Einrichtungsdossier Standort-DE16
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SCP Foundation Standort-Dossier

Standort-DE16

Offizielle Bezeichnung: Küstenstandort-DE16

Standort-Identifikationscode: EXR-DE16


Allgemeine Informationen


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Nutzen: Standort-DE16 ist der Umschlagplatz der deutschsprachigen Foundation in der Ostsee und überwacht aquatische Anomalien in den deutschen Staatsgewässern. Aufgrund seiner relativ isolierten Lage werden hier außerdem Anomalien extrarealen Ursprungs festgehalten, da ihre Flucht durch die Umgebungsbedingungen erschwert wird.

Gegründet: 11. März 1995

Ort: Halbinsel Wustrow und das Salzhaff

Tarnung: Militärisches Sperrgebiet/Privatbesitz der Deutschen Immobilien Gruppe

Funktion: Logistikzentrum der deutschsprachigen Foundation in der Ostsee, Überwachung von Anomalien in der Ostsee, Eindämmung extrarealer Anomalien

Größe: 60.000 m2 überirdisch, 350.000 m2 unterirdisch


Außenposten

Designation Ort
DE16/000 Wismar

Oberirdische Struktur


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Gesperrte Zufahrt zu Standort-DE16.

Hauptzugang: Der Hauptzugang von Standort-DE16 liegt in West-Rerik auf der Halbinsel Wustrow und ist normalerweise nur per Helikopter erreichbar, auch wenn eine Zufahrt existiert, die aber aus Geheimhaltungsgründen nur selten benutzt wird. Er liegt in einer der zahlreichen Ruinen versteckt und wird nur an seinem unteren Ende von stationären Einheiten bewacht. Etwaige Fluggeräte können separat über einen getarnten Lastenaufzug in den Standort befördert werden.

  • Belegschaft Wachposten: Unter der Erde am Zugang zu Standort-DE16, bei dem die Zugangstunnel zusammenlaufen, ist eine Wachstube eingerichtet, die zu jeder Zeit mit mindestens drei Wachleuten besetzt ist. Sie alle sind mit je einer HK SFP9, Pfefferspray, Taserpistolen und Teleskopschlagstock ausgerüstet und haben im Notfall Zugriff auf drei HK MP5N Maschinenpistolen. Der Zugang ist mit mehreren Fallschotts gesichert, um unbefugten Zugang selbst mit schweren Fahrzeugen zu unterbinden.
  • Neben-Zugänge: Standort-DE16 besitzt von allen deutschsprachigen Foundationstandorten das weitläufigste Tunnelsystem. Es gibt zahlreiche Zugangstunnel mit Zugängen in Rerik, Neubukow und Kühlungsborn. Der größte und längste Tunnel aber verbindet Standort-DE16 mit dem Außenposten-DE16/000 in Wismar, der als Hafenumschlagplatz für die deutschsprachige Foundation in der Ostsee fungiert. Sämtliche Tunnel können im Notfall verschüttet werden, aber der Außenposten-DE16/000-Tunnel ist zusätzlich mit Stahlschotts gesichert, da er hauptsächlich von Güterzügen benutzt wird. Auf dem ganzen Gelände von Standort-DE16 auf Wustrow gibt es zudem Notausgänge, die normalerweise versteckt und versiegelt sind.
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Warnschild an den Grenzen zum Gelände von Standort-DE16.

Hauptgelände: Standort-DE16 beansprucht das Gebiet von Rerik-West sowie einen Teil des Geländes westlich davon. Die Grenzen sind durch einen Stahlzaun gesichert, die mit Munitionsbelastungswarnschildern versehen sind. Auf dem Gelände selbst patrouillieren ständig Einheiten der RTF DE16-𝔖 (16-Sabine "Ruinengänger"), die von getarnten, automatischen, aus dem Boden ausfahrbaren Geschütztürmen mit KBA-Maschinenkanonen unterstützt werden. Diese besitzen eine Form- und Bewegungserkennung, damit sie nur auf Eindringlinge und nicht auf in ihrem Speicher hinterlegte Personen oder die lokale Fauna feuern. Sie können bei Bedarf zeitweise deaktiviert werden.

