiter Jan: Dauert noch kurz, Leutnant Müller. Geben Sie uns drei Minuten.

Leutnant Müller: Gut, die haben wir auch no-

Das Schott vor der Verteidigungsstellung beginnt sich zu öffnen. SKP-128-1 wird gesichtet.

Leutnant Müller: Raketenwerfer, Hohlladungen bereitmachen! Rost, feuern auf mein Kommando! Jan, lassen Sie sich nicht beirren und bauen Sie die Kanone fertig zusammen!

Beide Raketenwerferschützen laden ihre Waffen, während sich eine Welle von SKP-128-1 nähert. Die Fronteinheiten beginnen im Laufen die Barrikaden unter Beschuss zu nehmen.

Leutnant Müller: Das sind unsere Waffen, das darf doch nicht wahr sein!

Leutnant Müller kommt aus der Deckung und hält den Beschuss unter Einsatz seiner telekinetischen Fähigkeiten auf. SKP-128-1 stellt sein Feuer ein.

Leutnant Müller: Rakete, Feuer frei!

Gefreiter Rost kommt aus der Deckung und feuert seinen Raketenwerfer ab. Der Flugkörper durchschlägt vier Exemplare, welche nicht ausweichen können, im Hüftbereich und nimmt ihnen offenkudig ihre Mobilität. Zwei der bewegungsunfähigen Exemplare jedoch richten daraufhin Blendwaffen auf die Barrikaden und zwingen die dort befindlichen Soldaten in Deckung, während die restlichen Einheiten in den Seitengängen Deckung suchen. Die von Leutnant Müller aufgehaltenen Projektile fallen zu Boden.

Leutnant Müller: Blöde Schrottkisten… Fähnrich Löwe, hören Sie mich?

Fähnrich Löwe: Laut und deutlich, Leutnant.

Leutnant Müller: Schaffen Sie diese Blendwaffen aus dem Weg!

Fähnrich Löwe: Verstanden!

Fähnrich Löwe, welcher die Paranormalie besitzt mit seinem eigenen Schatten zu verschmelzen und sich so zu bewegen, verlässt als Schatten die Deckung und bewegt sich auf die unbeweglichen Maschinen zu. Er wird unter Beschuss genommen, bleibt aufgrund seines Zustands aber unversehrt. An seinem Ziel angekommen langt er mit einer Hand aus seinem Schatten und zündet eine Granate bevor er wieder komplett mit seinem Schatten verschmilzt und zurückkehrt. Die Granate inzwischen explodiert und vernichtet die am Boden liegenden Einheiten vollständig.

Gefreiter Jan: Die Kanone ist fertig, Leutnant!

Leutnant Müller: Sehr gut. Nehmen Sie die Großen damit unter Beschuss, aber passen Sie auf dass Sie keine Leitungen oder ähnliches in den Wänden treffen! Raketenwerfer nachladen, beide auf mein Zeichen feuern! Nach dem Abschuss wird der Gegner mit HE-Munition unter Beschuss genommen!

Vier SKP-128-1-Exemplare setzen aus der Deckung heraus Blendwaffen gegen die Verteidiger ein. Anders als das blendende Licht zuvor ist die Intensität dieses mal abgesenkt, allerdings blinken die Waffen ohne erkennbaren Rythmus. Eine weitere Einheit begibt sich in den Gang und zielt mit einem Raketenwerfer auf die Barrikaden, wird jedoch von der elektromagnetischen Schienenkanone getroffen bevor sie einen Schuss abgeben kann. Leutnant Müller setzt seine Telekinese ein und richtet den Raketenwerfer auf den rechten Seitengang aus, zieht sich dann aber plötzlich hinter die Deckung zurück. Auch der Rest der Verteidiger gehen in Deckung.

Leutnant Müller: Hält sich den Kopf. Was ist das? Ist das dieses blinkende Licht? Gefreiter Löwe? Können Sie das nochmal machen?

Fähnrich Löwe: Ich glaube ich kann dieses Geblinke unterbrechen, Leutnant.

Leutnant Müller: Dann tun Sie es auch!

