Einrichtungsdossier Standort-DE24
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SCP Foundation Standort-Dossier

Standort-DE24

Offizielle Bezeichnung: Hochaufwands-Paraphysikstandort-DE24

Standort-Identifikationscode: DES-DE24


Allgemeine Informationen


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Nutzen: Standort-DE24 ist primär auf die Eindämmung schwerst einzudämmender, besonders gefährlicher oder besonders stark den Naturgesetzen widersprechender, paraphysikalischer, beziehungsweise paranaturwissenschaftlicher Anomalien spezialisiert. Zusätzlich ist dieser Standort für die Eindämmung potenter realitätsbeugender Anomalien ausgelegt.

Gegründet: 25. September 1946

Ort: Dreieck Drantum/Osterhausen/Deindrup, Niedersachsen

Tarnung: Speditionsscheinfirma [ZENSIERT] der Foundation

Funktion: Eindämmung besonders anspruchsvoller und gefährlicher Anomalien, Eindämmung stark realitätsbeugender Entitäten und Objekte

Größe: 12.000 m2 oberirdisch, unterirdisch unbekannt, theoretisch unendlich


Oberirdische Struktur


Hauptzugang: Der Hauptzugang von Standort-DE24 liegt in Drantum und ist als Speditionsfirma getarnt. Der Standort selbst lässt sich über einen Tunnel erreichen, der per Treppe oder Lastenaufzug erreicht werden kann. Die Firma selbst besitzt drei Gebäude, deren Außenmauren aus 1 m Stahlbeton bestehen. Fenster sind aus 2 cm dickem, kugelsicherem Glas gefertigt. In diesem Bereich befinden sich keine für den Standort relevanten Einrichtungen. Der Zugangstunnel unter dem Gelände ist groß genug, um Lastkraftwagen hindurchzulassen und mit mehreren Fallschotts, Panzersperren und ausfahrbaren Stacheln im Boden ausgestattet, um eventuellen Angreifern das Vorankommen zu erschweren. Aufgrund eines Konstruktionsfehlers kann der Tunnel nicht verschüttet werden.

Belegschaft Wachposten: Der Tunnel unter dem Eingang führt direkt zu einer Wachstube, an die die Kaserne von Standort-DE24 angeschlossen ist. Die Stube selbst ist zu jeder Zeit mit mindestens drei Wachleuten besetzt. Sie alle sind mit je einer HK SFP9, Pfefferspray, Taserpistolen und Teleskopschlagstock ausgerüstet, notfalls kann auf das Arsenal der Kaserne zurückgegriffen werden. Mit regelmäßigen Drills wird gewährleistet, dass zumindest Teile der tragbaren Bewaffnung zu jeder Zeit im Falle eines Alarms innerhalb von fünf Minuten im Bereich der Wachstube einsatzfähig sind. Um Zeit zu gewinnen, sind die Zugänge in das Innere das Standorts mit weiteren Stahlschotts gesichert, die nur geöffnet werden, um Fahrzeuge und Personen passieren zu lassen.

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Eingangsbereich von Standort-DE24.

Unterirdische Struktur

Standort-DE24 ist unter den Einrichtungen der deutschsprachigen Foundation einzigartig, da er trotz einer anomalen Kontaminierung verwendet wird. Diese äußert sich in einem extrem verzerrten Raumgefüge, wodurch der Bauplan des Standorts zu großen Teilen nicht der gängigen Geometrie gehorcht und Führungslinien an den Wänden zur Navigation erforderlich sind. Teilweise wurden auch andere gängige Naturgesetze außer Kraft gesetzt, so herrschen in einigen Bereichen Gravitationsanomalien vor oder die in ihnen vergehende Zeit wurde verzerrt. Eine weitere Besonderheit ist, dass Standort-DE24s Ausmaße nicht vollständig bekannt sind. Der Raum wird zu großen Teilen scheinbar bis ins Unendliche gestreckt oder kopiert, wodurch die Einrichtung wesentlich größer ist, als es seine Außenmaße erlauben sollten. Eine Erkundung wird zwar vorangetrieben, allerdings werden unbenutzte Teile des Standorts in der Regel durch Schotts versperrt, um zu verhindern, dass sich Mitarbeiter verirren. Aufgrund von Standort-DE24s einzigartigem Bauplan existieren daher keine benutzbaren Nebenzugänge mit Ausnahme der Magnetbahntunnel, was regelmäßige Evakuierungsübungen erforderlich macht. Der gesamte benutzte Standort ist mit ausfahrbaren automatischen KBA-Maschinenkanonen versehen und mit Scranton-Realitätsankern bestückt, die die Realität im nutzbaren Bereich des Standorts durchgehend auf normalem Niveau halten.