Testgelände: Westlich des Standorts wurde ein unbebautes Gelände als Testgelände ausgewiesen und von einer drei Meter hohen Mauer eingegrenzt. Auf dem Gebiet sind in regelmäßigen Abständen individuell fernzündbare Minen vergraben und automatische Geschütztürme mit KBA-Maschinenkanonen an den Mauerinnenseiten bieten zusätzliche Sicherheit. Anomalien werden durch einen Aufzug in der Mitte des Geländes eingebracht, Tests beginnen dann nach einer kurzen Akklimatisierungsphase.

Unterirdische Struktur

Standort-DE16 ist eine Bunkeranlage, die im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut wurde. Mittlerweile erstreckt sie sich auf große Teile der Halbinsel Wustrow und sogar bis unter das Salzhaff. Es gibt nur einen zentralen Lastenaufzug und eine Feuertreppe, da weitere Aufzüge wegen der verzweigten Gänge nicht praktikabel sind.

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Zugang zur Administration von Standort-DE16.

  • Untergeschoss 1: Auf dieser Etage befinden sich die Mitarbeiterunterkünfte, die Standortadministration, die Verwaltung, die Serverräume, der Krankenflügel und die Kaserne von RTF DE16-𝔖 sowie an diesem Standort ansässiger MTFs. Aufgrund des Zugangs zu Wismar und umliegenden Dörfern beschränken sich die Freizeitangebote hier auf eine Kegelbahn, ein Fitnesscenter und ein kleines Kino. Die Administration und die Serverräume sind mit besonders dicken Wänden gesichert und besitzen einen eigenen Notausgang.
  • Untergeschoss 2: Dieses Geschoss enthält das Archiv und die Forschungsräumlichkeiten von Standort-DE16. Aufgrund seiner Spezialisierung verfügt Standort-DE16 über ausgebaute Kapazitäten bezüglich Spatio- und Ontophysik und mehrere mit Scranton-Realitätsankern gesicherte Testkammern. Auf dieser Ebene ist außerdem der Kernreaktor des Standortes untergebracht, der durch verstärkte Wände und Stahlschotts besonders gesichert ist. Er wird durch Meerwasser gekühlt.
  • Untergeschoss 3: Diese Etage beinhaltet die Lagerräume und den Bahnhof für den Untergrundmagnetzug, der Standort-DE16 mit Standort-DE12 und Standort-DE23 verbindet. Wie die Oberfläche wird der Bahnhof mit automatischen Geschütztürmen verteidigt und die Bahntunnel sind mit Stahlschotts versehen, um die Flucht oder das Eindringen von Anomalien zu verhindern.
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Korridor mit Zugängen zu Eindämmungskammern in Standort-DE16.

  • Untergeschoss 4-6: Diese Etagen befinden sich mehrere hundert Meter unter der Erdoberfläche und dienen der Eindämmung von Anomalien. Anders als bei anderen Standorten steigt die Eindämmungsschwierigkeit nicht mit der Stockwerk-Nummer, sondern mit dem Abstand zum Aufzug, da sich diese Stockwerke unter dem Salzhaff befinden und dadurch leicht im Notfall leicht geflutet werden können. Der Einsatz von Blitzzement ist ebenfalls möglich, um Anomalien am Ausbrechen zu hindern, die von Wasser unbeeinflusst bleiben. Die Eindämmungszellen und einzelne Stockwerkabschnitte lassen sich im Notfall individuell verschütten, fluten oder zuzementieren. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, Giftgas einzuleiten oder die Belüftung auszuschalten. Einige Bereiche besitzen eine durch Realitätsanker stabilisierte Realität, um Anomalien festzuhalten, die in der Lage sind, interreale Transfers durchzuführen. Eindämmungszellen lassen sich durch ihre Bauweise schnell einrichten, bei Bedarf können aber auch neue angelegt werden. Die Gänge werden durchgehend von RTF DE16-𝔖 patrouilliert. Sie sind mit einer HK SFP9 ausgestattet, führen zusätzlich aber noch wahlweise ein Schrotgewehr Remington 870 oder ein G27-Sturmgewehr mit sich. Schwerere Bewaffnung ist in der Kaserne verfügbar.

Belegschaft


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Mechaniker Kampfer bei der Einrichtung einer Eindämmungszelle.