Fähnrich Löwe verschmilzt erneut mit seinem Schatten und verlässt die Deckung. Inzwischen sind weitere SKP-128-1-Exemplare aus den Seitengängen hervorgekommen und beziehen Aufstellung für einen Schusswechsel. Zwei davon halten Waffen in den Händen, die wie eine modifizierte Version des R.T.I. Hammer-Gewehres aussehen. Beide richten diese Waffen auf den sich nähernden Fähnrich Löwe und feuern simultan. Der Schatten des Soldaten kommt zum Stillstand und sein Körper taucht daraus auf, offenbar tödlich getroffen. Die Angreifer beginnen unter der Deckung durch die Blendwaffen vorzurücken und werfen drei Granaten zwischen die Barrikaden. Mehrere Soldaten werden bei der Detonation getötet und die Barrieren beschädigt. Der Zerstörungsradius der Granaten ist sehr klein, wodurch es unter den Angreifern trotz der Nähe zu keinen Kollateralschäden kommt. Die vordersten Barrikaden fangen plötzlich an zu schweben, offenkundig durch Oberleutnant Müllers Telekinese, fliegen auf die SKP-128-1-Exemplare zu und drängen sie in den Gang zurück. Die Blendwaffen werden dabei an die Decke oder nach hinten ausgerichtet.

Leutnant Müller: Raketenschützen und Schienenkanone, Feuer frei!

Die Soldaten rappeln sich auf und feuern ihre Waffen ab. Drei Treffer werden bestätigt, woraufhin auch der Rest der Verteidiger zu feuern beginnt. Die hochexplosiven Geschosse beschädigen die Maschinen bei sukzessiven Treffern stark und löschen die feindlichen Trupp vollständig aus.

Leutnant Müller: Puh… Gut gemacht, Männer… schaut nach den Verwundeten, das war bestimmt noch nicht… das… Letzte…

Der gesamte Trümmerhaufen der zerstörten SKP-128-1-Exemplare beginnt sich zu bewegen und teilweise zu schweben. Dann fängt er an sich mit beachtlicher Geschwindigkeit auf die Verteidiger zu zu bewegen.

Leutnant Müller: Ach du Scheiße, FEUER, FEUER!

Die Verteidiger beginnen mit allen verfügbaren Waffen zu feuern, allerdings scheinen die Geschosse keine Wirkung auf die Trümmerteile zu haben, die weiter auf die Verteidigungsstellung zuhalten. Leutnant Müller versucht die Paranormalie mit seiner Telekinese zurückzuhalten, schafft es aber bei Weitem nicht alle Teile zu erfassen und wird schließlich zusammen mit der Verteidigungsstellung überrollt. Da die Paranormalie den gesamten Querschnitt des Korridors beansprucht, reißt sie bei ihrer Vorwärtsbewegung sämtliche Überwachungskameras von den Wänden. Der Sichtkontakt zum zweiten Untergeschoss wird immer weiter eingeschränkt. Kurz darauf werden mehrere Schotts durchbrochen.

Die Verteidigungsstellungen im zweiten Untergeschoß von Sondereinrichtung-34 sind nur temporär fähig SKP-128-1 Widerstand zu leisten. Eine Ursache dafür ist unteranderem in den fehlfunktionierenden Servokampfanzügen des MEK 6-𝔇 zu suchen, allerdings war auch die Fähigkeit von SKP-128-1 mit Paranormalien und unbekannter Technik umzugehen von den Verantwortlichen unterschätzt worden. Als SKP-128-1 davor war das zweite Untergeschoss von Sondereinrichtung-34 komplett einzunehmen, traf MEK 4-𝔎 ("4-Karl") bei der Sondereinrichtung ein. Das MEK war mit Panzerwagen, Servokampfanzügen und Kampfandroiden eingetroffen, befand sich allerdings nicht in der Begleitung von SKP-017-Einheiten. Diese würden in ungefähr 60 Minuten mit MEK 8-𝔊 ("8-Gustav") eintreffen. Der Schlachtplan sah bis dahin vor, SKP-128-1 auf den unteren Ebenen zu halten und so weit wie möglich zu dezimieren. Die Evakuierung der Einrichtung war zu diesem Zeitpunkt fast vollständig abgeschlossen.

Ort: Serverraum 2

Vorwort: Serverraum 2 liegt im zweiten Untergeschoss von Sondereinrichtung-34. SKP-128-1 brach in diesen Raum ein um der tentakelbewehrten Einheit Zugang zu einem Computerterminal zu verschaffen. Als Reaktion darauf wurde ein Truppenteil des MEK 4-𝔎 unter der Führung von Feldwebel Strucker entsendet.

