Ende
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Es war nicht so, dass ich mich nicht schuldig fühlte. Natürlich fühlte ich mich schuldig. Aber manchmal hat ein Mann zu tun, was ein Mann tun muss, um zu überleben und als ich auf den Tank mit Mr. Fish starrte, die der letzte Fang meiner Mission, war alles, was ich tun konnte, ihm einen letzten traurigen Blick zuwerfen. Was hätte ich sonst für den armen Kerl tun können, ohne meinen eigenen Hals in die Schlinge zu stecken?

Was mich aber wirklich krank machte, war die Einfachheit, mit der ich das tat. Ich habe Dinge getan, die andere als extrem ansehen würden, aber ich habe nie jemanden betrogen. Ich meine, alle kamen zu mir. Alles, was ich tun musste, war Fallen stellen, manchmal ein Feuerkommando mit Beruhigungsmittel aufstellen und BAM, alle waren gefangen. Ja, wie auch immer. Ich bin mir sicher, dass alle mich auch schon vorher hassten – nach dem, was ich mit Sweetie angestellt hab, wollten mich sowieso alle tot sehen.

Doch war es nicht so schwer, sie diesmal zu fangen. Da war sie, ging durch den Wald mit einer Waffe in ihren Händen, die deplatziert in ihren zierlichen kleinen Fingern aussah. Sie hatte mich gesucht. Ich kam aus meinem Versteck und sah zu ihr. Sie war immer noch so schön wie immer, und ich konnte nicht anders, als mich nervös zu fühlen.

„Hallo.“

„Guten Abend.“

Und dann zog sie den Abzug. Aber niemand ist schneller als ich. Selbst als ihr erster Schuss an meinem Kopf vorbeizischte, viel sie schon zusammen. Ich bin mir nicht sicher, warum ich mich so in Gefahr begeben habe. Vielleicht wollte ich einfach einmal noch mit ihr reden.

Ich lehnte mich zu ihr und zog ihr den Pfeil aus dem Hals. Und dann stand ich einfach nur da und schaute auf ihren liegenden Körper. Als ich sie berührte, jagte es mir immer noch einen Schauer über den Rücken. Ich holte sogar mein Messer raus und hielt es weniger als einen Zentimeter von ihrer Haut entfernt, um sie wieder zu schneiden. Aber ich tat es nicht. Ich falle nicht mehr auf diesen Weg ein. Außerdem musste ich wirklich alte Gewohnheiten ablegen.

War es wirklich alles meine Schuld? Ich hatte keine Wahl. Ich meine, ich war abgesetzt, und dann kam Stripes auf mich zu. Ich war auf seiner Liste und so. Mein einziger Weg zu leben war, den Jungs beizutreten, die mich beschützen würden, was es auch kosten mag. Sie halfen mir, Stripes zu kriegen, ich denke, dass ich ihnen dafür was schulde. Einen Gefallen, groß genug, um alle anderen zu fangen. So wie der, der hinter mir war.
Ich ging den Gang entlang von der Haltungskammer zum Büro meines neuen Chefs. Ein wahres Genie, falls es so etwas gibt, und immer seiner Sache zugewandt. Es war eine ziemlich verrückte Sache. „Secure, Contain, Protect“. Was für ein Bullshit war das.

Ich öffnete die Tür zu seinem Büro.

„Er ist eingefangen, Boss“, sagte ich zu dem Mann hinter dem Schreibtisch.

„Ah, gute Arbeit“, sagte der Mann.

„Ich nehme an, ich kann jetzt gehen.“ Ich nickte dem Mann zu.

„Ah, nicht so schnell. Wir können Sie nicht einfach so gehen lassen.“ Ich kann nicht behaupten, dass ich so etwas befürchtet habe. Aber es gibt andere Wege hier raus.

„Ich habe meinen Job erledigt.“ Ich scheiße darauf, wie gerne die mich studieren möchten, ich komme hier raus.

„Natürlich, aber Sie sind ebenfalls ein SCP-Objekt.“

„Boss, bitte.“ Ich nahm einen verzweifelten Gesichtsausdruck an. Um Zeit zu schinden.

„Hören Sie, Sie haben uns Gutes getan, Sie werden Ihre eigenen Möbel bekommen mit einer Zelle mit dem besten Service.“ Der Mann kam auf mich zu, währen er sprach. Gut. Ich legte meine Hand auf mein Messer.

„Boss, ich bitte Sie aus tiefstem Herzen.“ Ich begann, mein Messer zu ziehen, bereit, es durch seine Kehle zu jagen.

Ich sah eine Bewegung zu meinem Schenkel aufblitzen, gefolgt von Schmerz. Ich sah nach unten uns sah eine Nadel in meinem Schenkel stecken. Schneller Mann. Schneller als ich. Ich dachte nicht, dass jemand schneller war.

Ich stolperte und fiel auf den Boden. Der Mann sah mich an, während meine Augen sich schlossen und ich ohnmächtig wurde.

„Süße Träume, Mr. Redd.“

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Happy Birthday iamtycho



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