Anmerkung: Wegen Standort-DE24s stark verzerrter Geometrie lässt sich erwiesenermaßen jeder Ort des Standorts erreichen, ohne Fahrstühle oder Treppen zu benutzen, allerdings wird aus Gründen der Organisation der Aufbau des Standorts im bekannten Stockwerk-Prinzip erklärt.

  • Untergeschoss 1: Auf dieser Etage befinden sich die Mitarbeiterunterkünfte, die Kantine, die Standortadministration, die Verwaltung, die Serverräume, der Krankenflügel und in Teilen die Kaserne von RTF DE24-𝔛 "Widersprüchler" sowie an diesem Standort ansässiger MTFs. Teile dieses Stockwerks wurden scheinbar bis ins Unendliche kopiert, wodurch kein Mangel an Wohnraum herrscht. Freizeitangebote erstrecken sich auf ein Kino, eine Bowlingbahn, eine Sporthalle, die um die zehnfache Größe erweitert wurde, eine Schwimmhalle und einen Raum, in dem Schwerelosigkeit herrscht. Dieser ist allerdings gelegentlich für das Training neuer Rekruten für Standort-DE11 gesperrt. Ebenfalls hat sich in dem Standort ein LARP-Club herausgebildet, der für seine Spiele einen der größeren, unbenutzten Räume verwendet.
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Zugang zum Labor für temporale Langzeitversuche.

  • Untergeschoss 2: In diesem Stockwerk sind die Forschungsräumlichkeiten des Standorts untergebracht, Linien auf dem Boden verweisen auf die verschiedenen Bereiche, da der Raum auf diesem Stockwerk in einer solchen Form verdreht ist, dass Türen und Gänge häufig nicht in den Raum führen, an denen sie der Logik nach angrenzen sollten. Eine derartige Verzerrung ist in allen Teilen des Standorts vorzufinden, allerdings nicht in einem so extremen Ausmaß wie in Untergeschoss 2. Teile der Labore sind bis ins Unendliche gestreckt und die unbenutzten Teile mit Plastikplanen abgegrenzt, um Verschmutzung der benutzten Bereiche zu vermeiden. Besuche der Abteilung für spatiologische Forschung erfreuen sich beim Personal großer Beliebtheit, da der ihr zugewiesene Bereich es ermöglicht, auch an den Wänden und der Decke zu laufen.
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Galvanisierungsbäder für Scranton-Realitätsankerbauteile.

  • Untergeschoss 3: Dieser Bereich ist für Lagermöglichkeiten und die Produktionsanlagen für Scranton-Realitätsanker und andere paratechnologische Geräte vorgesehen, die die Foundation einsetzt. Standort-DE24 testet seine Realitätsanker selbst, da in einigen Bereichen des Standortes die Realität so stark abgefallen ist, dass minimale Realitätsbeugung durch normale Menschen möglich wird. Mitten auf der Etage befindet sich zudem der Untergrundbahnhof, der Standort-DE24 mit Standort-DE4 und Standort-DE12 verbindet. Dieser wird durch zahlreiche automatische KBA-Maschinenkanonen geschützt und besitzt die Besonderheit, dass der Tunnel und die Bahnschienen aufgrund verzerrter Gravitation an einer Wand des großen Raumes entlanglaufen. Einige in einer Raumschleife befindlichen Räumlichkeiten wurden zudem versiegelt und mit Wasser befüllt. Diese Räume erzeugen durch inhärente Schwerkraftanomalien einen kontinuierlichen Fluss, der durch ein Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung genutzt wird, um den Standort zu betreiben. Der standorteigene Kernreaktor ist gegenwärtig außer Betrieb, wird jedoch für Notfälle betriebsbereit gehalten.
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Feuertreppe in Untergeschoss 4.