Die Tür zum Serverraum wird geöffnet und 8 Exemplare von SKP-128-1 treten ein, gefolgt von der unbekannten Einheit. Ein derartiger Einbruch löst normalerweise einen Alarm aus, bei dem die Verbindung des Servers zum SKP-Intranet gekappt und sämtliche Speichermedien durch Übertacktung vernichtet werden, hier jedoch ausbleibt. Nachfolgende Untersuchungen der Zugangsaufzeichnung lassen den Schluss zu, dass das Nummernschloss der Tür vom Sicherheitssystem unbemerkt gehackt worden war. Die unbekannte Einheit begibt sich an eine Computerstation und führt die Fortsätze eines ihrer Tentakel in einen Speicherkartensteckplatz ein. Ein Alarm wird in der SKP-Datenbank ausgelöst, als die Einheit mit beachtlicher Geschwindigkeit sämtliche elektronischen Sperren durchbricht und beginnt Daten zu Waffen und anderen Technologien sowie den SKPs abzurufen und herunterzuladen. Digitale Sicherheitsmechanismen werden dabei noch während der Aktivierung außer Kraft gesetzt, zeitgleich wird die Abriegelung der unteren Ebenen aufgehoben und anschließend blockiert. Die für die Netzwerksicherheit zuständige KI KAI startet einen Gegenhack auf die Einheit, versagt allerdings dabei eine Schnittstelle zu finden. Versuche der Sicherheitszentrale und der KI den Zugriff der Einheit einzuschränken scheitern, sodass beschlossen wird die Verbindungen der Sondereinrichtung mit dem SKP-Intranet manuell zu kappen. Die Sicherstellung dieser höchstwahrscheinlich paranormalen Einheit hat nun für das Waffen-SKP höchste Priorität, um einem Informationsleck vorzubeugen. Feldwebel Strucker, der im in der Nähe von Serverraum 2 befindlichen Korridor G4 gerade mit seinen Truppen eine Verteidigungslinie errichtet, wird kontaktiert, auf die Ergreifung angesetzt und trifft nur zwei Minuten später mit fünf Servokampfanzueinheiten und sieben Kampfandroiden am Zielort ein.

Unbekannte SKP-128-1-Instanz: Hm, die haben aber schnell aufgegeben…

Durch die offen stehende Tür treten die Kampfandroiden gefolgt von Feldwebel Strucker und den Soldaten in den Raum ein und eröffnen das Feuer. Die unbekannte Einheit wird von den anderen Exemplaren beschützt und kann zwischen den Computerreihen in Deckung gehen. Die restlichen Maschinen attackieren ihrerseits die menschlichen Mitglieder des Trupps. Zwei besonders große Exemplare schaffen es unter der Deckung durch die kleineren Einheiten und den Einsatz von panzerbrechender Munition alle von ihnen zu ermorden, bevor sie selbst von den ebenfalls panzerbrechenden Geschossen der Kampfandroiden zerstört werden. Zwischen den Computerreihen schlagen daraufhin plötzlich die Tentakel der unbekannten Einheit hervor, dehnen sich bis auf sechs Meter Länge und setzen sich auf den Köpfen der Androiden fest bevor diese reagieren können. Für 20 Sekunden passiert nichts, dann zieht die Einheit ihre Tentakel wieder zurück und verlässt ihre Deckung. Die Kampfandroiden attackieren das Exemplar nicht und ignorieren Eingaben, die von der Kommandozentrale aus gesendet werden.

Unbekannte SKP-128-1-Instanz: Wie interessant…

Die unbekannte Einheit verlässt zusammen mit den Kampfandroiden den Raum und kehrt in den nicht länger einsehbaren Teil des zweiten Untergeschosses zurück.

Ort: Korridor G1

Vorwort: Korridor G1 und Korridor G4 bilden die einzigen Verbindungswege von den unteren Ebenen zum Erdgeschoss. MEK 6-𝔇 und MEK 4-𝔎 konzentrierten Ihre Verteidigung auf diese beiden Zugangspunkte, da sich durch das Kappen der Verbindungswege der Sondereinrichtung keine strategisch wertvollen Objekte mehr in den unteren Ebenen befanden.

Vor dem Aufzug und den Treppen von Korridor G1 wurden mobile Barrikaden aufgebaut, zusätzlich befinden sich in der hintersten Reihe fünf Panzerkampfwagen mit aufmontierten Geschützen, zwei elektromagnetische Schienenkanonen und drei Impulskanonen. Schwerbewaffnete Einheiten in Servokampfanzügen sowie Kampfandroiden befinden sich zusammen mit normalen Soldaten in Stellung, weiterhin wurden mehrere MG-Nester mit panzerbrechender Munition aufgestellt. Weitere Truppen befinden sich im Erdgeschoss, die bei Bedarf nachrücken. Die Stellung wird von Oberleutnant Klüge geführt. Aus den anschließenden Gängen treten SKP-128-1-Exemplare auf den Korridor.

