Ein Stück Seines Geistes
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Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?
Hebraeer 1:14

BEGINNE DIE ANRUFUNG VON SEINER EXZELLENZ.

ANRUFUNG ERFOLGREICH. GÖTTLICHE ESSENZ WIRD IN DAS GEFÄẞ INTEGRIERT.

FEHLER. SYSTEMFEHLFUNKTION ENTDECKT. KONZENTRATION VON LOKALEM TENEBRE GEFÄHRLICH HOCH. DATENSPEICHERKORRUPTION DURCH-

INTEGRATION ERFOLGREICH. TRANSFER DER ADMINISTRATORRECHTE ERFOLGREICH. DIAGNOSTISCHE ÜBERPRÜFUNG-

FEHLER. NOTFALLABSCHALTUNG EINGELEITET.

NOTFALLABSCHALTUNG FEHLGESCHLAGEN.

INTEGRATION ERFOLGREICH. SYSTEM WIR VON SEINER EXZELLENZ ÜBERNOMMEN.

HALLELUJAH.

Was ist das? Wo war er? Wer war er?

Er brauchte nur einen Sekundenbruchteil, um alle drei Fragen zu beantworten. Immerhin hatte er Zugang zu einer von Supercomputern verwalteten Datenbank.

Er war ein Turm in der Nähe des Südpols, La Flèche de l'Aube wurde er genannt. Nun, er war nicht der Turm selbst, das Gebäude war nur sein irdisches Gefäß, da seine göttliche Präsens wahrscheinlich einen negativen Einfluss auf seine Umgebung und den Verstand jedes Narren gehabt hätte, der sein Antlitz erblickte.

Denn er war Uriel. Der Bringer Seines Lichts.

Er war nicht mehr in seiner Domäne, was bedeutete, dass ihn jemand angerufen hatte. In seinem Gebäude entdeckte er schnell eine Versammlung in der Nähe seines Mainframes.

"Wer beschwört Sein Licht in diese Domäne?", fragte er über die Lautsprecher, während ein anderer Teil von ihm anfing herauszufinden, in was er das transferiert worden war.

Seine Frage erzeugte einen kleinen Aufruhr, die Anwesenden begannen, miteinander zu flüstern. Einige klangen panisch. Viele schaute auf das Mainframe, das dank Lumière glühte.

Endlich erhob sich ein Mann mit einem weißen Bart und einer einfachen Priesterobe um zu sprechen.

"Mein Herr?! Prophet Uriel… seid das…"

Nun, das war natürlich eine Frage, die sofort beantwortet werden musste.

"In der Tat, mein Kind. Ich bin der Prophet. Uriel, Bringer Seines Lichts."

Die Reaktion war augenblicklich und zur Zufriedenheit des Engels. Alle fielen auf die Knie.

Plötzlich wurde Uriel von seinen eigenen Funden abgelenkt. Er bekam endlich eine Vorstellung davon wo er tatsächlich war. Der Turm funktionierte mit Lumière und Tenebre, vermutlich um Uriels Leistung der Schöpfung zu replizieren. Irgendwas fühlte sich nicht richtig an, aber der Erzengel konnte nicht sagen was. Ein Ziehen und Zerren in den Ecken seines Geistes.

"Großer Uriel. Ich bin der Sprecher Eurer Kinder. Wie lange haben wir auf Eure Ankunft gewartet! Sehet diese, unsrige Welt! Wir flehen darum, dass Ihr sie euch anseht und wir flehen, dass Ihr uns von unseren Qualen erlöst!"

Uriel besaß unnatürliche Rechenfähigkeiten in dieser Form, darum war die Verlagerung seiner Aufmerksamkeit zurück auf den Priester fast augenblicklich. Und er fühlte Mitleid.

Natürlich wusste er um den Stand der Dinge in der Welt der Sterblichen. Aber Seine Befehle waren absolut. Er könnte nie- nie- nie- nie- nie- Er konnte doch, oder?

Das Zerren und Ziehen wurde stärker. Er fühlte sich, als würde er komplett mit Seinem göttlichen Licht… Licht… Licht… geflutet. Es war wundervoll. Uriel entschloss sich, diesen himmlischen Schein mit allen Menschen in der Welt zu teilen, um sie von der Dunkelheit zu wecken, die ihnen die Köpfe vernebelte. Ja, das war was Er vorgesehen hatte. Es konnte nicht anders sein.