Standort-Direktor: O4-11

Leiter der Verwaltung: Katarina Hauser

Leiter der Sicherheit: Eugen Tief

Leiter RTF DE16-𝔖 (16-Sabine "Ruinengänger"): Major Ulrike von Holstein

Direktor Forschung und Entwicklung: Dr. Henri Kaiser

Direktor Medizin: Dr. Hermann Götz

Leiter der Logistik: Theo Kamaev

Leiter der Wartung: Berta Müller

Leiter Planung und Bau: Lukas Hayden

Personal vor Ort

    Doktoren: 24

    Forscher: 42

    Administratives Personal: 7

    Wartung und Versorgung: 60

    Sicherheitspersonal: 100

    D-Klasse: 22
    
    Bau-Personal: 21

    Sonstiges Personal: 43


Anomalien, welche sich innerhalb Standort-DE16 befinden.

ID-Nummer Klassifizierung

Zusätzliche Informationen


Standort-DE16 war von der Foundation seit der Wiedervereinigung 1990 geplant worden, um extrareale Anomalien effizient eindämmen zu können, da insbesondere Organismen aus anderen Realitäten eine Gefahr für die heimischen Ökosysteme darstellten. Jedoch sorgten Verzögerungen bei den Verhandlungen dafür, dass die sowjetischen Streitkräfte erst 1994 endgültig abgezogen waren. Da die Bundesrepublik Deutschland eine Belastung mit Munition befürchtete, bot die Foundation an, ihr das Gebiet abzukaufen. Die Regierung stimmte dem Angebot zu. Um eine bessere Tarnung zu gewährleisten, wurde 1998 ein Deal mit der Fundus-Gruppe ausgehandelt, die die Halbinsel Wustrow seitdem als Privatbesitz beansprucht und verwaltet. Diese Praxis wird auch seit ihrer Übernahme durch die Deutsche Immobilien Gruppe 2015 fortgesetzt.

Bei der Untersuchung des Geländes wurde ein Eingang zu einer unterirdischen Bunkeranlage entdeckt. Zwar wurde zunächst angenommen, sie stamme noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, aber Gutachter stellten fest, dass es sich bei der Anlage um eine sowjetische Konstruktion handelte, vermutlich von der Roten Armee gebaut. Nach einer gründlichen Untersuchung wurde beschlossen, diese Bunkeranlage weiter zu nutzen, da die Foundation bereits geplant hatte, einen Bunker zu bauen. Die Anlage wurde daraufhin in einen bewohnbaren Zustand versetzt und ging 1996 als Eindämmungsanlage für extrareale Anomalien in Betrieb.

1998 wurde während des Ausbaus der Anlage ein zugemauerter Tunnel entdeckt, der direkt nach Wismar führte. Der Tunnel endete unter einer verlassenen Lagerhalle, die früher von den sowjetischen Streitkräften benutzt worden war. Die Foundation erwarb daraufhin das Gelände, verlegte Schienen im Tunnel und benutzte den neu befestigten Außenposten DE16/000 von da an als Umschlagplatz für Ressourcen in der Ostsee. Im Laufe der Jahre kamen weitere Tunnel dazu, die nach und nach befestigt wurden.

Von 2002 bis 2008 wurde dem Künstler Günther Uecker im Rahmen eines Eindämmungsprojektes erlaubt, eine Hütte auf Wustrow zu bewohnen, wobei die Existenz der Foundation regelmäßig aus seinem Gedächtnis entfernt werden musste. Mit dem Ende des Projekts 2008 wurde er unter dem Vorwand eines Verbots durch das zuständige Landratsamt von der Insel verbannt.

2009 lieferte Rechercheteam 25 eine Erklärung für die Existenz des Bunkers. Die Staatsführung der DDR hatte Abteilung XXV mit Nachforschungen beauftragt, nachdem andere Organe den Tunnelbau nach Wismar und einen Transfer von Anomalien bemerkt hatten und die sowjetischen Diplomaten Anfragen entweder gar nicht beantworteten oder behaupteten, über derartige Aktivitäten nichts zu wissen. Laut den Erkenntnissen von Abteilung XXV war der Einsatz von West-Rerik als Übungsgelände nur ein Vorwand, da hier eine Einheit der GRU-Division "P" anwesend war, die den Bunker gebaut hatte, um darin in der DDR geborgene Anomalien zu verwahren und von Wismar aus in die Sowjetunion zu verschiffen. Besonderes Augenmerk legte sie dabei auf Überbleibsel des SKP und führte teilweise Tests auf der Halbinsel durch. Kontakte der Foundation bei der GRU-Division "P" bestätigten später diese Erkenntnisse, allerdings waren viele der Anomalien bei der Umstrukturierung der Division nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren gegangen. Ihr Verbleib ist bisher unbekannt.

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