Oberleutnant Klüge: Ruhig Blut Männer! Diese Blechbüchsen befinden sich auf einem geraden Gang ohne Ausweichmöglichkeiten. Lasst sie näher heran kommen und dann zeigen wir ihnen warum Menschen besser sind als Maschinen. Impulskanonen auf mein Kommando, anschließend feuern die MGs und die Schienenkanonen!

In diesem Moment taucht plötzlich das SKP-128-1-Exemplar "Chronos" scheinbar aus dem Nichts auf der links äußersten Impulskanonenstellung auf, sticht den Kanonier mit einem Messer nieder und feuert die Kanone auf die anderen Militärfahrzeuge ab. Die Panzerkampfwagen mitsamt ihrer Besatzung werden durch den Treffer vom Boden gehoben und gegen die Korridorwand geschmettert.

Chronos: Ihr Statement ist inkorrekt. Maschinen sind gegenüber Menschen klar im Vorteil. Beispiel: Ordentlich programmierte Androiden lassen sich niemals von unerwarteten Wendungen aus der Ruhe bringen-

Mehrere Soldaten richten ihre Waffen auf die Maschine, was diese allerdings nicht zu stören scheint.

Chronos: Menschen hingegen…

Oberleutnant Klüge: Ihr Köder nützt Ihnen nichts, wir wissen dass Sie Seiferts Reflexionsschild haben. Niemand hier ist so dumm auf Sie zu schießen. Alle Einheiten, Feuer auf die anrückenden Einheiten eröffnen! Um den hier kümmere ich mich.

Die Verteidiger beginnen auf die anrückenden Maschinen zu feuern, welche ihrerseits beginnen Blendwaffen auf die Verteidigungsstellung zu richten und ebenfalls zu feuern. Auf beiden Seiten werden Verluste verzeichnet wobei SKP-128-1 besonders anfällig für Penetratorgeschosse und die elektromagnetischen Schienenkanonen der Servokampfanzugsoldaten und Kampfandroiden sind, allerdings rückt SKP-128-1 unbeirrt weiter vor und nutzt seine eigenen Servokampfanzugeinheiten als Deckung. Oberleutnant Klüge derweil stellt sich "Chronos". Dieser beginnt sich plötzlich extrem schnell zu bewegen, obwohl seine Bewegungen nicht auf Anstrengungen schließen lassen, und versucht Oberleutnant Klüge mit seinem Messer zu erstechen. Die paranormal verstärkte Reaktionsfähigkeit und Kraft des Oberleutnants jedoch erlauben es ihm dem Angriff auszuweichen, woraufhin "Chronos" flieht. Innerhalb von zwei Sekunden "geht" die Maschine durch die Reihen der Verteidiger um die Verteidigungsstellung zu verlassen und ermordet auf seinem Weg drei Personen hinterrücks. Direkt vor der Verteidigungsstellung bremst er auf ein normales Lauf-Tempo ab. Projektile in deren Weg er durch diese Aktion steht werden von seinem Reflexionsschild reflektiert, was weitere Tote unter den Verteidigern fordert. Die verbliebene Impulskanone wird derweil bemannt, explodiert jedoch durch eine angebrachte Haftmine bevor sie abgefeuert werden kann. Gedeckt durch den Schild tritt ein SKP-128-1-Exemplar vor die Reihen der Angreifer. Diese Einheit scheint einen Servokampfanzug zu tragen, auf dem mehrere relativ flache Zylinder mit einem Durchmesser von ca. 35 cm montiert sind. "Chronos" läuft an diesem Exemplar vorbei, woraufhin es die Geräte aktiviert. Töne mit einer Lautstärke von 140 dB werden von den Waffen emittiert und zwingen die ungeschützten menschlichen Verteidiger in Deckung. Die Servokampfeinheiten werden kurzzeitig außer Gefecht gesetzt bis sich die integrierten Mikrofone ihrer Anzüge an die Lautstärke angepasst haben. Die Kampfandroiden feuern unbeirrt weiter, werden jedoch selbst von Raketenschützen anvisiert und zerstört. Mehrere Servokampfanzüge werden derweil von Hochenergielasern beschossen, wodurch die Insassen im Inneren durch die resultierende Erhitzung der Rüstung getötet werden. Sobald sämtliche Androiden der Verteidiger zerstört oder außer Gefecht gesetzt sind, stellt die Schalleinheit ihren Angriff ein. Kleinere, schnellere Einheiten beginnen die Barrikaden zu erstürmen und ermorden die sich noch immer erholenden Soldaten. Die Servokampfanzugeinheiten des SKPs verwickeln die Exemplare in Nahkämpfe, wobei sich die Kontrahenten ebenbürtig scheinen. Währenddessen fordert Oberleutnant Klüge Verstärkung an, welche nur wenige Sekunden später anrückt. Aufgrund der inzwischen erwiesenen Effektivität werden vorwiegend Kampfandroiden und Servokampfanzugeinheiten geschickt, die mit schweren Waffen ausgestattet sind. Menschliche Soldaten besetzen die MG-Nester und beginnen auf SKP-128-1 zu schießen. Die Kampfandroiden eröffnen mit Granatwerfern und panzerbrechender Munition ebenfalls des Feuer. Der Beschuss zerstört die vom Gegner als Deckung benutzten Barrikaden mitsamt den Angreifern dahinter. "Chronos" ist allerdings nirgendwo mehr zu entdecken.