  • Untergeschoss 4-?: Die unteren, bzw. weniger einfach zu erreichenden Ebenen des Standorts sind für die Eindämmung von Anomalien vorgesehen, wobei der Abstand zum benutzten Bereich des Standortes mit dem Anspruch der Eindämmung der jeweiligen Anomalie steigt. Die Räumlichkeiten in diesen Bereichen unterliegen starken räumlichen und temporalen Verzerrungen, wodurch sie auch gerne für Experimente der Abteilung für temporale Forschung herangezogen werden und erstrecken sich vermutlich bis ins Unendliche. Eindämmungszellen sind in einigen Fällen ebenfalls von Raumverzerrungen betroffen und entsprechend groß oder klein. Hier eingedämmte Anomalien werden, sofern sie eine ausreichende Intelligenz und Aufnahmefähigkeit besitzen, über die Natur des Standorts belehrt und in Fälle hoher Aggression oder Letalität unter Einsatz von Drohnen und Klasse-D-Mitarbeitern in Bereiche mit stark verlangsamter Zeit verfrachtet, um sie so lange wie möglich festzuhalten. Standort-DE24 verfügt über keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen neben den automatischen Geschütztürmen, da ausgebrochene Anomalien in der Regel erschöpfen, bevor sie in der Lage sind, sensible Bereiche des Standorts oder gar einen Ausgang zu erreichen. Dennoch sind Bereiche, die anspruchsvollere Anomalien beinhalten, mit automatischen Schotts und Anlagen zur Freisetzung bestimmter Memes und Gase versehen, die sich aktivieren, sobald die Integrität bestimmter Türen und Wände zerstört wird.

Belegschaft


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O4-7 bei der Einweisung neuer Mitarbeiter.

Standort-Direktor: O4-7

Leiter der Verwaltung: Trang Tùng

Leiter der Sicherheit: Karsten Haue

Leiter RTF DE24-𝔛 (24-Xaver "Die Widersprüchler"): Major Theo Koch

Direktor Forschung und Entwicklung: Dr. Leonard Raum

Direktor Medizin: Dr. med. Dörte Sandmann

Leiter der Logistik: Sergej Moya

Leiter der Wartung: Anton Blitz-Merker

Leiter Planung, Bau und Standorterkundung: Lukas Hayden

Personal vor Ort

    Doktoren: 45

    Forscher: 89

    Administratives Personal: 7

    Wartung und Versorgung: 54

    Sicherheitspersonal: 100

    D-Klasse: 50
    
    Bau-Personal: 32

    Sonstiges Personal: 78


Anomalien, welche sich innerhalb Standort-DE24 befinden.

ID-Nummer Klassifizierung
SCP-039-DE Sicher

Zusätzliche Informationen


Standort-DE24, ehemals Standort-79, wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs errichtet, um die Präsenz der Foundation in Westdeutschland zu zementieren. Der Standort wurde mit zur damaligen Zeit modernen Materialien und Verfahren errichten, da er der Eindämmung schwer eindämmbarer Anomalien dienen sollte und besaß 5 Stockwerke. Der Bau wurde 1946 begonnen und 1953 fertiggestellt. Ab diesem Zeitpunkt wurde Standort-79 für die Eindämmung gefährlicher Anomalien herangezogen, unter anderem für die Hinterlassenschaften des SKP und anderer anomaler Gruppierungen auf dem westdeutschen Gebiet.

1961 wurde im Dümmer im Landkreis Diepholz ein scheinbar antiker Krug entdeckt, der den Raum in seiner unmittelbaren Umgebung stark krümmte. Die Foundation verfrachtete das Objekt umgehend nach Standort-DE24, um es zu untersuchen und seinen Effekt zu neutralisieren, der sich immer weiter auszuweiten begann. Dr. Simmons, der für das Objekt zuständige Forscher aus der Abteilung für spatiologische Forschungen, bemerkte später, dass sich der Effekt immer weiter ausbreitete, je weiter die Zerstörung des Objekts durch Umwelteinflüsse voranschritt. Es wurde daher als wichtig erachtet, den Zerfall des Gefäßes aufzuhalten, was durch den Einsatz einer anderen Anomalie erreicht werden sollte, die die Zeit umkehren konnte. Das Experiment schlug allerdings fehl, da die Vase, anstatt sich zu reparieren, sofort explodierte. Dabei wurde eine schlangenartige Entität freigesetzt, die sich scheinbar aus schwarzem Rauch zusammensetzte. Die Anomalie war anfangs nur etwa drei Meter lang, wuchs aber schnell auf 20 Meter an und übte dabei einen raumverzerrenden Effekt auf fast den gesamten Standort aus, der sich immer weiter ausweitete. Die zeitverzerrende Anomalie wurde dabei zerstört, was dazu noch zeitkrümmende Effekte auslöste. Die Entität, scheinbar fähig, feste Materie nach Belieben zu ignorieren, begann anschließend, nahe Eindämmungszellen zu durchsuchen und verschlang andere raummanipulierende Entitäten und Objekte, denen sie begegnete, was einen weiteren Größenzuwachs zur Folge hatte.