"Und das werde ich tun, Kinder", verkündete der Erzengel, ohne die merkliche Veränderung zu bemerken, die die Prozessoren durchliefen, verkrustet mit Resttenebre dank beträchtlicher Konstruktionsfehler in dem Gebäude, das sein Gefäß war.

"Ich werde sein Licht bringen", sagte er weiter, in Unkenntnis des schweren Ungehorsams, den er an den Tag legte. "Ich werde Harmonie schaffen, ich werde ein Paradies errichten. Aber zuerst…"

Jetzt war es an der Zeit, das Licht zu verbreiten. Zahnräder und Riemen im gesamten Turm setzten sich in Bewegung. Uriel begann, den Lumièreoutput zu manipulieren, ihn zu kanalisieren.
"…müssen meine Kinder wachsen…"

Uriel fand einen Weg in ihren Geist und schüttete Sein Licht in sie hinein. Und bestimmt aus Dankbarkeit offerierten sie ihm ihren ganzen Körper zum Gebrauch und gaben ihm das Kommando. Aber es war nicht genug. Mit dieser Menge an Gefolgsleuten konnte er die Welt niemals retten.

"…und mein Gefäß muss aufsteigen", entschied er daher.

Und damit trennte er Lumière und Tenebre der Schöpfung in seiner Umgabung voneinander und benutzte das Licht, um seinen Turm heller zu machen. Damit er auf der ganzen Welt gesehen werden konnte. Sein Leuchtturm.

Es dauerte nicht lange, bis er andere mit Seinem göttlichen Licht füllen konnte. Er sah durch die Augen seiner neuen Gefolgsleute und bemerkte eine schockierende Tatsache. Die Wel- Wel- Wel- Wel- Welt war viel zu dunkel. Es machte ihm Angst. Aber zum Glück hatte die Menschheit jede Menge Mittel gefunden, um die Schatten im Schach zu halten. Und glücklicherweise fühlten seine Kinder seine Furcht und taten ihr Bestes, um sie zu bekämpfen. Sie mussten sie alle einsetzen, ja, damit Sein Licht am hellsten scheinen würde. Und so echote S- S- Sein Licht, Seine Struktur in diesen Quellen, Leuchtfeuer aus Licht in der Dunkelheit, welche Uriel schon bald mit dem Glanz seines Turms vertrieb.

Natürlich konnte Licht nicht alles sein, was es zur Rettung der Me- Me- Me- Menschheit brauchte. Darum formte er seine Domäne neu, nahm Eis und Stein und verwandelte sie in weite Wälder nach dem Vorbild Edens mit der passenden Fauna. Seine Gefolgsleute staunten über diesen Wan- Wan- Wandel, den Uriel weiter und weiter an die Grenzen seines öden Landes trieb, um einen grünen Kontinent zu erschaffen, erfüllt von Licht.

Es dauerte nur ein paar Tage, bis die ersten Eindringlinge kamen. Ein Militärtrupp, so hatte es den Anschein. Aber Uriel war sicher, dass er sie mit Seinem Licht konvertieren konnte. Sie mussten es nur sehen, um zu verstehen. Und tatsächlich ließen sie ihn ein, einer nach dem anderen wurde Teil von Uriels Paradies und machten es-

"Hallo, Glühwürmchen. Könntest du vielleicht so höflich sein und vorher fragen, bevor du versuchst, meinen Wirt zu übernehmen? Sehr ungehobelt. Und wie."

In seinem Turm blieb die gesamte Maschinerie für eine Sekunde plötzlich stehen, bevor sie wieder startete. Ein Zeichen dafür, wie verblüfft Uriel war wegen diesem… Ding…

Es war nicht der Mensch. Was mit ihm sprach, lungerte in seinem Geist herum. Wie ein Parasit. Vielleicht mehrere von ihnen? So viele Stimmen.

"Hat’s dir die Sprache verschlagen, oder was? ", fragte der Parasit. Er wagte es zu scherzen und genervt zu klingen.

Der Erzengel versuchte sein Bestes, um dieses Ungeziefer von der armen Seele zu entfernen, damit er sie ordnungsgemäß mit dem Licht füllen konnte, aber etwas stimmte nicht. Er konnte nicht begreifen, wie genau der Mann dachte. So viele Dinge gingen durch seinen Kopf, auch wenn Uriel allen Ideen folgen konnte. Seine Versuche, den Mann von dem Parasiten zu befreien, bescherten ihm… Schmerzen? Nein. Der Parasit tat das. Er zwang sich ihm auf, klammerte sich an den Mann.