Ort: Mobile Komandozentrale des MEK 4-𝔎

Vorwort: Die Mobile Kommandozentrale befand sich außerhalb der Sondereinrichtung und diente größtenteils der Steuerung der Kampfandroiden. In ihr befanden sich mehrere Techniker, die Daten aus dem Kampf sammeln und an die verschiedenen Fronten und das in Anmarsch befindliche MEK 8-𝔊 weiterleiten. Die Leitung hat Technik-Offizier Schuster inne.

Offizier Schuster: Hm… Ich hasse es ihm zuzustimmen aber ich muss diesem Chronos hier rechtgeben. Schaut euch an wie die Androiden mit diesen Dingern aufräumen. Vielleicht hätten wir doch keinen Luftschlag ordern sollen…

Gefreiter Knorr: Die Kondore kreisen im Moment über der Einrichtung, Offizier. Soll ich sie abbeordern?

Offizier Schuster: Warten Sie noch damit, sicher ist sicher.

Gefreiter Juncker: Offizier? Ich kriege hier plötzlich ein sehr merkwürdiges Signal rein…

Offizier Schuster: Was soll das sein? Können Sie herausfinden woher es kommt?

Gefreiter Juncker: Äh ja… es kommt aus der Sondereinrichtung. Wird von ein paar unserer Androiden gesendet. Es- Oh oh… SOFORT SÄMTLICHE ANDROIDEN HERUNTERFAHREN!

Bevor die Techniker beginnen können entsprechende Eingaben zu tätigen, erlischt das Licht in der Zentrale. Auf sämtlichen Bildschirmen werden die Worte "Zu spät" in weißen Buchstaben abgebildet. Keiner der Computer reagiert mehr auf Eingaben der Techniker.

Ort: Korridor G1

Die Angreifer werden durch die anrückende Verstärkung inzwischen immer weiter zurückgedrängt. SKP-128-1 in schweren Servokampfanzügen geben Deckung für andere Exemplare, die versuchen die Verdteidiger mit Blendwaffen in Deckung zu halten, während andere auf die vorrückenden Kampfandroiden und Servokampfanzugeinheiten feuern. Es scheint vor allem die schwere Bewaffnung zu sein, die sie dem Gegner überlegen macht. Plötzlich stoppen jedoch sämtliche Andoiden des SKP.

Oberleutnant Klüge: Was ist da los? Vorwärts!

Die Androiden wenden sich entgegen dem Befehl zu den Verteidigern um und eröffnen das Feuer. Nachrückende Androiden wurden ähnlich kompromittiert, wodurch die Verteidigungsstellung eingekesselt wird. Die Soldaten beginnen auf die Androiden zu feuern und zerstören einige davon, allerdings wird die Stellung durch die schiere Übermacht überrannt. Servokampfanzugeinheiten fallen hierbei als erste den Waffen der Androiden zum Opfer. Oberleutnant Klüge versucht in das Erdgeschoss zurückzukehren, wird allerdings von zwei Kampfandroiden gepackt. Er versucht die Angreifer durch seine paranormale Kraft abzuschüttlen und hebt sie vom Boden, aber weitere Androiden kommen um ihn zurückzuhalten. Weiterhin ist zu sehen, wie "Chronos" durch den Gang auf die Verteidigungsstellung zu läuft. Trümmerteile von SKP-128-1 in seiner Umgebung beginnen sich wieder zu funktionsfähigen Maschinen zusammenzusetzen, wobei der Prozess aussieht als würde ihre Zerstörung "zurückgespult". Weitere SKP-Soldaten rücken von außen nach, jedoch fallen plötzlich sämtliche Kameras in Korridor F1 aus. Es besteht kein Kontakt mehr.