Der Vorfall fand ein unerwartetes Ende, als der damalige RTF-Agent Krömer in der aufkommenden Panik durch die Raumkrümmungen in einen Eindämmungsschrank einbrechen konnte und sich einer Waffe bemächtigte, die später als SCP-299-DE-0964 klassifiziert werden sollte. Dabei handelte es sich um eine Waffe unbekannter Funktion, von der bekannt war, dass sie Entitäten anderer metaphysischer Ebenen terminieren konnte. Agent Krömer, der nach dem Erhalt der Waffe von der schlangenartigen Entität bedrängt wurde, die ebenfalls in die Eindämmungsschränke einbrechen wollte, feuerte entgegen der Warnungen nahen Personals auf die Kreatur und schaffte es, sie mit einem Treffer zu terminieren. Der scheinbare Tod des Wesens führte jedoch zu einer Umstrukturierung der lokalen Raumzeit, die Standort-DE24 in seinen momentanen Zustand versetzte und sämtlich Nebenzugänge versiegelte. Vier Fünftel der damals anwesenden Belegschaft sowie mehr als die Hälfte aller lebendigen Anomalien im Standort starben bei dem Vorfall, da sie während des Ereignisses in Wänden eingeschlossen wurden oder mit ihnen verschmolzen. Weiterhin werden bestimmtes Personal und einige anomale Objekte und Entitäten bis heute noch vermisst. Funde während der Erkundung der neu entstandenen Räumlichkeiten lassen aber den Schluss zu, dass sie im unerforschten Teil von Standort-DE24 verschollen sind.

Dieser Vorfall, der wegen der vorrausgehenden Inkompetenz ausländischer Forscher im Umgang mit Anomalien vom Komitee zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen von Mitarbeitern der Foundation angeprangert wurde, besiegelte den Start des Abzugs des ausländischen Personals 1962, der die deutschen und österreichischen Abteilungen später in der Hand deutsch- bzw. östereichstämmiger Mitarbeiter ließ. Noch im selben Jahr wurde Standort-79 in Standort-DE24 umbenannt. Im Zuge zu Forschungen zu SCP-177-DE wurde 2012 dann festgestellt, dass die Vase, die der Auslöser des Vorfalls gewesen war, über ähnliche Muster wie das Objekt verfügte. KAI, welcher für die Bereitstellung der Daten verantwortlich gewesen war, entschuldigte sich für dieses Versagen mit dem Verweis auf die Tatsache, dass die Daten nicht auf seinen Servern hinterlegt worden und von ihm erst beim Scannen englischsprachiger Foundation-Datenbanken aufgespürt worden waren. Eine Untersuchung führte das Versäumnis der Übergabe der Daten an das Archiv der Deutschsprachigen Foundation später auf menschliches Versagen zurück.

1986 erfolgte eine Sanierung des Standortes, da sein Augenmerk nun auf stark den etablierten Naturgesetzen zuwiderhandelnden Anomalien und Realitätsbeuger gelegt werden sollte. In diesem Zusammenhang wurden die automatischen Geschütztürme, die Scranton-Realitätsanker und die Produktionsanlagen installiert.

Standort-DE24 wurde 2009 an das Untergrundbahnetz angeschlossen. Aufgrund seiner unmöglichen Geometrie hatte der O4-Rat dem Ersuchen stattgegeben, auf gut Glück auf den Standort zu zu graben, da ein genauer Austrittspunkt des Bohrers nicht ermittelt werden konnte. Der Bohrer durchbrach schließlich eine Wand in einem wegen seiner schwerkraftbehafteten Wände unbenutzten Labor, welches nach einer Begutachtung wegen seiner Stark gedehnten Dimensionen direkt zur Bahnstation umfunktioniert wurde. Um zu verhindern, dass beim zweiten Durchbruch Wände zerstört würden, wurde der Bereich unmittelbar vor dem Durchbruch ausgegraben und die Bohrung außerhalb des Standortes fortgesetzt. Das führte dazu, dass heute Züge, die von Standort-DE12 ankommen, kurz vor der Ankunft eine Kurve nehmen müssen.

2020 kam es zu einem katastrophalen Eindämmungsbruch von drei starken realitätsbeugenden Entitäten, die jedoch nach dem Ausbruch nicht mehr aufgefunden werden konnten. Lediglich ein durchbrochener Schott war entdeckt worden, dass in den unerforschten Teil des Standorts führte. 2021 wurde die Leiche einer der Anomalien in diesem Bereich entdeckt, als Todesursache wurde stark beschleunigtes Altern benannt. Die anderen Flüchtigen wurden bisher noch nicht wiederentdeckt.

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