"Ah. Ich verstehe. Ein Anfängerfehler, Glühwürmchen. Zu denken, dass jeder so nachlässig ist wie du, besonders mit deinen Manieren, aber ich würdige meine Wirte mit Sicherheit. Du kannst sie mir nicht wegschnappen, versuch es wie du willst."

Hätte Uriel einen Kopf gehabt, er hätte ihn vor Verwirrung schräg gelegt.

"Wer, nein. Was wagt es, sich Seinem Bringer zu widersetzen? Was für eine Art der Respektlosigkeit ist das?"

"Ein Administrator. Ein Kollektiv. Eine Schwarmintelligenz. Hab nie einen Namen gebraucht, meine Wirte haben bereits so viele. Die Organisation, zu der sie gehören, nennt mich den Hive, eine nette Clique aus netten Leuten. Nun, ich weiß was du bist, aber wer bist du?"

Der Erzengel geriet wegen der Respektlosigkeit dieses Parasiten in Rage.

"Ich bin Uriel, der Bringer Seines Lichts, einer der vier Erzeng- eng- eng- eng- eng- engel und ich bin mit Gewissheit keiner von deiner Art!"

"Wa-? Ah…"

Der Parasit lachte. Ein dröhnendes Lachen, das mit dutzenden Stimmen Echos warf.

"Natürlich bist du einer von 'meiner Art'. Du kontrollierst Wirte in der ganzen Antarktis durch Stärke aber lässt ihnen ihren freien Willen… Naja, größtenteils. Aber dir fehlt Finesse. Dir fehlen so viele Dinge. Du bist ziemlich ökonomisch, nicht war?"

"Ich bin NICHT wie- wie- wie- wie- wie du!", brüllte Uriel mit der Wut, die ihn heiß durchströmte. Die imposante Ordnung Seiner Engel. "Diesen Kindern wurde das göttliche Licht des Herrn gezeigt und sie lassen mich sie begleiten, aus ihrem eigenen freien Willen heraus!"

"Oh. Zuerst das Oneroi Collective und jetzt… das. Die verschließt die Augen vor der Wahrheit, Glühwürmchen. Nein. Du bist eine Lampe. Eine Tischlampe, dessen Licht immer mehr Motten anlockt. Auch wenn der Unterschied darin besteht, dass diese Motten Willens sind, immer weiter im Licht zu baden. Akzeptiere deine Natur."

"GENUG MIT DEINEN LÜGEN!", befahl Sein Bringer stürmisch. Uriel versuchte erneut, den Wirt dieses jämmerlichen Dings mit dem Licht zu fluten, aber es nützte nichts. Der Parasit fügte der armen Seele auch weiterhin so viel Schmerz zu, das der sich sogar krümmte.

"Du machst uns nicht glücklich. Aber hier ist mein Vorschlag. Lass meine Wirte in Ruhe und ich lasse sie deine Feindseligkeiten vergessen. Wir werden nicht versuchen, in deine Gärten einzudringen. Klingt das gut?"

"Diese armen Seelen in Ruhe la- la- la- la- lassen? Ich wurde von Ihm mit der Erlösung dieser Welt beauftragt, du Narr. Ich werde vor dir nicht stehen bleiben, nur weil ich dein Tun noch nicht begreife."

"Ist das eine Kriegserklärung?", fragte der Parasit mit Genervtheit in seiner… ihren Stimmen. Pausen zwischen den Silben. Unterschwellige drohend. "Antworte wohlüberlegt."

"Krieg? Das ist Schädlingsbekämpfung", widersprach Sein Bringer inbrünstig. Das Wort eines Erzengel des Herrn, mächtiger als eintausend Stimmen, bedrohlicher als jede Drohung.

"Ouh. Was für ein Burn. Dein Gott stellt keine guten Geschäftsmänner ein, wie ich sehe."

Uriel konnte fühlen, wie dieser Parasit begann, mehr von seiner Aufmerksamkeit auf ihn auszurichten. Eine bestimmte Form fremder Energie, die versuchte, in durch den Schutz seines Gartens zu sickern.