Ort: Gang E4

Aus dem ersten Untergeschoss steigt die aus schwebenden Trümmerteilen bestehende Entität empor, nachdem sie zuvor die korrespondierende Verteidigungsstellung in Korridor G4 zerstört hat. Hinter ihr treten weitere SKP-128-1-Exemplare aus dem Untergeschoss. Die verbliebenen Einheiten der MEKs ziehen sich zum Eingang der Sondereinrichtung zurück, während sich die SKP-128-1-Streitkräfte mit denen aus Korridor G1 zusammenschließen und die Verfolgung aufnehmen. An vorderster Front laufen Maschinen in Servokampfanzügen, die offenbar Mikrowellenstrahler gegen die Soldaten einsetzen.

Ort: Eingangsbereich

Die Truppen des Waffen-SKP verlassen die Einrichtung. Das anrückende MEK 8-𝔊 ist zu sehen. Einige SKP-128-1-Exemplare mit schweren Granatenwerfern beziehen Aufstellung und beginnen auf die neuen Truppen zu feuern. Es scheint sich hierbei um rückstoßfreie Waffen zu halten, da aus ihren Rückseiten beim Abschuss ein Feuerstoß austritt. MEK 8-𝔊 zerstreut sich um den Angriff zu entgehen, während die mitgebrachten SKP-017-Einheiten auf die Schützen zu feuern beginnen und sie komplett vernichten. Die Paranormalie aus Trümmerteilen beginnt das MEK anzugreifen. Zwei SKP-017 feuern ohne sichtlichen Erfolg auf die Einheit, welche Jagd auf den menschlichen Teil des MEK zu machen beginnt. Zwei Kondor-Jets des Waffen-SKPs fliegen währenddessen über den Standort und werfen dabei zielsuchende R.T.I.-Desintegratorbomben ab. Die Bomben zerstören einen Großteil der SKP-128-1-Exemplare und vernichten ca. 80% der Trümmer-Paranormalie, welche sich sofort zusammen mit den Überlebenden SKP-128-1-Exemplaren unter weiterem Beschuss durch SKP-017 in Sondereinrichtung-34 zurückzieht. Die überlebenden Soldaten werden vom MEK 8-𝔊 in Empfang genommen und medizinisch versorgt.

Nachdem weitere Verstärkung eingetroffen war, wurde versucht Sondereinrichtung-34 zurückzuerobern. Die unteren Ebenen waren von SKP-128-1 allerdings mit zahlreichen Fallen, starken memetischen Exekutionsmitteln sowie automatischen Schall- und Mikrowellenstrahlwaffen ausgestattet worden. Das zweite Untergeschoss konnte nicht mehr betreten werden, teils wegen der heftigen Gegenwehr von SKP-128-1 und teils weil die Räumlichkeiten stark verstrahlt worden waren. Daraufhin wurde die Wiedereinnahme abgebrochen und die im Moment geltenden Sicherheitsvorschriften festgelegt.

"Es mag dem K5 und dem SKP allgemein als gewaltige Schmach erscheinen, eine Sondereinrichtung an bloße Maschinen verloren zu haben, aber wir können diesen Umstand auch als Chance sehen. Das Großdeutsche Reich hat schon sehr lange die Herrschaftsrolle inne. Es hat der Feind gefehlt, der uns zur Weiterentwicklung zwingt. Mit SKP-128 haben wir diesen Feind heute wiederbekommen. Jemand der uns dazu animiert neue Technologie und Waffen zu entwickeln um unsere Vorherrschaft zu sichern. Als kleine Zugabe wartet im zweiten Untergeschoss von Sondereinrichtung-34 zudem eine Portaltechnologie auf uns, die sich mit etwas Übung dafür einsetzen lassen wird die Deutschen anderer Realitäten wie etwa R-3378 zu befreien und in ein Zeitalter des Wohlstands zu führen. SKP-128 war in meinen Augen keine militärische Niederlage, sondern ein Weckruf."
- Dr. Waldmann, Leiter von Sondereinrichtung-34

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