DE-57
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Kategorie: Kreatur

Beschreibung: Die Unsterblichen sind Menschen, denen ein parasitärer Dämon innewohnt, welcher sich an der Lebenskraft seines Wirtes labt und dessen Hunger unstillbar zu sein scheint.

So treibt der beständige Verlust der eignen Lebenskraft die Unsterblichen dazu, die Lebenskräfte anderer Lebewesen zu rauben. Um aber Lebenskraft entziehen zu können, müssen die Unsterblichen ein Lebewesen von Haut zu Haut berühren. Augenblicklich erleidet das betroffene Wesen ein stärker werdendes Entkräften, welches das Leben aushauchen kann.

Doch die Unsterblichen sind nicht in der Lage, einen unendlichen Vorrat an Lebenskraft anzusammeln. Falls folglich einem Unsterblichen über einen längeren Zeitraum verwehrt bleibt, seine Lebenskraft zu erneuern, wird der parasitäre Dämon seinen Wirt erlahmen und dessen Herz zum Stillstand bringen.

Im Gegenzug heilt der Dämon den Leib des jeweiligen Unsterblichen mit dessen vorrätiger Lebenskraft, wodurch die Konstitution der Unsterblichen mit keiner Krankheit geplagt wird und auch verstümmelte Körperteile nachwachsen. Selbst dem Altern entziehen sich diese Besessenen und können nach einem Tod bedingt wieder zum Leben erwachen.

Und wird einem Lebewesen die Lebenskraft geraubt, während der Leib des Unsterblichen versehrt ist, so wird die Dauer der unnatürlichen Genesung, die bei schweren Wunden Stunden bis Tage dauert, in Windeseile geheilt. Da wohl der Dämon nicht auf die vorrätige Lebenskraft zugreift, sondern die fremde Lebenskraft just zu einer Heilung anwendet.

Sogar der leblose Leib, ohne vorrätige Lebenskraft, wird so wieder zum Leben erweckt und auch aus einem einzelnen Körperteil kann sich ein Unsterblicher wieder herrichten. Unsere Gelehrten der astralen Geheimnisse mutmaßen deshalb, dass der parasitäre Dämon sich im Astralleib eingenistet hat und kein Körperteil als entscheidendes Element verwendet.

Aus Schilderungen und Beobachtungen geht hervor, dass der Dämon sich auf geistiger Ebene seinem Wirt mitteilt. Der Wirt wiederum verständigt sich mündlich mit seinem Dämon, der wohl mit den Sinnen seines Wirtes die Welt wahrnimmt.

In Erfahrung wurde auch gebracht, dass die Werdung zum Unsterblichen anhand einer rituellen Menschenopferung, dämonologischer Natur, hervorgerufen wird. Doch trotz der Besessenheit durch ein dämonisches Wesen behalten die Wirte ihren freien Willen, weswegen das Zusammenleben der beiden Wesen unterschiedliche Formen annehmen kann.

Diejenigen Menschen, die zu Unsterblichen wurden, stammen aus dem Germanischen Imperium und gelten gewiss als Wenden, die der Wendischen Rebellion angehören. Entsprechend ihres Schlages sind die Unsterblichen gemeingefährlich, weswegen Güte gegenüber Unsterblichen zu einer erfolglosen Jagd oder einem Bannbruch führen wird.

Entdeckung: Nach Ausrufung der Wendischen Rebellion wurde im Osten vom teutonischen Germanien eine wendische Rebellengruppe gesichtet, die aus Unsterblichen bestand und regionale Bekanntheit erlangte, dank eines langanhaltenden Raubzugs. Noch bevor unsere Brüder zur einer Großjagd aufbrachen, haben Schwarzgardisten den Raubzug zerschlagen. Seither unternimmt die Garde für Okkultes Anstrengungen, Unsterbliche ausfindig zu machen, sobald Kunde über deren Sichtung im Lande kursiert. Dennoch bleibt das vornehmliche Vorkommen der Unsterblichen der Osten von Teutonien.

Bann: Die Unsterblichen sollen vom eignen Dämon verzehrt werden. Sobald deren Ableben sicher ist, soll ein Pfahl in deren Herz geschlagen werden, ihr Leib in Stoff eingewickelt und in einen Sarg gelegt werden. Wird deren Leben gewünscht, wird der Pfahl entfernt und ein lebendes Wesen auf sie gelegt, bis sie erwachen. Atmen die Unsterblichen, sind sie in ein Verlies hinter Eisengittern einzukerkern und in Ketten zu legen, mit der Möglichkeit, sie inmitten ihres Verlieses zu strecken. Wenn die Unsterblichen aus ihren Verliesen geholt werden, ist ihre Haut mit Stoff zu verhüllen und um deren Hals ist ein Prangerbrett anzulegen. Mit Kleintieren soll die Lebenskraft der Unsterblichen erneuert werden.

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