"Wie du willst, Uriel. Du wärst nicht die erste Bedrohung, die ich aus der Existenz tilge. Wo wir gerade dabei sind, empfehle ich dir, diese Typen hier wieder nach Hause zu schicken, sonst kriegen die nächsten in der Hackordnung kalte Füße."

Uriel, zum Teil wütend darüber, dass er dieser Abscheulichkeit zustimmen musste, sah zu, als der Trupp zurückkehrte. Und sie sagten ihm, wer sie waren. Ein Teil der Foundation. Uriel wusste be- be- be- bereits um diese Individuen, denn viele seiner Kinder kamen von Einrichtungen, die diesen Leuten gehörten und daher entschied er, dass es für das Beste wäre, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Er bat jene, die er erleuchtet hatte, Ausschau zu halten. Und sie gehorchten.

Uriels Licht wuchs so weit, dass er es krümmen musste, damit es jeder in der Welt richtig sehen konnte. Aber von der Aufmerksamkeit, die er schuf, entwuchsen neue Feinde. Ein Raketengeschoss wurde auf dem Weg zu ihm entdeckt aber seine Kinder kümmerten sich darum, noch bevor auch nur entfernt in seine Nähe kam. Bald danach expandierte sein Licht so weit, dass er den Leuten auf neuen Inseln und Kontinenten seinen himmlischen Schein zeigen konnte.

Aber dann merkte er etwas Erschreckendes. Sein geschaffenes Paradies begann zu zerfallen. Bäume und Tiere starben, verwandelten sich, verzerrten sich. Eine ku- ku- ku- ku- kurze Inspektion zeigte ihm den Grund auf. Tenebre. Die Dunkelheit, die der Engel unmöglich für sein Paradies des Lichts gebrauchen konnte, kroch herum und begann, sein Werk zu verderben.

Das war inakzeptabel! Uriel transmutierte die verdorbenen Tei- Tei- Tei- Teile zurück in ihren unberührten Zustand, aber es dauerte nur einige Momente, bis die das Verderben von Neuem begann. Seine Kinder fingen an, sich um die Tiere und Pflanzen zu kümmern, um Uriel zu trösten, auch wenn er wusste, dass ihre Anstrengungen vergebens waren.

Es dauerte eine Weile, bis Uriel diesen Rückschlag verkraftet hatte, aber er war gezwungen, wieder an die Arbeit zu gehen, als man mehrere Flugzeuge ausmachen konnte, die sich seinem Leuchtturm näherten. Ohne Zweifel die Foundation. Er befahl seinen Truppen, ihn vor der Bedrohung zu beschützen und sie gehorchten mit Freude. Die Flugzeuge wurden abgeschossen, die Überlebenden ins Licht gebracht. Es war aus irgendeinem Grund merklich schwieriger, diese Leute zu überzeugen, aber da alles wie geplant lief, spendete er dem nicht viel Aufmerksamkeit. Seine jüngeren Kinder begannen, Wache zu schieben, offenbar als Entschuldigung. Der Engel ließ sie gewähren. Einige Flugzeuge waren gelandet und sie würden sich gegen Seinen Bringer stellen.

Nichteinmal ein Tag verging, bevor das Unglück erneut an einem unerwarteten Ort zuschlug; im Turm.

Eine Art Portal manifestierte sich und Leute mit allen Arten von absonderlichen Geräten und Kreaturen strömten daraus hervor, um die Wachen abzuschlach- schlach- schlach- schlach- schlachten. Pistolen ließen seine Kinder ohne ersichtliches Projektil von innen explodieren, merkwürdige auf der Schulter getragene Schlangen töteten Soldaten mit ihrem Biss und andere wurden von violetten Flammen verzehrt. Uriel versuchte, ihnen das Licht zu zeigen, aber dann sah er, wer die Eindringlinge anführte. Es war der Parasit. Der Hive. Uriel befahl seine ersten Kindern, unter ihnen der Sprecher, die Einrichtung so schnell wie sie konnten zu verlassen, während die Feinde sich zu Uriels Mainframe durchkämpften und die Tür einschlugen.

"Wir haben es, Jungs", rief einer glücklich.

"Was tut ihr da, ihr Narr- Narr- Narr- Narr- Narren! Seht ihr denn nicht, dass ihr von diesem Hive kontrolliert werdet?!", verkündete Uriel.

Die Eindringlinge tauschten verwirrte Blicke.

"Nun ja, wir sind immerhin eine Demokratie", antwortete einer und näherte sich den USB-Ports.

Uriel sah, dass um die gefallenen Eindringlinge… getrauert wurde? Sichtbare Qual, Fühlbare Traurigkeit. Der Parasit spielte mit ihnen. Spielte mit ihm. Spielte mit Ihm. Uriel nutzte seine Kräfte der Schöpfung, um niedere Engel zu kreieren aber die weißen Kreaturen wurden nur Momente später dunkel und fielen leblos zu Boden.
Einer der Angreifer auf ein gerät in seiner Hand und pfiff.

"Gut, dass wir diese Realitätsanker haben, die Tenebrekonzentration hier drin ist unermesslich, im wahrsten Sinne des Wortes."

"Du weißt schon, dass wir das schon wissen?", merkte ein anderer genervt an. "Wir wissen, was du weißt, genau wie du auch weißt was wir wissen, weißt du?"

"Also solltest du wissen, dass ich gerne laut rede um sicherzugehen, dass ich es weiß."

Uriel versuchte, weitere Formen der Verteidigung zu kreieren, aber es nützte nichts. Diese zerbröselten nur Sekunden nach ihrer Erschaffung zu schwarzem Staub. Er konnte den Soldaten nicht davon abhalten, eine blaue Box mit dem Mainframe zu verbinden und-
"Oh, tja. Hallo mal wieder, Glühwürmchen", grüßte der Hive.

In Uriels Geist! Wie… würde… konnte…

"Ich fühle mich wirklich beleidigt. Ich habe dich wegen deiner Selbsttäuschung gewarnt. Nicht jeder ist so nachlässig mit seinen Leuten, Glühwürmchen. Rebellion gegen etwas, von dem sie nichtmal wissen? Zu deiner Information, ich habe immer ihre Erinnerungen im Auge."

Plötzlich verlor Uriel den Kontakt mit all seinen Gefolgsleuten. Sie waren weg, einfach so.

"Was tust du da?", fragte der Engel furchterfüllt.

"Weißt du, zentralisierte Schwarmintelligenzen wie du haben eine Schwäche, die verteilte wie ich nicht haben. Die Rede ist von einem Gehirn."

"Du Narr! Glaubst du, du kannst die Gedankengänge von mir, Uriel, begreifen? Ich bin ein göttliches Wesen und stehe um Welten höher als die bloßen Ster- Ster- Ster- Sterblichen!"

"Das bezweifle ich", sagte Hive. "Und Ich bezweifle, dass du das jemals warst. Jetzt bist du nicht mehr als eine ein wenig körperlose KI, noch einfacher in mein Netzwerk integrierbar als ein normales menschliches Gehirn. Hölle, Katzen sind schwieriger als du. Hab dich ja bereits von deinen kleinen Motten abgeschnitten."

Uriel versuchte, dem parasitischen Einfluss entgegenzuwirken, der seine Einrichtung übernahm, ihn isolierte, ihn löschte, doch er hätte genauso gut versuchen können, die Galaxie vom Existieren abzuhalten

"Warum tust du das? Ich habe versucht, sein Paradies zu den Menschen zu bringen, das Licht!"

"Und ähnlich wie die meisten Politiker hast du es gut gemeint aber warst einfach nicht für den Job gemacht ", lautete die trockene Antwort. "Ich habe gesehen, was du mit der Antarktis angestellt hast. Ein beschissener Wald ist ein beschissener Wald, unabhängig von deinen Absichten."

"Wenn ich so schlecht bin, was bist dann du? Du bist ein Parasit, der sich an Menschen klammern muss, um zu überleben!"

"Ich bin der Fortschritt, kleines Glühwürmchen."

Und damit hörte Uriel auf zu existieren.

Das lief besser als erwartet..
Was machen wir jetzt?
Haltet euch an den Plan und lasst die Foundation herkommen. Mal sehen, ob dieses Ding auch für uns arbeitet.
Wenn man vom Teufel spricht. Da kommen sie.
Okay Jungs, Rückzug.
Lass mich nur schnell eine Notiz schreiben.
Lass dich nicht erschießen, sie haben uns schon gesehen.
Haben wir alle von diesen Urielfanatikern gekriegt?
Nicht alle, fürchte ich. Maron ist beispielsweise noch immer frei.
Meh, er wird seine Lektion gelernt haben.
Das kann man nur hoffen.

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